Moment mal: Realpolitik, nein danke!

Nun ist es endgültig einsam um die Parteivorsitzende Frauke Petry geworden. Ihr Antrag wurde auf dem Parteitag in Köln nicht einmal auf die Tagesordnung gesetzt. Sie wollte die AfD, jedenfalls offiziell, durch einen realpolitischen Kurs, wie immer er in ihren Augen auch aussehen mag, auf längere Sicht Koalitionsfähig machen.

Nein diese Partei möchte nicht Koalieren, sie möchten, wie der Co-Vorsitzende Meuthen es unter dem tobenden Applaus vom Rednerpult verkündete, „Ja, wir können diese Gestalten nicht länger ertragen. Und nein, das ist keine Fundamentalopposition. Mit diesen Figuren werden wir keine Koalition eingehen“, nur dagegen sein.

Das ist ja auch viel einfacher, man muss keine Verantwortung übernehmen und weiterhin so tun als würde es mit ihnen besser laufen. Nur wie, wenn außer großmäuligen Sprüchen niemand bereit ist auch Verantwortung zu übernehmen?

Frau Petry hatte, als sie den Parteigründer Lucke stürzte, die AfD auf einen rechten Weg getrimmt und erntet nun die „Früchte“ ihrer sogenannten Politik. Man muss kein Mitleid mit ihr haben, denn wer jahrelang nur die Scharfmacherin spielt, muss sich nicht wundern, wenn die Stimmung dann so ist.

In Köln wurde sie jedenfalls eiskalt abserviert und um sie doch noch etwas lächeln zu lassen wurde sie heute mit Frauke, Frauke, verabschiedet. War es das Ende der Ära Petry? Im Moment sieht es danach aus.

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7 Kommentare zu “Moment mal: Realpolitik, nein danke!

  1. nana sagt:

    Frau Kepetry wird sich jetzt eh erstmal ins Muttersein verabschieden. Viel wichtiger (oder unwichtig, eigentlich) ist, dass diese „demokratische Partei“ sich auf diesem Parteitag nun endgültig als ultrarechts in Szene gesetzt hat. Das finde ich prima. Mir geht dieses „man.muss-auch-mit-denen-reden“ der Etablierten sowas von auf den Nerv, dass ich es großartig finde, wenn die „Politiker*innen“ der AfD echtes Demokraten-Bashing durchziehen. Wenn Frau von Storch im Vorfeld des Parteitags fürTeilnehmer an der „Bunt statt Braun“ Aktion schon das Wort „Demokraten“ (hier als Zitat, nicht weil ich sie nicht als Demokraten sehe) als Schimpfwort benutzt, dann soll ruhig jeder erkennen, wofür die stehen.

    Und wer sich diesen Leuten zum jetzigen Zeitpunkt noch immer zugetan fühlt, der weiß, was er tut.

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    • sigurd6 sagt:

      Also wer bisher nicht wusste wofür Frau von Storch und Herr Gauland stehen, der wird es auch jetzt nicht begreifen. Deshalb kann ich Deinen Optimismus nur bedingt teilen, leider.

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  2. rabohle sagt:

    Ich denke, die machen noich nicht einmal Politik, sondern es ist reines Stammtischgehabe.

    Und wenn man weitherhin mit Gauleiter Bernd Höcke zusammen arbeiten will, man sich unztereinander eliminiert, erinnert auch das an Auseinandersetzungen zwischen SA und SS.

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