Moment mal: Sie schmollt

Nachdem Frauke Petry den Gründer der AfD Bernd Lucke aus der Partei geschossen hatte, glaubte sie, sie sei die große Gewinnerin und auf Lebzeiten die Führungsfigur der AfD geworden.

Und es sah eine Zeit lang so aus, als würde ihre Rechnung aufgehen. Nun aber vor der Bundestagswahl 2017 möchte sie die Partei aus der ultrarechten Ecke herausholen und dem Wähler weiß machen sie würde die Partei gemäßigt auf einen Koalitionskurs bringen. Die AfD möchte ja irgendwann, der Wähler bewahre Deutschland davor, regierungsfähig werden. Was im Umkehrschluss natürlich heißt, dass sie es im Moment nicht ist. Und das ist der einzige Punkt, indem ich mit Frau Petry übereinstimme.

Doch so einfach ist es nicht, denn der ultrarechte Flügel, um nicht ein noch böseres Wort zu schreiben, der AfD hält Frauke Petry mittlerweile wohl für zu liberal und opponiert offen gegen sie. Jetzt schmollt Frau Petry und teilte in einer Videobotschaft mit, dass sie für kein Spitzenamt im Wahlkampf zur Verfügung steht. Ach herrje was für ein Desaster. Nun wird es auf dem Parteitag wohl einiger Kniefälle bedürfen um die Queen of AfD umzustimmen. Ja wahrscheinlich werden sich die Herren Gauland und Höcke vor ihr in den Staub werfen müssen und ihr huldigen, ja dann und nur dann könnte es sich Frau Petry nach reiflicher Überlegung und noch reichlicherer Huldigungen vielleicht noch einmal anders überlegen.

Ich finde, das ist ein reichlich durchschaubares Manöver von Frauke Petry um ein Schicksal abzuwenden, das einst das Ende von Bernd Lucke in der AfD bedeutete. Hoffentlich merkt so mancher Wähler wie wenig es in dieser sogenannten Partei um Politik geht und wählt sie nicht.

5 Kommentare zu “Moment mal: Sie schmollt

  1. rabohle sagt:

    Solange sie mit solchen Kindergartengetue sich unter 5% bringen, sollten sie gerne so weitermachen.

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