Relegation auf dem Prüfstand?

Wer die Bilder der letzten Tage noch im Kopf hat, der wird, wie ich, den Sinn dieser Relegationsspiele kaum noch erkennen. Klar für den DFB ist es ein lohnendes Geschäft. Zusätzliche Fernseheinnahmen und volle Stadien da es um viel geht. Um die sportliche und finanzielle Perspektive für die Vereine nämlich. Die Einnahmeverluste in der 2. Fußballbundesliga zur 1. Fußballbundesliga sind ja beträchtlich.

Eigentlich keine gute Voraussetzung für interessante Spiele. Dafür geht es um zu viel. Und das sah man auch in den Spielen zwischen dem VfL Wolfsburg – Eintracht Braunschweig (1. Bundesliga/2. Bundesliga) und 1860 München – Jahn Regensburg(2. Bundesliga/3. Liga). Wobei sich bei beiden Spielen die sogenannten Fans daneben benahmen. In Braunschweig wurde ein Ordner durch einen Knallkörper verletzt und nach dem Spiel das Spielfeld gestürmt.

Noch schlimmer war es in München. Warum der Schiedsrichter dieses Spiel nicht in der 81. Minute abgebrochen hat, ist eigentlich kaum nachzuvollziehen. 15 Minuten wurde das Spiel, das längst entschieden war, unterbrochen. Sitzschalen und Befestigungsstangen flogen, trotz massiver Polizei-und Ordnungskräfte in den 16er von Jahn Regensburg. Als der Schiedsrichter das Spiel wieder anpfiff, ging es weiter. Der Torhüter von Jahn Regensburg musste mehr auf Gegenstände der sogenannten 60er „Fans“ achten als Bälle der 60er Spieler halten. Es war mehr als ein glücklicher Umstand, dass er unverletzt blieb. Ich fand es unverantwortlich den Torhüter und die anderen Spieler dieser Gefahr auszusetzen. Doch wahrscheinlich rechtfertigt das Geld alles. Und der Kommentator der ARD setzte mit seinen, ich kann es leider nicht anders schreiben, dummen Kommentaren noch einen drauf.

Der DFB sollte ernsthaft sein Konzept überdenken und diese Relegationen vielleicht doch auf den Prüfstand stellen. Die Vorkommnisse in diesem Jahr reihen sich ja nur in die der letzten Jahre ein. Nur so schlimm wie in diesem Jahr war es in den Vergangenen dann doch nicht.