Moment mal: Was nun?

Der bayerische Ministerpräsident hat der Bundeskanzlerin mit dem Gang nach Karlsruhe gedroht, er verlangt Transitzonen für Flüchtlinge, er hatte ihr ein Ultimatum bis Sonntag gestellt und es verging eigentlich kein Tag, an dem er die Flüchtlingspolitik der Kanzlerin nicht in aller Schärfe angegriffen hat.

Die SPD mit ihrem Vizekanzler lehnte die Forderungen aus München kategorisch ab und so war ich auf das Gipfeltreffen und dessen Ausgang am vergangenen Sonntag gespannt. Gabriel verlies es nach 2 Stunden und war wohl sichtlich genervt. Die Kanzlerin und der bayerische Ministerpräsident einigten sich auf Transitzonen. Diese hatte die Bundeskanzlerin noch vor Wochen als wenig hilfreich verworfen. Und nun ging sie wieder vor dem bayerischen Ministerpräsidenten in die Knie. Wie beim Betreuungsgeld und der Maut kapituliert sie vor der bayerischen CSU.

Somit hat die Bundeskanzlerin sich geschickt aus einer verzwickten Situation gerettet, jedenfalls vorläufig. Sie spielt den Ball an die SPD weiter die nun sehen muss, wie sie aus der Geschichte wieder rauskommt. Hätte Gabriel vor dem Treffen den Mund nicht so voll genommen und ruhig zugeschaut wie sich CDU und CSU gegenseitig in die Pfanne hauen, stünde er und die SPD jetzt viel besser da.

Die Bundeskanzlerin wurde noch vor Kurzem als die mächtigste Frau der Welt, jedenfalls von der Jubelpresse, hofiert. Mittlerweile scheint es hat sie gar nichts mehr zu sagen. Die Musik der Regierung wird in Bayern komponiert und nach dem Taktstock des Ministerpräsidenten gespielt.

Es wäre hilfreich, wenn die Bundesrepublik eine handlungsfähige Regierung hätte, die die Probleme anpackt. Leider wird in Berlin nur noch ein Kaspertheater aufgeführt. Ob das auf Dauer gut geht? Ich wage das zu bezweifeln.

November-Blues?

Habt ihr schon den November-Blues? Wohl kaum, denn wie der Oktober endete so geht der November weiter. Herrliches Wetter hat uns auch heute wieder in die Berliner Umgebung gelockt. Eigentlich wollte ich keine Herbstfotos mehr machen. Doch die Farbenpracht hatte mich dann doch wieder überwältigt.

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