Moment mal: Wovon redet er eigentlich?

Er kam, sah und verkaufte. Für rund 100 Milliarden wollen die Saudis in den nächsten 10 Jahren Rüstungsgüter in den USA kaufen und da war der amerikanische Präsident dann so richtig in seinem Element. Er ließ auch gleich noch eine flammende jedoch völlig inhaltslose Rede los. Vertreibt die Terroristen, so sabbelte es aus ihm heraus. Jawohl das ist ein richtig guter Vorschlag und die USA liefert die Waffen dazu.

Nur wohin sollen die Terroristen denn vertrieben werden? Ins Meer? Oder gar in das Land, das wesentlich zur Verbreitung des Terrorismus beigetragen hat? Oder ist dem amerikanischen Präsidenten diese Kleinigkeit, dass die USA, natürlich nicht nur sie, für die Verbreitung maßgeblichen Anteil hat?

Eventuell wäre es auch mal einer Überlegung wert, weshalb gerade in den islamistischen Staaten der Terror sich in den letzten Jahrzehnten fast explosionsartig entwickelte. Niemand wird als Terrorist geboren, sondern durch die Lebensumstände eventuell dazu gemacht. Wenn man einen großen Teil des Geldes für Waffenkäufe dazu verwenden würde um die Lebensverhältnisse der Menschen erträglicher zu machen, so wären viele Menschen wahrscheinlich nicht anfällig für die Versuchungen der terroristischen Bauernfänger. Doch, dass sich diese Einsicht einmal durchsetzen könnte, kann ich nicht so recht glauben.

Und dann ging es nach Israel und schon wurden wieder „große“ Reden geschwungen. Der amerikanische Präsident möchte so ganz nebenbei, quasi im Vorbeiflug, Frieden schaffen. Ja Israelis und Palästinenser können das. So glaubt D. Trump.

Ich frage mich, hat der sich eigentlich jemals um Weltpolitik, um komplizierte politische Zusammenhänge und Verquickungen gekümmert? Wie kann ein Präsident eines der mächtigsten Länder so tapsig durch die Gegend trapsen und jedes aber auch wirklich jedes Fettnäpfchen zielsicher treffen? Gut das schafften vor ihm schon andere Präsidenten. Jedoch steht er mit seinem Peinlichkeitsfaktor, jedenfalls für mich, ganz oben.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

18 Kommentare zu “Moment mal: Wovon redet er eigentlich?

  1. JanJan sagt:

    …“Nur wohin sollen die Terroristen denn vertrieben werden? Ins Meer? „…

    Was spricht dagegen?

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    • sigurd6 sagt:

      Na sag mal, Du bist doch auch für Tierschutz? Denk doch mal an die armen Fische. 😀

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    • rabohle sagt:

      Wie willst Du den Terrorist denn erkennen?

      Der mit dem Kopftuch, oder der mit dem Vollbart?

      Es gibt kein Vertreiben. Das kann man mit Gewalt nicht gewinnen, sondern eben nur durch Änderung der Lebensumstände, üm den Terror den Nährboden zu nehmen.

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        • WernerBln sagt:

          Sorry, so ist es nach meiner Überzeugung eben genau nicht. Irgendwann müsste man ja mal zur Kenntnis nehmen, dass wir es hier mit religiösen Fanatikern zu tun haben, die weder mit „Änderung der Lebensumstände“, sozialen Wohltaten und sonst was daran zu hindern sind, die „Ungläubigen“ in die Luft zu jagen.
          Ich gestehe hier ausdrücklich, dass ich keinerlei Verständnis dafür habe, dass erkannte „Gefährder“ hier überhaupt noch nur 1 Tag geduldet werden.

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          • sigurd6 sagt:

            Ich gestehe hier ausdrücklich, dass ich keinerlei Verständnis dafür habe, dass erkannte „Gefährder“ hier überhaupt noch nur 1 Tag geduldet werden.

            Ich glaube nicht, dass Ihnen da jemand ernsthaft widersprechen würde.

            Allerdings glaube ich, dass Menschen mit einer Perspektive nicht so anfällig für die Bauernfänger der ISIS, ich weigere mich auch weiterhin diese Banditen IS zu nennen, wären.

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          • rabohle sagt:

            Es ging um das Vertreiben in deren Länder/Regionen. Und nicht Jeder, der dort lebt, ist ein Terrorist. Und wenn man denen die Grundlage entzieht, werden es vermutlich auch weniger Fanatiker. Denn Fanatiker entstehen allein durch die Umgebung/Beeinflussung.

            Und richtig; jeder Gast, der sich hier nicht benehmen kann, fliegt – aber das ist ein anderes Thema.

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      • JanJan sagt:

        Ja genau so… Den mit Kopftuch und Vollbart…. Und danach teilen wir Lieder für den Frieden, jeder drückt sein Bedauern aus, alle Monumente dieser Welt strahlen in allen Landesfarben abwechselnd und wir haben uns mal wieder alle lieb… 😉 *hust

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        • sigurd6 sagt:

          Oh du schöne heile Welt … 😦

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        • rabohle sagt:

          Ich denke, zwischen Bekämpfen und Betrauern sollte man vielleicht unterscheiden.

          Mich stört es nicht, wenn Bauwerke in Landesfarben angestrahlt werden, um ein Zeichen zu setzen. Ob es richtig ist, muss jeder für sich entscheiden (ich halte Todschweigen für richtiger, damit man den Deppen keine Bühne bietet, unterstütze dafür eher Hilfsorganisationen).

          Ich befürchte aber, dass bei(D)einer Einteilung nach Äußerlichkeiten kein Bekämpfen, sondern Schürung von Hass erfolgt. Und das wird Gegenhass produzieren .. siehe Nordirland, siehe Israel, siehe Ex-Jugoslawien.

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        • WernerBln sagt:

          Na klar, bis zur nächsten Nagelbombe der Religion des Friedens!

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  2. Berta sagt:

    Herr Trump ist ein echtes Trumpeltier. 😉 Für mich hat der Mann nicht alle Latten am Zaun.
    Schade, dass das eigentlich nicht lustig ist.

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