Moment mal: Der Hoffnungsträger?

Hurra sie leben noch …, selten in den letzten 10-15 Jahren, sah ich solch eine Stimmung in der SPD. Es scheint als würde Martin Schulz der arg angeschlagenen Partei eine neue Hoffnung geben.

Natürlich weiß er, wissen es die Parteispitze, dass der ersten Euphorie nun auch Taten und ein Wahlprogramm der Abschottung gegenüber der CDU/CSU folgen müssen. Sonst kann die erste Euphorie schnell wieder in einer tiefen Depression enden und damit kennen sich die Sozialdemokraten bestens aus. Wie oft wurden Spitzenkandidaten innerparteilich zerfledert? Wie oft gab es hoffnungsvolle, jedenfalls in den Augen der SPD, Kanzlerkandidaten? Jeder Ministerpräsident, der eine Landtagswahl gewinnen konnte, wurde sofort als potenzieller Kanzlerkandidat gehandelt. Nur einer wollte es nie sein, Sigmar Gabriel.

Und schon knattert es im Blätterwald. Wo sind denn die gravierenden Unterschiede zu der Bundeskanzlerin? Er selbst meinte dazu und das völlig passend, dass die Bundeskanzlerin ja auch mehr sozialdemokratische Politik macht.

Damit hat sie und das ist jetzt meine Interpretation der SPD Stimmen abgejagt jedoch auch dafür den Preis eines Erstarkens populistischer Kräfte also der AfD in kauf genommen. Hier spricht Martin Schulz zumindest klar Kante. „Die AfD ist eine Schande für Deutschland“. So sagte er es in einem Interview. Das werden Wähler und Wählerinnen der AfD anders sehen, jedoch redet er nicht wie andere um den heißen Brei herum. Oder, was ich noch schlimmer finde, biedert sich AfD-Wählern an wie z. B. der bayerische Ministerpräsident, der die AfD am liebsten rechts überholen würde.

Natürlich findet seine Aussage, dass er die SPD zu einem Wahlsieg führen möchte und selbst der nächste Kanzler der Bundesrepublik sein möchte, vielerorts hämisches Gelächter. Doch was soll ein Kandidat denn anderes sagen? Soll er sagen ich freue mich, wenn wir 23 Prozent erreichen? Er muss die Partei mitnehmen, er muss alle Kräfte mobilisieren und versuchen, dass die Partei geschlossen hinter seiner Strategie steht. Das wird schwer genug werden und nur dann hat die SPD eventuell die Chance, ein respektables Wahlergebnis zu erreichen.

Vor allem wenn es ihr gelingen sollte, ihre durchaus gute Arbeit in der jetzigen Regierung den Wählerinnen und Wählern nahe zu bringen.

Es ist vielleicht die letzte Chance den Niedergang der Sozialdemokraten zu stoppen und die SPD tut gut daran, sie zu nutzen.

Ein schöner Wintertag

Auch der gestrige Sonntag brachte uns nochmals einen wunderschönen Wintertag. Während es in der Innenstadt Berlins keinen Schnee mehr gibt, waren wir doch sehr überrascht, dass es an der Grenze zu Brandenburg noch teilweise reichlich Schnee gab.

Wir hatten wenig Lust eine größere Fahrt zu machen und glaubten, dass es bei diesem herrlichen Wetter ohnehin überall sehr voll sein wird. Deshalb fuhren wir in die Müggelheimer Berge. Sie grenzen an Brandenburg gehören jedoch noch zu Berlin. Und wir staunten nicht schlecht. Ein total vereister Parkplatz erwartete uns und im Wald lag teilweise noch reichlich Schnee. Das hat unsere Schneehasen natürlich sehr erfreut. Jedoch mussten sie meist an der Leine laufen, da sehr viel Wild im Wald war. Wir sahen zwei Füchse unsere Hunde verfolgten an der Laufleine allerdings einen Wildpfad nach dem anderen. Und wären sie frei laufend gewesen, so wäre die Hündin wohl einigen dieser Spuren freudigst gefolgt.

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