Zurück das Ganze?

Getreu dem Spruch des ersten deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer, der einst sagte, „was kümmert mich mein Geschwätz von gestern“, handelt nun die Berliner CDU. Als sie noch im Berliner Senat saßen, waren sie kompromisslos für die Schließung des Flughafens Tegel, wenn der BER erst einmal ans Netz geht. Offensichtlich glaubten sie, dass das ohnehin nie der Fall sein wird. Jedoch findet sich die CDU mittlerweile auf den harten Oppositionsbänken wieder und spürt den Hauch einer Chance, dem jetzigen Senat eins auszuwischen.

War doch das Volksbegehren der FDP für den Erhalt des Flughafens erfolgreich und somit ein Volksbegehren für den 24. September angesetzt worden. Ja da möchte die CDU nicht untätig sein und auf den Zug aufspringen der zum Erhalt des Flughafens fährt. Also werden die Mitglieder der CDU über einen Erhalt des Flughafens abstimmen. So möchte es der Vorstand. Allerdings mit einem Hintertürchen, denn man weiß ja, dass ein Offenhalten von Tegel sehr unwahrscheinlich ist. Hier gibt es nicht nur juristische Schranken, sondern auch eine Vereinbarung mit dem Land Brandenburg. Außerdem würde eine Offenhaltung des Flughafens der Stadt Berlin, also dem Steuerzahler, einen Millionenbetrag in dreistelliger Höhe für Lärmschutzmaßnahmen kosten.

Der Senat ist juristisch im Recht, wenn Tegel geschlossen wird. Das weiß man auch bei der CDU. Weshalb dann also dieses Kaspertheater? Nun ganz offensichtlich möchte die Partei endgültig nicht mehr ernst genommen werden. Noch vor einem Jahr hat man sich vehement für die Schließung eingesetzt.

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