Arroganz oder wie soll man das nennen?

Zum Wahlprogramm der CDU/CSU mit dem Versprechen auf Vollbeschäftigung äußerte sich ein Nutzer auf Twitter: „Heißt das jetzt drei Minijobs für mich?“ Der CDU-Generalsekretär Tauber antwortete darauf umgehend: „Wenn Sie was Ordentliches gelernt haben, dann brauchen Sie keine drei Minijobs.“

Auf diese, ich schreibe mal vorsichtig, sehr unbedachte Äußerung hat sich der Generalsekretär eine Menge Kritik eingefangen. Für mich zeigt diese, da umgehend getwitterte Antwort, wie er tatsächlich denkt. Und das finde ich sehr, sehr bedenklich.

Er hat diesen Twitter-Eintrag zwar mittlerweile mit Bedauern zurückgezogen, jedoch seine Entschuldigungserklärung ist ebenso unsachlich, finde ich: „Wer drei Minijobs braucht, um über die Runden zu kommen, der hat es nicht leicht. Und ich wollte niemandem zu nahe treten, der in so einer Situation ist. Es tut mir leid, dass ich mein eigentliches Argument – wie wichtig eine gute Ausbildung und die richtigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind, damit man eben nicht auf drei Minijobs angewiesen ist – so blöd formuliert und damit manche verletzt habe.“