Tattoo, Tattoo und nochmals Tattoo

Als ich vor einigen Wochen mit einem ehemaligen Kollegen telefonierte, sprachen wir über viele Dinge. Irgendwie, ich weiß nicht mehr weshalb, kamen wir auf das Thema Tattoos. Und da gab mein Gesprächspartner, ein Urberliner der seinen Lebensabend im Harz verbringt, einen Satz von sich der zu ihm passte. Er sagte auf Tattoos bei Frauen bezogen, „wenn ich Bilder sehen möchte, dann kaufe ich mir ein Bilderbuch. Aber Tattoos bei Frauen, bei Männern sind sie mir egal, das geht gar nicht“. Nun sind wir annähernd ein Jahrgang und ich kann mich noch recht gut daran erinnern, dass in meiner Jugendzeit Tattoos, oder besser geschrieben Menschen mit einem Tattoo, etwas schief angesehen wurden. Sie galten entweder als Knackis, Seefahrer oder Fremdenlegionäre. Jedenfalls kamen Tattoos nie gut an.

Aber es gibt scheinbar nichts, was durch geschicktes Marketing nicht doch zu einer Modeerscheinung wird. So hat in den letzten Jahrzehnten das Tattoo einen regelrechten Boom erlebt. Bekannt und mittlerweile, zu Recht, wieder verbannt, das sogenannte Arschgeweih bei Frauen. Bei Fußballprofis sieht man oftmals vor lauter Tattoos fast keine Haut mehr, so schwarz sind deren Arme. Also ich finde, schön ist anders. Laut einer Studie von Hautärzten sind Tattoos manchmal auch ein Hindernis, wenn es darum geht Hauterkrankungen zu erkennen. Bei der Computertomografie kann das Ergebnis durch großflächige Tattoos sogar verfälscht werden, ja manchmal soll eine CT gar nicht möglich sein.

Wer es mag, der soll sich seinen Körper „verzieren“ lassen. Ich jedenfalls mag es nicht.