Politischer Anstand?

Es soll ihn tatsächlich noch geben, obwohl er sich meist sehr gut versteckt.

Julia Glöckner von der CDU scheint er aber völlig verlassen zu haben. Anders kann ich mir den Spruch von ihr nicht erklären, denn sie zur personellen Umgestaltung der SPD los lies.

„Rechnet sich Herr Schulz mit neuem Generalsekretär mehr Chancen aus? Wer lässt vier Monate vor der Wahl schon seinen Generalsekretär gehen?“

Grund für die Umgestaltung ist die Krebserkrankung des Ministerpräsidenten von Mecklenburg-Vorpommern Erwin Sellering (SPD).

Frau Klöckner, immerhin Vorsitzende der CDU-Fraktion in Rheinland-Pfalz, das nennt man dann wohl christliche Nächstenliebe. Sie sollten sich einfach nur schämen.

Fernsehen von vorgestern

Schon lange habe ich nichts zu dieser kleinen Reihe geschrieben. In den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts lief im Vorabendprogramm, ich glaube im ZDF, die Serie „Ein Colt für alle Fälle“. Der Stuntman  Colt Seavers, gespielt von Lee Majors suchte Menschen die eines Verbrechens beschuldigt wurden und sich nach Zahlung einer Kaution aus dem Staub machten.

Weitere Hauptdarsteller waren Douglas Barr und Heather Thomas. Es wurden wohl 112 Episoden gesendet.

Lebst du schon oder rauchst du noch?

Zugegeben das ist eine blöde, ja provokative Frage. Sie ist mir zum heutigen Weltnichtrauchertag einfach eingefallen. Ja heute ist der Weltnichtrauchertag und natürlich wird mal wieder, zum wievielten Male, auf die Gefahr des Rauchens hingewiesen.

Am besten fand ich, als ich vor Jahren im Krankenhaus lag und neben mir der Chefarzt einen Zimmernachbarn darauf hinwies, wie gefährlich doch das Rauchen sei. Der Patient war wohl starker Raucher. Der Vortrag hat mich schon deshalb amüsiert, weil aus der Brusttasche des Chefarztes eine Packung Zigaretten guckte. Als er mein Grinsen bemerkte, sagte er, er muss ja darauf hinweisen.

Für mich hat sich das Thema Rauchen am 22. Dezember 1997 erledigt. Also vor fast 20 Jahren. Da half mir eine ziemlich deftige Erkältung, von einem Tag auf den Anderen mit dem Rauchen aufzuhören. Und ich bin darüber sehr froh. Nicht wegen des Gesundheitsrisikos, sondern die Preise, die heute für Zigaretten verlangt werden. Das Gesundheitsrisiko mag ja sehr hoch sein für Raucher, jedoch auch Nichtraucher haben durch die täglichen Umwelteinflüsse ein mittlerweile sehr großes Gesundheitsrisiko. Also sollte man nicht immer den erhobenen Zeigefinger gegenüber Raucherinnen und Rauchern zeigen.

Wer aufhören möchte, sollte es versuchen, manchmal hilft, wie bei mir, eine Erkältung. Oder man sagt einfach, das war meine letzte Zigarette und hört auf. Und wenn es dann zwickt, bleibt stark und sagt euch, wenn es der doofe Sigurd geschafft hat, dann schaffe ich das auch. Oder ihr zündet euch jetzt eben gemütlich eine Zigarette an und genießt den Feierabend.

Wie auch immer, ich wünsche euch einen schönen Feierabend.

Trumpsche Logik?

Er twittert, was die 140 Zeichen hergeben und wettert gegen Deutschland und die Bundeskanzlerin. Und einige Stunden später tritt der Sprecher des Weißen Hauses Sean Spicer vor die Mikrofone und verkündet, dass das Verhältnis zwischen der deutschen Bundeskanzlerin und D. Trump unheimlich gut sei und der Präsident habe sehr viel Respekt für die Bundeskanzlerin.

Ist das etwa die Trumpsche Logik? Erst mal einen Twittern um dann schnell von einem seiner Mitarbeiter die Wogen glätten zu lassen? Gut das mag im Kindergarten ja ganz nett sein, mit Politik hat es jedoch nichts zu tun. Ein Präsident der Vereinigten Staaten sollte weniger Twittern und mehr regieren. Und wenn er schon twittert nicht laufend solch einen Unsinn verbreiten, wenn er denn ernst genommen werden möchte.

Oha hoffentlich twittert er mir jetzt nicht auch noch einen. Egal bekomme ich ohnehin nicht mit, da ich nicht zwitschere. Nein ich habe keinen Vogel, wie soll ich da zwitschern?

Bloggen ist manchmal …

Auch wenn es vielleicht nicht den Anschein hat, aber manchmal fällt mir absolut nichts ein. Oder ich beginne über ein Thema zu schreiben und während des Schreibens denke ich, wen interessiert dieser Schwachsinn eigentlich? Dann speichere ich das Geschriebene zu einer eventuellen späteren Verwendung ab, oder lösche es sofort.

Bei manchen Posts bin ich überrascht, welche Reaktionen sie hervorrufen und es kommt auch vor, dass ich überhaupt keine Reaktion erwarte.

Aber was ich damit eigentlich schreiben möchte, vor einiger Zeit, ich glaube das war noch zu blog.de Zeiten, hatte ich mal einen Post verfasst, in dem ich fragte, „wird Bloggen in Zeiten des Zeitungssterbens immer wichtiger?“ Damals war ich der Ansicht, es könnte so sein. Doch mittlerweile glaube ich, nein nur in ganz, ganz seltenen Fällen kann es eine Alternative sein. Den Bloggerinnen und Blogger sind nicht an Nachrichtenagenturen angeschlossen und müssen so ihre Information durch Medien beziehen. Und Blogs die seriös politische Inhalte transportieren, gibt es ohnehin nur sehr wenige. Und mit Medien ist es eben auch so eine Sache.

So bleibt bloggen eine schöne Nebensache, sollte allerdings auch nicht überbewertet werden. Und schon gar nicht sollte man glauben, dass man die alleinige richtige Meinung hat oder damit irgendetwas verändern könnte. Ich glaube, wer das vorhat der verschwendet seine Zeit mit dem Bloggen. Es ist die Möglichkeit sich zu Hause oder auch unterwegs mit anderen Menschen auszutauschen und das ist doch auch ganz nett, oder?

Das ist der Gipfel

„Alle für einen“, das Motto der Musketiere scheint nicht das von Donald Trump zu sein. Er polterte sich durch Europa und zeigte erneut, dass es zwischen den Beziehungen von Europa und der USA ernsthafte Probleme gibt.

Nun, es ist bestimmt nicht alles falsch was er sagt, jedoch sollte er eines lernen, einen Staat kann man nicht patriarchisch führen wie ein Unternehmen. Und Staatschefs andere Staaten lassen sich nicht so abqualifizieren wie sein Personal im Weißen Haus.

Überhaupt glaubt er der weißeste Führer überhaupt zu sein, vielleicht sogar noch etwas weißer wie der alle mit Weisheit überragende türkische Patriarch oder Diktator Erdogan. Mich würde nicht wunder, wenn er die Klimaerwärmung per Dekret verbieten und damit das Problem des Pariser Abkommens beseitigen würde. Dann wären eben die Überschwemmungen und Dürrekatastrophen keine Zeichen der Klimaerwärmung mehr, sondern ganz normale Wetterereignisse und niemand in Amerika oder dem Rest der Welt bräuchte sich Sorgen um die Kinder und Enkelkinder machen. Das wäre doch wunderbar.

Für solch ein Dekret wäre ich dem amerikanischen Präsidenten ehrlich dankbar. Es würde mich ungemein beruhigen, wenn ich wüsste, dass er die Klimaerwärmung per Dekret abgeschafft hätte.

Und wenn jetzt jemand denkt, ist der Sigurd heute albern, nein bin ich nicht. Albern, wenn man das nicht sogar noch deftiger ausdrücken könnte, ist ein anderer.

Wie schnell doch die Zeit vergeht

flowering-time-413096_640Eigentlich bin ich eher ein Mensch der Gegenwart. Soll heißen ich schaue nur manchmal auf das zurück was hinter mir liegt. Das ist mittlerweile die längste Strecke meines Lebens und trotzdem bin ich neugierig auf die Zeit, die noch kommen wird.

Doch wie es eben manchmal so ist, ich legte einen CD-Sampler mit Songs aus den 60er ein und dabei fallen mir Weggefährten und Weggefährtinnen von damals ein und ganz ehrlich, es würde mich schon interessieren, was aus ihnen geworden ist. Denn natürlich sind die Kontakte zu ihnen im Laufe der Zeit immer weniger geworden und irgendwann ganz abgebrochen.

Mein letztes großes Zusammentreffen mit meiner Abschlussklasse ist mittlerweile auch schon über 20 Jahre her und mich erreichten danach leider etliche E-Mails, dass einige Klassenkameraden verstorben sind.

Es ist schon erstaunlich, mit wie vielen Menschen man im Laufe eines Lebens Kontakt hatte und wie viele Freundschaften beginnen und irgendwann doch wieder im Sand verlaufen. Wie viele Menschen uns tatsächlich viel bedeuten und wie oft man auch Abschied nehmen muss. Dann gibt es wieder Momente, da klingelt das Telefon, und eine Freundschaft, die man schon fast vergessen hat, meldet sich um zu fragen, ob man sich nicht mal wieder treffen möchte.

Oftmals, so glaube ich, sieht man die Vergangenheit auch rosiger, als sie eigentlich war. Aber trotzdem würde mich interessieren was aus denen wurde die ich in meiner Jugendzeit meine Freundin oder meinen Freund nannte. Klar sie leben in meiner Geburtsstadt und ich in Berlin. So werde ich sie wohl so in Erinnerung halten müssen, wie ich sie damals erlebt habe. Und das sind meist sehr schöne Erinnerungen. Und vielleicht ist es ganz gut, dass ich sie heute nicht mehr treffe. So bleibt einem eventuell so manche Enttäuschung erspart.

Bildnachweis (Pixabay)