Immer mehr Ratlosigkeit macht sich breit

Was sagt uns das, wenn Politiker an Lichtmasten hängen? Also um genau zu sein die Plakate mit den Fotos von Politikern? Wenn an Kreuzungen Wahlplakate stehen und einem die Sicht in die Seitenstraße nehmen? Ja es ist Wahlk(r)ampfzeit. Was haben wir in Berlin nur verbrochen, dass wir am 18. September wieder die wählen werden, die wir eigentlich überhaupt nicht wollen? Ich kann doch Kreuze machen, wo immer ich möchte, ich wähle wahrscheinlich genau den, den ich nicht im Amt haben möchte.

Nanu wie soll das gehen werden sich jetzt einige fragen? Ganz einfach, der jetzige Senat besteht aus einer SPD/CDU Koalition und hat sich in den letzten Jahren mehr durchgewurschtelt als regiert. Der Flughafen BER und das LAGESO sind mittlerweile das „Aushängeschild“ für die Unfähigkeit des Senates in der gesamten Republik und das sind nur 2 Beispiele, die man beliebig fortsetzen könnte. Nun steht man vor der Wahl, welche Partei wählt man nun, damit sich etwas ändert in dieser Stadt? Und schon bin ich ratlos. Die CDU, deren Senatoren sich durch völliges Versagen auszeichneten? Die einen Innenminister und Justizsenator stellen von denen man meint, dass sie die letzten 5 Jahre nicht in dieser Stadt lebten? Anders kann man sich die plumpen Äußerungen des Innensenators kaum erklären. Die CDU ist also für mich nicht wählbar. Gut das war sie noch nie, jedoch die heutige Berliner CDU gibt ein geradezu erbärmliches Bild ab. Die SPD mit einem Regierenden Bürgermeister, der bisher überhaupt nichts auf die Reihe brachte? Die sich scheut auf einigen Wahlplakaten überhaupt das Parteilogo abzubilden und mit „Müller Berlin“ glaubt, politische Argumente zu liefern? Nein auch nicht wählbar, so sehr es mich schmerzt, was aus dieser Partei geworden ist. Ja was bleibt nun? Die GRÜNEN nein danke, die LINKE ebenso nein danke. Denn wähle ich eine dieser Parteien so wähle ich letztendlich wieder den bisherigen Regierenden Bürgermeister ins Amt. Denn es deutet vieles auf eine Dreierkoalition, bestehend aus SPD/GRÜNEN und LINKEN hin.

Also wähle ich eine Splitterpartei? Nein das wäre dann völliger Quatsch und wer nun meint ich hätte die AfD vergessen, der hat recht. Diese Partei ist zum vergessen und wird hoffentlich in einigen Jahren vergessen sein. Für mich überhaupt nicht wählbar.

So bleibt mir nur die vage Hoffnung, dass ich noch zu einer Alternativlösung komme. Es wird jedoch sehr schwer werden, sie zu finden.

6 Kommentare zu “Immer mehr Ratlosigkeit macht sich breit

  1. nana sagt:

    Ist es nicht ein Dilemma? Mir geht es so wie Dir. Ich weiß zwar sicher, welche Partei(en) für mich unwählbar sind. Aber wo kann ich mein Kreuz machen?

    Da sind zwei Parteien gemeinsam seit einigen Jahren die Berliner Regierungsparteien und gerade die tun nun so, als ob sie aus der Opposition heraus in den Wahlkampf zögen. Vor allem beim Herrn Innensenator fällt das auf. Aber auch die SPD-Plakate mit ihren „Berlin bleibt …“ Halbsätzen empfinde ich inzwischen als regelrecht zynisch.

    Dass ich die Rassisten und Dummschwätzer von der AfD für nicht wählbar halte, dürfte klar sein. Grüne sind mir zu unentschieden, wissen die überhaupt selbst noch, wofür sie stehen? Die Piraten haben sich zerrieben, „Die Partei“ finde ich zwar großartig, ist aber eher nur Spaß.

    Ja, ich habe die Linke(n) unerwähnt gelassen, zu denen fällt mir leider gar nichts ein.

    Und nun? Wahl-O-Mat sagt, ich soll die „Berg-Partei“ wählen, die gibts aber nur in Fhain/XBerg. 😉

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  2. christahartwig sagt:

    Ich habe auch nur mit den Zähnen geknirscht, als ich kürzlich die Wahlbenachrichtigung erhielt. Und natürlich MUSS man auf jeden Fall wählen – wenn auch ohne Hoffnung, dass sich etwas zum Besseren ändert, so doch, damit es sich (hoffentlich!) nicht zum Schlechteren ändert. Es lebe der Stillstand! Ich habe mich sogar auf die Plattform Abgeordnetenwatch begeben, um vielleicht etwas Erhellendes über die Kandidaten in meinem Wahlkreis zu erfahren. Dabei stellte sich heraus, dass der CDU-Kandidat der Einzige war, der auf die Fragen von Wählern überhaupt geantwortet hatte. Ach, ist das alles deprimierend …

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