Was soll das?

BildNur weil die Zeitung mit den 4 Buchstaben 65 Jahre alt wird, mag ich sie noch lange nicht in meinem Briefkasten vorfinden. Denn ob die Zeitung mit den 4 Buchstaben 65 Jahre alt wird, geht mir an meinen 5 Buchstaben vorbei. Es sei denn sie geht in Rente, das wäre mal eine gute Meldung.

Es war einmal

So fangen viele Märchen an, oder? Nein es soll jetzt nicht um Märchen gehen, sondern um die Urlaubsplanung früher und heute.

Zugegeben auf dieses Thema kam ich durch einen Artikel in meiner Tageszeitung. Denn wie wir früher unsere Urlaubsfahrten planten, das hatte ich schon fast vergessen. Und mit früher meine ich die späten 70er und die 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts. Junge Menschen können sich nicht vorstellen, dass es eine Zeit vor dem Smartphone oder dem NAVI gab, doch es gab sie und sie war sehr interessant. Ich kann denen die es nicht erlebt haben versichern, die Urlaubsplanung machte richtig Spaß. Ich hatte bereits in unserem Gemeinschaftsblog über einige Abenteuer im damaligen Jugoslawien berichtet.

Wir bereisten die Küste Jugoslawiens praktisch von oben, heißt von der Grenze zu Italien, bis fast unten, das war bis Herceg Novi. Natürlich waren dazu mehrere Jahre und mehrere Urlaube nötig. Natürlich bedurfte es bei der ersten Anreise mit dem Auto einer besonderen Vorbereitung. Die Strecke und die Übernachtungen mussten geplant werden, wobei sich die Übernachtungen eher zufällig ergaben. Da wir unsere Zeitplanung stets großzügig gestalteten, um auch genug Zeit für eventuelle Besichtigungen zu haben. Zu dieser Zeit gab es noch kein so gut ausgebautes Straßennetz wie heute in Serbien und Kroatien, die damals ja noch zu Jugoslawien gehörten. Also wurden Karten von Österreich, Italien und Jugoslawien gekauft, um die Strecke zu erforschen. Die geplante Streckenführung wurde in eine Art Logbuch eingetragen und mit Kommentaren versehen. Meine Frau hatte es dann stets zur Hand, wenn wir wieder einen Punkt erreichten an dem es einen Abzweig gab. Und ob ihr mir das nun glaubt oder nicht, wir haben uns in all den Jahren tatsächlich nicht einmal verfahren. Wobei wir natürlich stets von unserer ersten Fahrt profitierten, die wir sehr sorgfältig vorbereitet hatten. Tipps des ADAC waren dabei auch sehr hilfreich. Tja und den EURO den gab es natürlich auch noch nicht. Das bedeutete, dass wir mit 4 verschiedenen Währungen losgefahren sind. Ich war schon damals kein Freund von Kreditkarten. DM, Schilling, Lire und Dinar waren unsere Begleiter. Aber irgendwie hat es auch Spaß gemacht. Vor allem wenn man sich mit Händen und Füßen verständlich machte. Irgendwie hat es aber immer funktioniert. Wobei ich verblüfft war, wie viele Menschen in Kroatien deutsch sprechen. Das hat es uns natürlich erleichtert.

Und die Verpflegung, am Abend vor der Abreise wurden Stullen vorbereitet und meist Bouletten oder Schnitzel gebraten. Am Tag der Abreise wurde die Kühltasche gepackt. Autobahnraststätten waren uns ein Gräuel. Wenn wir irgendwo etwas essen wollten, dann fuhren wir lieber von der Autobahn runter in ein Dorf. Ach und ich habe total vergessen, damals gab es ja noch die DDR. Das hieß für uns Westberliner, auf dem Weg nach Süden waren erst einmal ca. 300 km im Tempo 100 zu fahren und Grenzkontrollen zu erledigen. Übrigens natürlich auch an den anderen Grenzen wurde kontrolliert, wenn auch sehr locker. Das Schengener Abkommen gab es ja noch nicht. Österreich gehörte noch nicht zur EU und an der jugoslawischen Grenze wurde nochmals kontrolliert. Aber die waren meist sehr locker drauf. Eigentlich waren die Österreicher die humorlosesten.

Später, als wir die Küste Jugoslawiens fast komplett bereist hatten, war uns nächstes Urlaubsziel Spanien. Also wurde wieder geplant und wieder fuhren wir mit mehreren Währungen durch die Gegend. Allerdings konnten wir von Berlin bis zu unseren Urlaubszielen in Spanien komplett auf der Autobahn fahren. Wobei ich die Autobahnen Frankreichs und Spaniens in sehr guter Erinnerung habe. Die waren in einem Topzustand. Allerdings die Stadtautobahn von Lyon habe ich in einer sehr vollen Erinnerung. Wer damals meinte, in Berlin sei viel Verkehr, der sollte die mal befahren. Wobei ich hörte, heute führt die Autobahn an Lyon vorbei und nicht mehr durch Lyon. Und alles wurde ohne NAVI und ohne Handys erledigt. Urlaub war noch Urlaub und niemand erwartete, dass man sich laufend per Telefon meldete. Was manchmal ohnehin nicht ganz einfach war. Man war nicht erreichbar eine herrliche Zeit. Allerdings Postkarten schreiben, nein das war nicht meine Leidenschaft. Aber geschrieben hat man sie trotzdem. Man wollte denen zu Hause ja eine Freude machen. Könnt ihr euch vorstellen, man liegt am Strand und niemand, aber auch wirklich niemand spielt mit einem Smartphone oder telefoniert, dass einem fast die Ohren abfallen? Unvorstellbar heute, oder? Oder schnell mal ein Foto nach Hause schicken, das gab es nicht und ich finde, es war gut so.

Jedoch irgendwann hielt auch bei uns die neue Technik Einzug. Vor einer Reise nach Italien schafften wir uns ein NAVI an. Zugegeben ob wir all die Sehenswürdigkeiten ohne NAVI so schnell gefunden hätten, ich würde es bezweifeln. Unser Italienurlaub war Kultur pur. Das wird jeder verstehen der schon einmal in Florenz oder Pisa war. Wir wohnten 2 km von Vinci entfernt und das Museum dort war schon mal ein Highlight. Von Florenz, Lucca und Pisa mag ich gar nicht anfangen zu schwärmen. So viel Zeit habt ihr nicht.

Allerdings sei zum Schluss eines bemerkt, ob mit oder ohne NAVI, man sollte eine Urlaubsfahrt gut planen, und vor allem genug Zeit einplanen. Lieber einen Tag mehr für die Anreise einplanen als alles knapp bemessen. Hätten wir z. B. unsere Anreise nach Italien nicht großzügig geplant, so hätten wir nicht völlig entspannt, einen nicht geplanten Zwischenstopp und Übernachtung in Verona machen können. Und das wäre sehr schade gewesen. Denn auch Veronas Altstadt ist wunderschön.

Nun habe ich eigentlich mehr geschrieben als vorgesehen und hoffentlich seid ihr mittlerweile nicht eingeschlafen.

Jedoch obwohl ich das Navi schätze, interessant war es vor der Navi-Zeit schon. Irgendwie fand ich die Vorbereitung einer Reiseroute spannender. Klar könnte ich auch heute noch auf das Navi verzichten. Meist machen wir das sogar. Doch oftmals ist es schon ganz hilfreich.

Clever ist anders!

Als in den späten 60er Jahren die APO protestierte, ging es nie zulasten der Arbeiterschaft. Denn sie wollte man ja aufrütteln, dass sich etwas ändern muss in Deutschland und der Welt.

Gestern nun gab es in mehreren Städten der Bundesrepublik Anschläge gegen den Bahn- bzw. S-Bahnverkehr. Was erheblich Verspätungen zur Folge hatte. Linke Gruppen, deren Bekennerschreiben noch geprüft werden, haben sich zu diesen Anschlägen bekannt. Sie möchten damit gegen den bevorstehenden G-20 Gipfel in Hamburg protestieren, schreiben sie jedenfalls.

Da sind also Tausende von S-Bahn und Bahnkunden verspätet zu ihrem Arbeitsplatz gelangt, nur weil einige meinen Kabelbrände wären ein geeignetes Mittel, um gegen etwas zu demonstrieren. Was ich dazu eigentlich schreiben möchte, schreibe ich lieber nicht. Nur so viel clever ist das nicht und kriminell obendrein. Um es deutlich zu schreiben, das hat mit Protest nichts, aber auch gar nichts zu tun. In einer Demokratie hat jeder das Recht eine Demonstration anzumelden und gegen das was ihm missfällt mit Gleichgesinden auf die Straße zu gehen. Das nennt man demokratische Auseinandersetzung.

Um es sehr deutlich zu schreiben, ich finde diese Veranstaltung in Hamburg auch nicht gut und habe einiges gegen die die da kommen einzuwenden. Ja einige möchte ich eigentlich überhaupt nicht in der Bundesrepublik sehen. Dagegen zu protestieren ist legitim. Nicht legitim ist es deshalb solch dumme Aktionen wie gestern zu starten. Das hat mit demokratischem Verständnis nichts aber auch gar nichts zu tun.

Ein Leben ohne Internet?

Vor einiger Zeit hatte ich mir einen Spielfilm aufgenommen und ihn mir gestern Abend mit großem Vergnügen angesehen.

Ich glaube, er hieß, „Hilfe wir sind offline“. Eine Familie, Mutter, Vater und zwei Kinder, die um die 16 Jahre alt waren, lebten zusammen, ohne eigentlich miteinander zu leben. Denn ständig wurde nur aufs Smartphone geschaut oder eine SMS geschrieben oder empfangen. Bis es der Mutter eines Tages reichte und sie sämtliche Smartphones einsammelte und den PC samt Router in den Keller sperrte.  Vier Wochen sollte der Verzicht dauern.

Was folgte, war wie ein kalter Entzug von Drogenabhängigen. Ohne ihre Smartphones kamen sie anfangs überhaupt nicht klar und gifteten die Mutter auch dementsprechend an. Im Film, zumal in einer Komödie geht es natürlich immer irgendwie gut aus. Doch im tatsächlichen Leben? Wie wäre es, wenn man euch z. B. das Smartphone oder den Router und PC wegsperren würde?

Ich kann es ohnehin nicht nachvollziehen, da ich mich von einem Handy oder heutzutage Smartphone nie abhängig machte. Ein Smartphone besitze ich ohnehin nicht und ein Handy habe ich eigentlich nur für ganz dringende Fälle, also anders geschrieben es ist eigentlich nie an, wozu auch. Wer uns erreichen möchte, wir haben einen Festnetzanschluss da kann er/sie uns anrufen. Das hatte ich auch, als ich noch berufstätig war, so gehalten. Meine Handynummer hat nur meine Frau und 1 oder 2 besonders gute Freunde. Mehr haben sie nicht. Und wie steht es bei euch?

Unbedarft bei der Tieranschaffung?

Ein als Witz aufgemachter ernster Hintergrund ist das, was ich auf der WEB-SITE des Tierheimes Verlorenwasser gefunden habe. Wer in meinen Blog oft reinschaut, dem ist bekannt, dass unsere beiden „Anarchisten“ aus diesem Tierheim sind. Einem Tierheim mit engagierter Leitung und engagierten Tierpflegern. Die kleine, feine jedoch sehr hintersinnige Geschichte könnt ihr HIER nachlesen.

Woran glaubst du?

So lautet der Titel der diesjährigen Themenwoche der ARD, die in dieser Woche viele Beiträge zu diesem Thema sendete. Um es gleich zu gestehen, ich habe keinen dieser Beiträge gesehen, oder wenn, dann nur ganz kurz. Aber es ist interessant was bei Umfragen, die ich dazu im Radio hörte, gesagt wurde. Denn ich muss zugeben, mich mit diesem Thema noch nie beschäftigt zu haben.

Gott war natürlich ein zentrales Thema, der Glaube an ihn und die christlichen Lehren. Einige sagten sie glauben an die Liebe, das Gute im Menschen, an ein Leben nach dem Tod oder, dass es irgendwo da draußen im Weltall noch Lebewesen gäbe.

Nun ich gestehe, dass ich mit den Kirchen so gar nichts am Hut habe. Jedoch würde ich niemals behaupten, dass es keinen Gott gibt. Denn das wäre ebenso arrogant wie die Meinung derer die meinen, wer nichts mit den Kirchen am Hut hat, kann auch kein guter Mensch sein. Mir sind Menschen die ein soziales Verhalten gegenüber ihren Mitmenschen haben immer noch lieber, als Scheinheilige die jeden Sonntag in die Kirche rennen, ansonsten jedoch egoistische, streitsüchtige Nachbarn sind. Und an was glaubt ihr?

Helden, Vorbilder, Idole braucht der Mensch das?

Keine Ahnung wie es in eurer Kindheit war aber wir spielten oft Cowboy und Indianer oder Ritterspiele und natürlich Fußball bis die Knochen quietschten. Kaum hatten wir uns für etwas davon entschieden, ging es schon los, ich bin Winnetou, ich bin Old Shatterhand oder bei den Ritterspielen ich bin Sigurd, ihr dürft nun drei Mal raten, wer das immer gerufen hat, oder Ivanhoe. Oder beim Fußball ich bin Uwe Seeler, Toni Turek, Karl-Heinz Schnellinger oder Helmut Haller, so in etwa ging es da zu.

Aber waren das unsere Helden? Unsere Idole? Ja Vorbilder waren es, so glaube, ich schon. Wir waren ja auch noch sehr jung und suchten unseren Weg ohne das natürlich zu wissen. Doch wie war es später? Nun ich kann das nur von mir schreiben. Ich habe weder Helden noch Vorbilder und schon gar keine Idole. Es gibt Menschen die ich aus den verschiedensten Gründen bewundere, jedoch nacheifern würde ich ihnen wohl kaum. Denn ich bin der Meinung jeder Mensch sollte seinen eigenen Weg finden. Und was meint ihr dazu?

Champions-League ohne ZDF

Es war schon längst bekannt, doch die UEFA musste es nochmals spannend machen. Ab der Saison 2018/19 wird es keine Spiele der Champions-League im öffentlich-rechtlichen Fernsehen mehr geben.

Der Pay-TV Sender SKY hat sich die Rechte gesichert und wer Spiele der Champions-League sehen möchte, der muss ein Abo bei SKY buchen oder beim Streaming-Dienst DAZN. Und es ist eher wahrscheinlich, dass man dafür noch tiefer als bisher in die Geldbörse greifen muss. Denn die Rechte zu erwerben war nicht billig und das ZDF tat gut daran, aus diesem Wahnsinn auszusteigen.

Es wäre nun sehr einfach, die alleinige Schuld den geldgeilen Funktionären der UEFA zuzuschieben, und würde der Situation auch keinesfalls gerecht werden. Einen großen Anteil daran haben die Vereine und deren Gier nach immer teureren Spielern. Ein mittelmäßig begabter Fußballer, der einen Pass über 5 Meter unfallfrei spielen kann, ist ja unter 30 Millionen nicht zu haben und für die Stars der Szene muss man mittlerweile mindestens 100 Millionen hinlegen. Was für ein Wahnsinn und niemand stoppt ihn. Keiner der großen Vereine ist bereit hier den Anfang zu machen. So werden wir in ein paar Jahren wohl bei 200 Millionen für einen Superstar erleben.

Da ich selbst lange Zeit Fußball spielte, hätte ich noch vor 10 Jahren nicht vorstellen können, dass ich eines Tages auch ohne ihn auskommen könnte. Jedenfalls was den bezahlten Fußball betrifft. Mich regt diese Geldgier seit langem auf und die Zersplitterung der Spieltage die ab der nächsten Saison noch mehr voranschreitet ebenso. Die kleineren Bundesligavereine müssen sich den größeren opfern. Die großen Vereine möchten noch mehr Geld scheffeln um noch teurere Spieler kaufen zu können um dann der innerdeutschen Konkurrenz noch mehr zu enteilen. Mit Chancengleichheit hat das nichts mehr zu tun.

Schon deshalb begrüße ich den Entschluss des ZDF, aus der Champions-League auszusteigen. Ich hoffe, dass der Sender SKY sich verkalkuliert und sich kaum jemand für sein Champions-League-Abo interessiert. Dann werden die Werbekunden wohl auch irgendwann abspringen.

So kann der Ausstieg des ZDF vielleicht auch eine Chance sein und das Pay-TV in die Enge treiben. Sicher ist das natürlich nicht, aber freuen würde es mich. Eventuell hat die Gier nach immer mehr Einnahmen bei der UEFA auch ein Ende und man kehrt zu einem vernünftigen Geschäftsgebaren zurück. Na gut träumen darf man ja wohl noch. Doch bis dahin werde ich kein Spiel der Champions-League mehr sehen. Denn ich unterstütze SKY, dessen Abo ich vor nunmehr 6 Jahren gekündigt habe, nicht.