Tschüss Marcelinho!

555Sein Samba wurde von 2001-2006 im Olympiastadion gefeiert. Er begeisterte nicht nur seinen Friseur der im oftmals neue Haarschnitte und Haarfarben kreierte, sondern er begeisterte die Fans mit seiner Fußballkunst. Ja er war der Liebling der Massen.

Nun 11 Jahre nach seinem Abschied von Hertha BSC hängt der nunmehr 41-jährige brasilianische Fußballzauberer seine Fußballschuhe endgültig an den Nagel. Doch einen Wunsch wollte er sich noch erfüllen und Hertha BSC stimmte sofort zu. Marcelinho wollte ein Abschiedsspiel in „seinem“ Wohnzimmer, dem Berliner Olympiastadion.

Morgen um 15:30 Uhr wird es im Olympiastadion angepfiffen und viele ehemalige Stars und Weltmeister haben ihr kommen zugesagt und waren heute beim Abschlusstraining auch schon dabei. Namen die einem das Herz höherschlagen lassen werden morgen auflaufen. Es gibt ein Wiedersehen mit Marco Pantelic, Arne Friedrich, Michael Preetz, nun gut den sieht man ja noch öfter im Olympiastadion, „Paule Beinlich“, Zecke Neuendorf, Carsten Ramelow und Pal Dardai ja sogar Kevin Prinz Boateng hat sich angesagt. Und für seine brasilianische Auswahl sollen u. a. kommen Ailton, Dede, Marcelo Bordon, Paulo Sergio und Naldo.

Das wird bestimmt ein Spiel mit viel Spaßeffekten werden und ein paar Zungenschnalzer sind dann auch dabei.

Das Spiel wird übrigen vom RBB 3. Programm um 15:30 Uhr live übertragen. Ich freue mich auf all die „alten“ Recken und wie es aussieht, findet das Spiel bei herrlichem Frühlingswetter statt. Brasilianische Temperaturen können wir dem brasilianischen Supertechniker jedoch nicht präsentieren. Das wird ihn hoffentlich nicht stören und er „sein“ Wohnzimmer auch deshalb nie vergessen. Hertha BSC verdankt Marcelinho eine Menge und wird ihn wohl auch nie vergessen.

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4 Kommentare zu “Tschüss Marcelinho!

  1. ballblog sagt:

    Du hast es Dir bestimmt angeschaut – wie war denn der Nachmittag mit Marcelinho nun?

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    • sigurd6 sagt:

      Da kannste von ausgehen. Es war ein würdiger Abschied für den besten Spieler, der je bei Hertha spielte. Leider kamen nur ca. 27.000 Zuschauer.

      Das Spiel hatte einen hohen Spaßfaktor und dem schloss sich auch das Schiedsrichtergespann an. Die beiden ersten Tore waren das klarste Abseits, das ich je gesehen hatte, hier wurde die Regel sehr großzügig ausgelegt und Zecke Neuendorf brachte einen Einwurf nicht als Einwurf herein, sondern schoss den Ball aus der Hand ins Feld. Auch das wurde großzügig laufen lassen. Allerdings, als die Brasilianer nach der Halbzeit mit 12 Mann beginnen wollten, da mochte M. Gräfe dann doch kein Auge zudrücken.

      Das emotionalste kam zum Schluss, als einige Minuten vor Spielende die Tochter mit einem Mikrofon auf das Spielfeld lief und sinngemäß sagte, „Papa hör jetzt auf mit dem Fußballspielen, wir haben dich so lieb“. Damit war das Spiel beendet und es gab noch einige Tränen im Olympiastadion.

      Übrigens spielten beide Söhne von ihm in der Elf der Brasil-Friends mit. Seinen 14jährigen Sohn sollten sie bei Hertha schon mal vormerken. Sehr begabt.

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      • ballblog sagt:

        Das hört sich wirklich nach einer schön- sentimentalen Veranstaltung an und mit Gräfe hatten sie auch den richtigen Schiedsrichter dazu. Hat sicherlich auch am TV Spaß gemacht.

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        • sigurd6 sagt:

          Ach sentimental? Dafür war es dann wohl doch etwas zu lange her, dass er bei Hertha spielte. Ich fand die Veranstaltung gut gemacht und so war auch die Stimmung.

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