Die Überraschung

Als wir gestern den Wetterbericht anschauten, war er für Berlin eher langweilig. Wenn überhaupt sollte uns eventuell etwas Regen streifen. Der Wetterbericht kam um 19:27 Uhr und ca. 2 ½ Stunden später setzte in der Stadt ein erheblicher Schneefall ein. Wenn sich solch ein Schneegebiet der Stadt nähert, sollten es Meteorologen eigentlich mitbekommen.

Na egal es animierte uns zu einem längeren Spaziergang im Wald vor unserer Haustüre. Und unsere Hunde tobten im Schnee umher als hätten sie dieses Jahr noch keinen gesehen.

Ein paar Fotos machte ich auch noch.

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Am grünen Strand der Spree? Na so grün ist es im Moment dort nicht.

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Und das Riesenrad wartet auf bessere Tage.

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Moment mal: Der Hoffnungsträger?

Hurra sie leben noch …, selten in den letzten 10-15 Jahren, sah ich solch eine Stimmung in der SPD. Es scheint als würde Martin Schulz der arg angeschlagenen Partei eine neue Hoffnung geben.

Natürlich weiß er, wissen es die Parteispitze, dass der ersten Euphorie nun auch Taten und ein Wahlprogramm der Abschottung gegenüber der CDU/CSU folgen müssen. Sonst kann die erste Euphorie schnell wieder in einer tiefen Depression enden und damit kennen sich die Sozialdemokraten bestens aus. Wie oft wurden Spitzenkandidaten innerparteilich zerfledert? Wie oft gab es hoffnungsvolle, jedenfalls in den Augen der SPD, Kanzlerkandidaten? Jeder Ministerpräsident, der eine Landtagswahl gewinnen konnte, wurde sofort als potenzieller Kanzlerkandidat gehandelt. Nur einer wollte es nie sein, Sigmar Gabriel.

Und schon knattert es im Blätterwald. Wo sind denn die gravierenden Unterschiede zu der Bundeskanzlerin? Er selbst meinte dazu und das völlig passend, dass die Bundeskanzlerin ja auch mehr sozialdemokratische Politik macht.

Damit hat sie und das ist jetzt meine Interpretation der SPD Stimmen abgejagt jedoch auch dafür den Preis eines Erstarkens populistischer Kräfte also der AfD in kauf genommen. Hier spricht Martin Schulz zumindest klar Kante. „Die AfD ist eine Schande für Deutschland“. So sagte er es in einem Interview. Das werden Wähler und Wählerinnen der AfD anders sehen, jedoch redet er nicht wie andere um den heißen Brei herum. Oder, was ich noch schlimmer finde, biedert sich AfD-Wählern an wie z. B. der bayerische Ministerpräsident, der die AfD am liebsten rechts überholen würde.

Natürlich findet seine Aussage, dass er die SPD zu einem Wahlsieg führen möchte und selbst der nächste Kanzler der Bundesrepublik sein möchte, vielerorts hämisches Gelächter. Doch was soll ein Kandidat denn anderes sagen? Soll er sagen ich freue mich, wenn wir 23 Prozent erreichen? Er muss die Partei mitnehmen, er muss alle Kräfte mobilisieren und versuchen, dass die Partei geschlossen hinter seiner Strategie steht. Das wird schwer genug werden und nur dann hat die SPD eventuell die Chance, ein respektables Wahlergebnis zu erreichen.

Vor allem wenn es ihr gelingen sollte, ihre durchaus gute Arbeit in der jetzigen Regierung den Wählerinnen und Wählern nahe zu bringen.

Es ist vielleicht die letzte Chance den Niedergang der Sozialdemokraten zu stoppen und die SPD tut gut daran, sie zu nutzen.

Ein schöner Wintertag

Auch der gestrige Sonntag brachte uns nochmals einen wunderschönen Wintertag. Während es in der Innenstadt Berlins keinen Schnee mehr gibt, waren wir doch sehr überrascht, dass es an der Grenze zu Brandenburg noch teilweise reichlich Schnee gab.

Wir hatten wenig Lust eine größere Fahrt zu machen und glaubten, dass es bei diesem herrlichen Wetter ohnehin überall sehr voll sein wird. Deshalb fuhren wir in die Müggelheimer Berge. Sie grenzen an Brandenburg gehören jedoch noch zu Berlin. Und wir staunten nicht schlecht. Ein total vereister Parkplatz erwartete uns und im Wald lag teilweise noch reichlich Schnee. Das hat unsere Schneehasen natürlich sehr erfreut. Jedoch mussten sie meist an der Leine laufen, da sehr viel Wild im Wald war. Wir sahen zwei Füchse unsere Hunde verfolgten an der Laufleine allerdings einen Wildpfad nach dem anderen. Und wären sie frei laufend gewesen, so wäre die Hündin wohl einigen dieser Spuren freudigst gefolgt.

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Hat er eigentlich noch Probezeit?

Es ist eine gute Tradition einem neuen Regierungschef oder einer neuen Regierung 100 Tage Zeit zu geben, um sich an das Amt zu gewöhnen. Wie soll man es jedoch halten, wenn ein Regierungschef innerhalb einer Woche glaubt, sein Land völlig umkrempeln zu müssen?

Wenn ein Präsident, der vorher niemals ein politisches Amt ausübte, glaubt er sei der, der alleine weiß was gut und was schlecht für sein Land ist? Kann man hier die 100tagefrist gelten lassen? Darf man nicht zu kritisch mit ihm umgehen? Zugegeben eine heikle Frage. Fast niemand konnte Donald Trump einschätzen und viele hatten gehofft, dass seine Wahlauftritte eben nur heißer Rauch waren und er als Präsident mehr Zurückhaltung üben würde.

Dieser Hoffnung wurde man schon in der ersten Woche seiner Amtszeit beraubt. Er poltert als Präsident des wohl mächtigsten Landes der Welt genau so los, wie im Wahlkampf. Jede seiner bisherigen Unterschriften unter irgendwelche Dekrete wurde in den Nachrichtensendungen gebracht. Ich warte nur auf den Tag, an dem sie live in aller Welt gezeigt werden. Noch nie habe ich, und ich habe wahrlich einige Präsidenten der USA kommen und gehen sehen, amerikanische Präsidenten so häufig hinter einem Schriftstück, dass er gerade unterschreibt, im Fernsehen gesehen.

Wahrscheinlich, weil sie diese Art der Publicity nicht brauchten. Ja er macht es einem nicht leicht sich nicht abfällig über ihn und seine „Politik“ zu äußern. Wie soll man erklären, dass er eine Mauer hochziehen möchte, um die USA gegen Mexiko abzuschotten und von Mexiko verlangt diese Mauer zu bezahlen? Ist das einfach genial oder dummdreist? Ehrlich da bin ich mir noch nicht einig.

Wie soll man sein neustes Dekret bewerten, welches Muslime praktisch die Einreise in die USA verwehrt? Ein Land das wesentlich für das, was im Nahen Osten gerade geschieht, mit seiner verfehlten Politik schuld ist, schottet sich ab und stielt sich aus der Verantwortung? Gleichzeitig rügt Trump die Bundeskanzlerin für ihre verfehlte Flüchtlingspolitik? Mit anderen Worten, Europa muss mit der durch eine völlig aus dem Ruder gelaufen Nahostpolitik der USA und der daraus resultierenden Flüchtlingsfrage allein fertig werden. So billig sollte man die USA hier nicht davon kommen lassen und dem Präsidenten Trump erklären, welche Politik u. a. zu dem Desaster im Nahen Osten führte.

Nun als Fazit der ersten Woche bin ich der Meinung, wenn er so weitermacht, wird es nur Verlierer geben und er wird als der Präsident in die Geschichte der USA eingehen, der das was in 70 Jahren aufgebaut wurde, wegen billiger Polemik zerstörte.

Und um dies zu beurteilen, reichen, so befürchte ich, weniger als 100 Tage.

 

 

Ein Ausflug nach Beeskow

War das gestern wieder ein herrlicher Wintertag? Strahlender Sonnenschein von einem azurblauen Himmel. Ein Tag für einen Ausflug wie geschaffen. Also suchten wir erst einmal einen Platz, auf dem sich unsere Hunde austoben konnten und dann ging es ab.

Wohin da hatten wir keinen rechten Plan und so ging es erst einmal auf die Autobahn. Ein Ziel wird sich schon finden. Getreu dem Motto, lass dich überraschen. Und siehe da nach einer ca. 1stündigen Fahrzeit landeten wir in Beeskow. Es ist ein kleines Städtchen ca. 70-80 km von Berlin entfernt. Als wir die alte Stadtmauer sahen, war klar, hier halten wir an und sehen uns mal um.

Und es sollte sich lohnen, auch wenn uns ein Blick in die Kirche verwehrt blieb, sie wird offenbar renoviert, auch so ist Beeskow einen Ausflug wert. Eine sehr gut erhaltene, wenn auch nicht mehr komplett vorhandene Stadtmauer faszinierte mich sofort. Ein Spazierweg am grünen Strand der Spree kam bei unseren Hunden gut an und die Altstadt hat uns sehr gut gefallen. So blieben wir länger in dieser hübschen kleinen Stadt, als wir es eigentlich vorhatten.

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Das ist das älteste Haus von Beeskow. Es wurde 1487 als Vorratsscheune erbaut und später bewohnbar gemacht.

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In Berlin erwartete uns ein schöner Sonnenuntergang, als sich unsere Hunde nochmals auf einer Freifläche austoben konnten.

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Fast vergessene Songs

Nein der heutige Song ist, so glaube ich, alles andere als vergessen. Er war einer der Rocksongs der 60er Jahre und wurde auch von uns gespielt. Ich hatte ja schon des Öfteren geschrieben, dass ich damals in einer Band spielte.

Eric Burdon und die Animals landeten mit dem Song „The House of the Rising Sun“ einen ihrer größten Hits. Leider bestand auch diese Band nicht sehr lang. Schon 1966 krachte es und Eric Burdon nahm danach eine Solo-LP auf. Er hatte schnell eine neue Band gegründet The New Animals. Doch auch diese löste sich 1969 endgültig auf. Jedoch die großen Hits bleiben und der o. g. ist einer davon.

Jemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten

Während Walter Ulbricht es damals vehement abstritt eine Mauer gegen den „imperialistischen Westen“ errichten zu lassen scheint es nun noch eine neue Mauer zu geben.

Der amerikanische Präsident Trump bekräftigte erneut eine Mauer zwischen Mexiko und den USA zu errichten. Ja die Großmacht muss sich schützen. Muss sich schützen vor armen Menschen die in dem einstmaligen Land der unbegrenzten Möglichkeiten eine Chance sehen Arbeit und Lohn zu bekommen.

Aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten scheint, so ist jedenfalls mein Eindruck, ein Land des begrenzten Horizontes zu werden.