Moment mal: Sauber geht anders

Die Rot/Grüne Regierung in Niedersachsen hatte einen Sitz mehr zur absoluten Mehrheit im niedersächsischen Landtag. Diese Mehrheit hat sie nun verloren, da eine Abgeordnete der GRÜNEN zur CDU übertreten möchte. Wohl aus Entfremdung zur eigenen Partei oder was wohl eher der Fall sein dürfte, weil sie bei der nächsten Landtagswahl nicht mehr für die GRÜNEN aufgestellt worden wäre.

Es hat schon einige Parteiwechsel gegeben und stets bleibt, wie auch hier, für die Wählerinnen und Wähler ein fader Beigeschmack. Wenn jemand eine Partei wechselt, so ist das ein Vorgang, der zunächst nichts Verwerfliches in sich hat, oder besser geschrieben haben sollte. Den hier, wie auch bei vergleichbaren früheren Fällen, wird nicht nur aus der Partei für die man in den Landtag gewählt wurde ausgetreten, sondern auch das Mandat zur neuen Partei mitgenommen. Und genau hier wird es, nach meiner Meinung, verwerflich. Denn die Wählerinnen und Wähler gaben der Abgeordneten ihre Stimme um die Politik der GRÜNEN zu unterstützen und nicht die, der CDU.

Somit wäre die sauberste Konsequenz das Mandat zurückzugeben. Alles andere hat einen faden Beigeschmack. Oder wie der Schwabe es so treffend formulieren würde, „das hat a Geschmäckle“.

Wobei man sich durchaus fragen könnte, wozu dieser ganze Aufriss jetzt stattfinden muss. Im Januar 2018 wäre in Niedersachsen ohnehin gewählt worden. Das zeigt eigentlich nur, dass Frau Twesten den jetzigen Zeitpunkt ganz bewusst wählte um die Rot/Grüne Koalition platzen zu lassen.