Aus dem Kiez:

Die Berliner Tiertafel braucht ein neues Quartier


Tiere sind des Menschen beste Freunde und bringen viel Freude in unser Leben. Doch wie schnell kann aus einer glücklichen Mensch-Tier Beziehung ein Problem werden. Ob durch Krankheit, Arbeitsverlust oder Scheidung, die Gründe dafür, dass Menschen in finanzielle Not geraden können, sind vielfältig und bedeuten oftmals einen tiefen Einschnitt in die Beziehung zwischen Mensch und Tier. Schnell kann der Hund, die Katze oder andere Haustiere zu einem kaum zu lösenden finanziellen Problem werden. Denn Tiere brauchen Futter und können auch mal krank werden.

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Das Haustier ist oftmals einer der letzten sozialen Kontakte den die in Not geratenen Menschen haben. Um diese Not abzufangen, gibt es in Berlin die „Berliner Tiertafel e. v.“. Hier können sich Menschen, die in Not gerieten, helfen lassen. Ob nun mit Futter, Spielzeug oder sonstigem Zubehör es gibt alles für die Tiere. Seit nunmehr sieben Jahren kümmern sich in der Mörikestraße in Berlin-Treptow ehrenamtliche Mitarbeiter um die Menschen und ihre Tiere. Seit fast einem Jahr wird die Einrichtung unter dem Namen „Berliner Tiertafel e. v.“ geführt.  Ca. 200 bis 250 Menschen werden alle 14 Tagen am Sonnabend mit dem versorgt, was ihre Tiere benötigen. Voraussetzung dafür ist, dass die Tiere schon im Haushalt waren, bevor es zum finanziellen Engpass kam.

Im Foto unten sieht man den Empfang. Hier werden die Formalitäten erledigt.
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Für jedes Tier wird für die Ausgabestelle ein Formular ausgefüllt, um sicherzustellen, dass die Tiere auch das bekommen was sie benötigen.
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Alle 2 Wochen können jeweils am Donnerstag Spenden für die Tiere abgegeben werden. Am Sonnabend erfolgt die Ausgabe an die Tiere. Das jeweilige Datum findet man auf der Website der Tiertafel. Diese ist hier unter „Berliner Tiertafel e. v.“ verlinkt.
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Die ehrenamtlichen Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun, um die Tiere zu versorgen. Außerdem werden in dem Gebäude in der Mörikestraße die Tiere auch tierärztlich versorgt. 50 Prozent der Behandlungskosten müssen von den Besitzern aufgebracht werden. Die anderen 50 Prozent werden über Spenden abgedeckt.

Nun sind die Helfer der Tiere und der bedürftigen Menschen selbst in Not geraten. Sie müssen das Gebäude Ende des Jahres verlassen und suchen dringend ein Gebäude in dem sie ihre Arbeit fortsetzen können. Bei der Suche ist man nicht auf einen Bezirk fixiert. Wichtig ist nur, dass der neue Standort gut erreichbar ist. Natürlich ist der finanzielle Rahmen der Tiertafel begrenzt.


Der Standort Mörikestraße ist mit den Bussen 166, 170 und 265 gut erreichbar, barrierefrei  und der S-Bahnhof Baumschulenweg ist auch in der Nähe. Schön wäre es, wenn der neue Standort ähnlich gut erreichbar wäre.


Ich wünsche dem engagierten Team der Tiertafel, dass sie ein adäquates Quartier bis zum Ende des Jahres finden, um ihre wertvolle Arbeit fortsetzen zu können.


Als ich die Tiertafel besuchte traf ich auf ein Geburtstagskind. Bruno wurde 10 Jahre alt und natürlich lies es sich Frau Timm vom Vorstand nicht nehmen, dem Jubilar zu gratulieren. Ich hoffe, wir können der Tiertafel am Ende des Jahres zu einer neuen Heimat gratulieren.

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