Es war einmal

Es gab einmal eine Ministerin, die wollte die Berufsarmee für Familien attraktiver machen. Oh wie schön könnte es bei der Armee sein, Kinderspielplätze zwischen den Schießanlagen, Kuschelecken im Panzer, wenn Papi oder Mami durchs Gelände knattern und alles war so schön gedacht.

Und die Ministerin wollte das Arbeitsmaterial deutlich verbessern. Ja es sollten Gewehre angeschafft werden die tatsächlich schießen, Flugzeuge die fliegen und sogar Hubschrauber sollten sich vom Boden erheben. Ja es sollte ein völlig neues Gefühl einkehren. Man wäre mit neuen Gewehren wetterunabhängig. Sie würden auch bei höheren Temperaturen schießen.

Aber was geschah dann? Ausbilder ließen Rekruten erniedrigen. Und einen mutmaßlichen syrischen Flüchtling gab es auch in der Armee. Nein der war natürlich kein Flüchtling und seine Einstellung war auch nur etwas weit rechts von der Mitte. Er hatte eine Art Aufsatz verfasst, der seinen Vorgesetzten zwar aufgefallen war, jedoch so schlimm fanden die das gar nicht.

Die Ausländerbehörde fand es auch nicht komisch, dass ein angeblicher syrischer Flüchtling kaum arabisch aber fließend französisch sprach. So ist er halt der Syrer. Niemand wurde also stutzig in dieser familienfreundlichen Armee. Und jede Familie hat ja nun mal schwarze Schafe. Da ist es auch niemanden aufgefallen, dass der Soldat und mutmaßliche Syrer jede Menge Munition, man spricht von rund tausend Schuss und andere Materialien, beiseiteschaffte.

Und als das Ganze dann doch aufgeflogen ist, wurde die Ministerin richtig muffig und stauchte die Führungsriege der familienfreundlichen Armee aber mal so richtig zusammen. Und die waren sauer, was erlaubt sich die Ministerin eigentlich? Wer hat denn seit Jahren den Oberbefehl über die Familie? Ja wer sind wir denn? Die Deppen der Armee? Nun ja dachte sich die Ministerin, da werde ich doch mal flux etwas zurückrudern und mich entschuldigen ohne mich zu entschuldigen. Denn sie ist sich natürlich noch immer keiner Schuld bewusst und glaubt weiterhin fest an sich und, dass sie alles im Griff hat.

Tja und wie wird dieses Märchen enden?

Ach bevor ich es vergesse, etwaige Ähnlichkeiten mit lebenden oder verstorbenen Personen wären rein zufällig und nicht beabsichtigt.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Satire.

11 Kommentare zu “Es war einmal

  1. nana sagt:

    Sie hat einfach „Pech“ gehabt, dass dieser Skandal (und andere) während ihrer Amtszeit ans Licht gekommen sind. Persönlich kann sie ja nichts dafür – und als ob irgendein*e Minister*in wüsste, was alles in seinem/ihrem Verantwortungsbereich vertuscht wird.

    Die Bundewehr, wie jede Berufsarmee sicherlich, ist ein Sammelbecken für Typen mit den merkwürdigsten Vorlieben. Und zwar von ganz oben bis ganz unten. Und natürlich deckt man sich da auch gegenseitig. Und jetzt tun wieder alle so aufgeregt und überrascht und sind voller Empörung. Pure Heuchelei. Aufklärung täte Not, aber Frau Ministerin hat so wenig (bis gar keinen) Rückhalt in der Bundeswehr, so dass da wenig Ergebnisse zu erwarten sind.

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  2. Berta sagt:

    Irgendwie klingt das nach Fehlbesetzung. Mir ist es sowieso völlig schleierhaft, wie Politiker von jetzt auf gleich jeden beliebigen Ministerposten besetzen können. Eine Ausbildung dafür ist ja scheinbar komplett überflüssig. Man wechselt nach Belieben von einem Resort zum nächsten, je nachdem, was gerade im Angebot ist.

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  3. rabohle sagt:

    „Tja und wie wird dieses Märchen enden?“

    Die Ministerin stellt fest, dass sie nicht genügend ausgelastet ist zwischen all den Jungs ohne funktionierendes Spielzeug und beschließt, Bundeskanzlerin zu werden.

    Und so geschah es.

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  4. WernerBln sagt:

    Und es war einmal eine Königin, die sich täglich vor das Spieglein stellte und fragte, wer wohl im Land versuchen könnte, sie zu beerben. Die so Erkorenen wurden flugs gelobt und in wesentliche Positionen versetzt, für die sie allesamt völlig ungeeignet waren. Gerieten sie dort ins Straucheln, hörten sie als letzte Worte der Königin, dass sie voll hinter ihnen stehe.

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  5. lesenbiene sagt:

    Ich glaube hier ist alles gesagt und es ist nur ein kleiner Ausschnitt davon, was in unserem Land alles im Argen liegt und es ist doch sooo einfach, immer die Schuld en anderen in die Schuhe zu schieben.. Es gab ja mal einen Vorgänger und der hatte auch einen Vorgänger und der hatte auch….

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