Von Führungsschwäche und Leitkultur

Oh, oh da hat „unser“ Bundesinnenminister wieder einen rausgehauen. Wir sollen nach der deutschen Leitkultur leben und somit Vorbilder sein. Händeschütteln, keine Burka tragen und stets unseren Namen immer und überall nennen. Oder auch Küsschen links, Küsschen rechts zur Begrüßung wie es in Frankreich eher üblich ist, geht auch noch.

Und weshalb sollen wir das nun so halten, mal ganz abgesehen davon, dass ich mich weiterhin dem Händeschütteln, der albernen Küsserei entziehen werde und Burka trage ich ohnehin recht selten.

Und ich dachte, wenn ein Migrant sich integrieren möchte, muss er in München am Oktoberfest mindestens einmal sturzbesoffen durch die Gegend torkeln. Im Schützenverein sein oder zumindest einen Kleingarten sein eigen nennen. Oder mit der Pappnase im Karneval durchs Rheinland pusseln.

Nun haben wir also endlich wieder einen Leitkulturenfanatiker.

 

Da wollte „unsere“ Verteidigungsministerin nicht nachstehen und knallte ebenfalls einen raus. Quasi eine Abschussrampe der „guten“ Laune ließ sie installieren. Jedoch völlig überraschend war man in Bundeswehrkreisen überhaupt nicht auf die „Charmeoffensive“ der Chefin aller Kompanien vorbereitet. Sie redete von Führungsschwäche, die zu den Vorkommnissen der letzten Wochen führten. Mal ehrlich Frau von der Leyen, wer ist denn der oberste Chef? Schon vergessen? Wenn es eine Führungsschwäche bei der Bundeswehr gibt, wer ist denn dafür verantwortlich? Vielleicht sollte die Ministerin nicht sofort rufen, „da müssen unsere Soldaten hingeschickt werden“. Wenn irgendwo auf der Welt ein neuer Krisenherd entsteht. Sondern sich lieber um die Truppe und deren Schwierigkeiten kümmern. Denn hier scheint es echte Nachlässigkeiten zu geben.

Seit Jahren wird vom Wehrbeauftragten über Missstände in der Armee berichtet. Interessiert hat es offensichtlich in den oberen Etagen niemanden. Oder man wollte es einfach nicht hören.

Interessant ist ebenfalls, dem Bundesinnenminister sind zumindest Parteikollegen zur Seite gesprungen, nachdem seine Leitkultur zerrissen wird. Der Bundesverteidigungsministerin nicht. Darüber dürfte sich besonders die Kanzlerin freuen. Scheint ihr doch eine weitere beabsichtigte Demontage einer eventuellen Nachfolgerin gelungen zu sein.

8 Kommentare zu “Von Führungsschwäche und Leitkultur

  1. rabohle sagt:

    In München werden Migranten in Lederhosen gesteckt und dann auf dem Rathausbalkon vorgeführt.
    Vermutlich wird der Minister ihnen sogar zujubeln.

    Wann gab es eigentlich keine Führungsschwäche in der Bundeswehr?

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    • sigurd6 sagt:

      Ich finde, das ist ein sehr gelungener Artikel in der Süddeutschen. Besonders die Zwischenüberschrift, „Der Minister hat versagt“, kann ich nur voll und ganz unterstützen. In welcher Position hat er eigentlich nicht versagt? Als Verteidigungsminister war er eher eine Lachnummer und als Innenminister ist er nicht weit davon entfernt.

      Bleibt also nur die Hoffnung, dass er der nächsten Regierung nicht mehr angehört.

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    • rabohle sagt:

      Es ist eben nur ein gefährlich kleiner Schritt von der „Leitkultur“ zum „Biodeutschen“.

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