Deutsche Charts vor 50 Jahren

Und huch, schon sind wir im November 1970 gelandet. Was jedoch auch heißt, das Jahr 2020 neigt sich verdächtig schnell dem Ende zu. Also schauen wir mal auf die Top 20.

Quelle

01 A Song of Joy,                                             Miguel Rios

02 Lookin‘ out my Back Door,                      Creedence Clearwater Revival

03 Black Night,                                                Deep Purple

04 Paranoid,                                                     Black Sabbath

05 Lola,                                                               The Kinks

06 Neanderthal Man,                                       Hotlegs

07 El condor pasa,                                             Simon & Garfunkel

08 Du bist anders,                                              Peter Maffay

09 Oh wann kommst du?,                                 Daliah Lavi

10 The Witch,                                                      The Rattles

11 In the Summertime,                                       Mungo Jerry

12 War,                                                                  Edwin Starr

13 Es kann nicht immer die Sonne scheinen,   Heintje

14 Me and my Life,                                                The Tremeloes

15 All right Now,                                                    Free

16 Deine Einsamkeit,                                             Udo Jürgens

17 Back Home,                                                        Golden Earring

18 Wie der Sonnenschein,                                     Michael Holm

19 Ich hab‘ geträumt das Glück kommt heut‘ zu mir,   Roy Black

20 Es geht mir gut Chéri,                                         Mireille Mathieu

Und welchen Song stelle ich nun hier rein? Die Entscheidung war in diesem Monat nicht so leicht, wie in manch anderen des vergangenen Jahres. Ich habe mich für Platz 2 entschieden. CCR und Lookin‘ out my Back Door

Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass ich den neuen Editor blöd finde?

Moment mal: Querdenken heißt …

… offenbar nicht nachdenken!

Eigentlich wollte ich zu dem Quark, anders kann man es kaum formulieren, wenn man noch höfflich bleiben möchte, von Jana aus Kassel nichts schreiben. Denn Aufmerksamkeit hat sie nicht verdient. Jedoch, je länger ich über das was sie auf der gestrigen Querdenkerveranstaltung in Hannover von sich gab, nachdachte, umso schlimmer fand ich ihre Worte. Ja sie sind eine Verhöhnung einer von den Nazis verfolgten und letztlich hingerichteten Sophie Scholl.

Wenn sich Jana aus Kassel mit ihr vergleicht, so tritt sie jene, die gegen das Naziregime couragiert eintraten, und ihren Widerstand mit dem Leben bezahlten mit Füßen. Dafür sollte sich Jana aus Kassel in Grund und Boden schämen.

„Ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten aktiv im Widerstand bin, Reden halte, auf Demos gehe, Flyer verteile und auch seit gestern Versammlungen anmelde“ so waren ihre Worte und diese wurden von den Teilnehmern der Versammlung auch noch beklatscht. Sie führte weiter aus, „Ich bin 22 Jahre alt, genau wie Sophie Scholl, bevor sie den Nationalsozialisten zum Opfer fiel“, mal abgesehen davon, dass Sophie Scholl 21 Jahre alt war, und bestimmt gerne 22 Jahre und älter geworden wäre, als sie von den Nazis hingerichtet wurde, halte ich es für unglaublich, sich solch eines Vergleiches zu erdreisten. Sich in einem sicheren Land auf die Bühne zu stellen und solche Sprüche von sich zu geben.

Sophie Scholl hat in einer Diktatur unter dem Einsatz ihres Lebens gegen eben diese gekämpft. Hätten wir, wie Jana aus Kassel es wohl glaubt, in der Bundesrepublik eine Diktatur, so wäre sie von der Bühne herunter verhaftet und weggesperrt worden. Wenn man in einer Demokratie groß wurde, kann man sich kaum vorstellen wie brutal Diktaturen sind. Ich befürchte jedoch, dass die junge Frau das nie begreifen wird.

Einem jungen Mann der für diese Veranstaltung als Ordner engagiert wurde, wurden die Ausführungen dann doch zuwider. Er zog seine orangefarbene Warnweste aus und wollte sie ihr mit den Worten, „für so einen Schwachsinn mache ich doch keinen Ordner mehr“, in die Hand drücken. Doch sie begriff überhaupt nicht, was er meinte. Einige Ordner kamen dazu und nahmen die Weste entgegen. Mit den Worten, „das ist Verharmlosung vom Holocaust“ ging er dann von einigen Polizeibeamten weg von der Bühne. Jana aus Kassel war so erregt, dass sie sich umdrehte, und weinte und das Mikrofon auf den Boden warf.

Das macht den Vergleich mit Sophie Scholl noch unglaublicher. Sophie Scholl stand noch aufrecht als sie vor Gericht stand und wusste, was sie erwartet. Jana aus Kassel kann noch nicht einmal die Meinung eines Ordners ertragen ohne in Tränen auszubrechen.

Ich frage mich seit Tagen, was läuft eigentlich schief in diesem Land. Wie kann es sein, dass immer wieder vergleiche mit dem NS-Regime gezogen werden? Jedoch sind die meisten, die sich auf diesen Demos herumtreiben, anderen Argumenten als der ihren überhaupt nicht mehr zugänglich. Und genau das macht mir zusehends Sorgen.

Der Haaland kam über sie

Autsch, das war wie ein Hurrikan, der in Gestalt von Erling Haaland, am Sonnabend durch das weite und kalte Rund des Olympiastadions fegte. Nach einer guten ersten Halbzeit und einer 1:0 Pausenführung für Hertha gegen den BVB, begannen kurz nach Anpfiff der zweiten Halbzeit die Haaland-Festspiele. Innerhalb von 15 Minuten hatte er aus einem 1:0 für Hertha ein 1:3 für den BVB gemacht. Er wirbelte die Abwehr der Hertha derart durcheinander, dass sogar sein Trainer Favre später fragen musste, ob er nun drei oder vier Treffer erzielte.

Hertha brach in der zweiten Halbzeit völlig auseinander und hatte all die guten Tugenden aus der ersten Halbzeit irgendwo in der Kabine vergessen. So stand es am Ende 2:5. Hertha konnte froh sein, dass Favre seinem „Jungstar“ Youssoufa Moukoko noch ein paar Einsatzminuten gönnen wollte und Erling Haaland für ihn vom Platz nahm. Wer weiß, ob es sonst nicht noch schlimmer für Hertha gekommen wäre.

An dieser deftigen Heimniederlage hat die Mannschaft, nebst Trainer, mit Sicherheit eine Weile zu kauen. Jedoch sollte sie sich schnell sammeln, denn am Sonntag spielt sie in Leverkusen und dann kommt es zum Lokalderby gegen Union im heimischen Olympiastadion. Sollten auch diese Spiele verloren werden, so könnte es ungemütlich werden in der Geschäftsstelle. Der Investor grummelt ohnehin schon eine Weile vor sich hin und sein Wadenbeißer wartet nur auf eine Gelegenheit seine Ergüsse, die niemand hören möchte, unter die Medien zu bringen.

Ich glaube nicht an die große Wende in den Spielen in Leverkusen und gegen Union. Die Niederlage vom Sonnabend hat die Mannschaft und ihren Trainer hart getroffen. Härter als sie es sich vielleicht selbst eingestehen möchten.

Rune Jarstein der langjährige verlässliche Torhüter möchte möglichst in der Winterpause weg. Dann steht Hertha ohne erfahrenen zweiten Torhüter da. Ob Cunha sich Hertha weiter antut bezweifele ich auch. Der Vertrag mit ihm wurde, so glaube ich, nicht ohne Hintergedanken schnell um ein weiteres Jahr verlängert. Was darauf hindeutet, dass die Ablösesumme attraktiver wird. Schon im Sommer gab es einige Interessenten für ihn. Sollte er tatsächlich bis Saisonende hier bleiben, so ist er im Sommer mit Sicherheit weg. Einige Talente murren, da man teure Spieler einkaufte und sie dadurch kaum Einsatzmöglichkeiten haben.

Ich glaube Hertha steht ein heißer Herbst und Winter ins Haus.

Moment mal: Die AfD verbieten?

Aus dem Mund des CSU Landesgruppenchefs A. Dobrindt hört sich das etwas merkwürdig an. Er möchte, dass die AfD nach den Vorkommnissen des letzten Mittwochs verboten wird. Klar auch ich bin der Meinung, dass diese Partei mehr als ein politisches Ärgernis darstellt, jedoch sind dem Verbot von Parteien hohe Hürden gesetzt.

Schon das angestrebte Verbot der NPD ging des Öfteren knallig in die Hose. Verboten ist die Partei bis heute nicht. Es wurde nur ihre relative Einflussnahme festgestellt. Das scheint mir, war jedoch ein Fehler der Justiz.

Aber egal es geht hier nicht um die NPD, sondern um das von A. Dobrindt ins Gespräch gebrachte Verbot der AfD. Teile der Partei werden vom Verfassungsschutz beobachtet. Das jedoch geschah auch mit Mitgliedern der LINKEN.

Auch von LINKEN verlangte man immer wieder sich von Gewalttaten autonomer Gruppen zu distanzieren. Was die Partei stets ablehnte. Und zu recht finde ich. So kann man auch der AfD nicht jede ausartende Demo zur Last legen und verlangen, sie soll sich davon distanzieren. So viel demokratisches Verständnis sollte man, auch wenn man wie ich, klar gegen die AfD ist, aufbringen.

Jedoch für die Vorkommnisse vom Mittwoch im Deutschen Bundestag, ist die AfD vollumfänglich verantwortlich. Dass A. Gauland am Donnerstag sich für die Vorkommnisse vor dem Bundestag entschuldigt macht es fast noch schlimmer. Er soll doch nicht so tun, als habe man nicht gewusst wie es kommen würde, wenn AfD-Mitglieder rechte Glaubensbrüder in den Bundestag einschleusen. Ja einschleusen nenne ich das und nicht wie Herr Gauland, einladen. Die vorgetragene Entschuldigung kam somit einer erneuten Verhöhnung des Bundestages gleich und sollte als solche auch gewertet werden. Von nun an, kann kein Abgeordneter mehr sicher sein, dass er nicht in den Gängen des Reichstages von Rechten angepöbelt wird oder noch schlimmeres geschieht.

Das war ein abgekartetes Spiel der AfD mit rechten Gewalttätern. Das sollte man auch in dieser Deutlichkeit schreiben. Doch für ein Verbot der AfD reicht es eben nicht. Auch wenn ich kein Jurist bin, sehe ich hierfür wenig bis keine Chance. Jedoch sollten juristische Schritte gegen die eingeleitet werden die das zu verantworten haben. Und hoffentlich werden sie entsprechen hat bestraft.

Dann kann Herr Gauland sich wieder mit seiner bittersüßen Mine vor die Mikrofone stellen und sich und seine Partei als Opfer darstellen. Ich jedenfalls verstehe jetzt den Satz des Herrn Gauland, den er nach der letzten Bundestagswahl sagte, „wir werden sie jagen“. Dabei dachten viele wohl an demokratische und keine kriminellen Mittel.

Vor dem 8. Spieltag

Das erfreulichste vorweg, bis März 2021 gibt es keine Länderspielunterbrechungen mehr. Das mag man bedauern, nachdem die deutsche Nationalelf gerade so gut in Schwung war, ist aber so. 😀 😀

Morgen gibt es in München die Begegnung des FC Bayern München gegen den SV Werder Bremen. Am Ausgang dieses Spieles dürfte es keine Zweifel geben. Oder doch? Es sei daran erinnert, die Bremer verloren bisher nur ein Spiel.

Borussia Mönchengladbach trifft im heimischen Stadion auf den FC Augsburg und sollte Favorit sein. Bei Elfmetern gegen sich muss es BMG nicht bange sein. Sie haben einen Elfmeterkiller im Kasten.

1899 Hoffenheim scheint sich von dem Heimsieg gegen die Bayern noch nicht so recht erholt zu haben. Ob es gegen die gut in die Saison gestarteten Stuttgarter zu einem neuerlichen Heimsieg reichen wird? Wenn nicht wird das Murren wohl lauter werden in Sinsheim.

Schalke 04 empfängt den VfL Wolfsburg und hofft dabei auf den ersten Dreier der neuen Saison. Ja, seit wann eigentlich? Kann sich noch jemand daran erinnern? Doch der VfL Wolfsburg hat halt noch kein Spiel verloren in dieser Saison. Jedoch schon 5 Unentschieden auf dem Konto.

Außenseiter ist die Mannschaft von Arminia Bielefeld gegen den Gast aus Leverkusen. Auch der hat noch kein Spiel in dieser Saison verloren.

Um 18:30 Uhr treffen dann Eintracht Frankfurt und RB Leipzig aufeinander. Der Ausgang dieses Spiels ist für mich völlig offen.

Und um 20:30 Uhr ist im Berliner Olympiastadion Borussia Dortmund zu Gast. Natürlich ist der BVB klarer Favorit gegen eine sich langsam findende Hertha. In den letzten Spielen trat Hertha ganz anders auf als anfangs der Saison. Doch die Länderspielpause dürfte eher wieder hinderlich gewesen sein. Klar mit dem Problem müssen auch andere Mannschaften fertig werden. Nur keine Mannschaft musste solch einen Umbruch verkraften wie Hertha. Ich bin gespannt auf das Spiel und als ich diese Zeilen tippte, wusste ich noch nicht einmal, ob alle Spieler in Berlin zurück sind und ob sie gesund zurückkehrten oder Quarantäne-Maßnahmen eingeleitet wurden. Übrigens entfällt aus diesem Anlass die „Blaue Stunde“ auf https://laut.fm/songsauszweijahrhunderten am heutigen Abend. Dafür gibt es am morgigen Sonnabend eine Livesendung von 21:00-23:00 Uhr mit Zwischenergebnissen aus dem Olympiastadion.

Am Sonntag empfängt der SC Freiburg die bisher sieglosen Mainzer. Auch wenn es bei den Breisgauern im Moment auch nicht so gut läuft, könnten die drei Punkte doch im Dreisamstadion bleiben.

Am Sonntag um 18:00 Uhr empfängt dann der FC Köln zum Abschluss des Spieltages Union Berlin. Union hat arge Probleme mit verletzten Spielern und ich bin gespannt ob sie die Ausfälle am Sonntag in Köln verkraften können.

Lassen wir uns also überraschen wie die Spiele ausgehen. Meist kommt es eh ganz anders, als man dachte.

Aufgelesen


Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fresse halten.

Ein Spruch, den Dieter Nuhr vor einigen Jahren sagte.

Dumm nur, dass er selbst, sich nicht an diesen Spruch hält, wie seine merkwürdigen Aussagen über das Buch von Alice Hasters, „Was weiße Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten“, zeigen.

Und möchtest du nicht zeugen …

… so machen wir dich kalt!

So einfach ist das für den Zoo-Direktor von Nürnberg. Er beruft sich auf den Artenschutz und möchte den zeugungsunwilligen Löwen Subali killen lassen. Dabei ist der Löwe nicht zeugungsunfähig, wie man erst vermutete. Nein er hat auf die Löwin einfach keinen Bock.

Vielleicht sollte man ihn in die nächste Lammkeule eine Viagra reinstecken und das „Problem“ des Direktors wäre gelöst. Mal ehrlich, ein Tier so einfach umbringen weil es nicht in den Zeugungsplan eines Zoos passt oder sich nicht vorschreiben lässt, wann er Lust zu haben hat, ist mehr als verwerflich. Und die Frage sei erlaubt was diesen Zoodirektor zu seinem Beruf befähigt. Einfühlungsvermögen in Tiere kann es nicht sein. Wahrscheinlich nur knallhartes Management egal wie es den Tieren dabei geht.

Die Argumentation des Direktors im nachfolgenden Filmbericht finde ich sehr dünn.