Konstruktiv und angenehm?

Es begann mit einem Schneesturm, der an der Ostküste der USA tobte. Übrig geblieben ist eine frostige Atmosphäre.

Konstruktiv und in angenehmer Atmosphäre wird ein Gespräch zwischen Regierungschefs meist beschrieben, wenn man sich kaum näher kam. Genau das wurde über die Gespräche zwischen der Bundeskanzlerin und dem amerikanischen Präsidenten gesagt. Interessant war die Mimik der Kanzlerin, die mich sehr an ihr Treffen mit dem bayerischen Ministerpräsidenten Seehofer vor einigen Wochen erinnerte. Da waren ihr Blicke ähnlich kühl.

Wenn ich die Medienmeldungen analysiere, so komme ich für mich zu folgendem Ergebnis. Der amerikanische Präsident glaubt, ein Land kann man leiten wie eine Firma. Er kommt, so glaube ich, überhaupt nicht auf den Gedanken, dass hier auch andere Staatschefs mitreden und im eigenen Land eben auch der Senat, das Repräsentantenhaus und Richter.

Mag sein, dass ich es falsch einschätze, jedoch komme ich mehr und mehr zu der Auffassung, der amerikanische Präsident hat von Außenpolitik kaum eine Ahnung. Ja er scheint von Politik und deren Gepflogenheiten ebenso wenig Ahnung zu haben. Es macht sich bereits jetzt, so meine Einschätzung, bemerkbar, dass er nie ein politisches Amt innehatte.

In Anbetracht der derzeitigen sensiblen Lage ist das nicht beruhigend. Besonders dann nicht, wenn man den Präsidenten wegen seiner Wankelmüdigkeit schlecht einschätzen kann.

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