Hat er eigentlich noch Probezeit?

Es ist eine gute Tradition einem neuen Regierungschef oder einer neuen Regierung 100 Tage Zeit zu geben, um sich an das Amt zu gewöhnen. Wie soll man es jedoch halten, wenn ein Regierungschef innerhalb einer Woche glaubt, sein Land völlig umkrempeln zu müssen?

Wenn ein Präsident, der vorher niemals ein politisches Amt ausübte, glaubt er sei der, der alleine weiß was gut und was schlecht für sein Land ist? Kann man hier die 100tagefrist gelten lassen? Darf man nicht zu kritisch mit ihm umgehen? Zugegeben eine heikle Frage. Fast niemand konnte Donald Trump einschätzen und viele hatten gehofft, dass seine Wahlauftritte eben nur heißer Rauch waren und er als Präsident mehr Zurückhaltung üben würde.

Dieser Hoffnung wurde man schon in der ersten Woche seiner Amtszeit beraubt. Er poltert als Präsident des wohl mächtigsten Landes der Welt genau so los, wie im Wahlkampf. Jede seiner bisherigen Unterschriften unter irgendwelche Dekrete wurde in den Nachrichtensendungen gebracht. Ich warte nur auf den Tag, an dem sie live in aller Welt gezeigt werden. Noch nie habe ich, und ich habe wahrlich einige Präsidenten der USA kommen und gehen sehen, amerikanische Präsidenten so häufig hinter einem Schriftstück, dass er gerade unterschreibt, im Fernsehen gesehen.

Wahrscheinlich, weil sie diese Art der Publicity nicht brauchten. Ja er macht es einem nicht leicht sich nicht abfällig über ihn und seine „Politik“ zu äußern. Wie soll man erklären, dass er eine Mauer hochziehen möchte, um die USA gegen Mexiko abzuschotten und von Mexiko verlangt diese Mauer zu bezahlen? Ist das einfach genial oder dummdreist? Ehrlich da bin ich mir noch nicht einig.

Wie soll man sein neustes Dekret bewerten, welches Muslime praktisch die Einreise in die USA verwehrt? Ein Land das wesentlich für das, was im Nahen Osten gerade geschieht, mit seiner verfehlten Politik schuld ist, schottet sich ab und stielt sich aus der Verantwortung? Gleichzeitig rügt Trump die Bundeskanzlerin für ihre verfehlte Flüchtlingspolitik? Mit anderen Worten, Europa muss mit der durch eine völlig aus dem Ruder gelaufen Nahostpolitik der USA und der daraus resultierenden Flüchtlingsfrage allein fertig werden. So billig sollte man die USA hier nicht davon kommen lassen und dem Präsidenten Trump erklären, welche Politik u. a. zu dem Desaster im Nahen Osten führte.

Nun als Fazit der ersten Woche bin ich der Meinung, wenn er so weitermacht, wird es nur Verlierer geben und er wird als der Präsident in die Geschichte der USA eingehen, der das was in 70 Jahren aufgebaut wurde, wegen billiger Polemik zerstörte.

Und um dies zu beurteilen, reichen, so befürchte ich, weniger als 100 Tage.

 

 

Es geht um die Wurst

Na ja es geht auch darum, wie sehr die Wursterzeugung den Wasserverbrauch beeinflusst. Aber alles halb so schlimm es darf nur nicht mehr werden, oder? Wir haben ja zum Glück noch „unsere“ Minister, oder so. Ach ja *Ironie aus*.