Wahlkampf mit allen Mitteln?

Der Abgasskandal drohte am Minister Dobrindt (CSU) hängen zu bleiben. Aber wie aus dem Nichts holte die Regierungspostille mit den 4 Buchstaben einen Vorgang hervor, der schon über ein Jahr alt war. Der Regierungschef von Niedersachsen hatte eine damalige Regierungserklärung dem Vorstand von VW vorgelegt. Und ein Medienaufschrei geht durchs Land. Urplötzlich konnte sich ein FDP-Landtagsabgeordneter des niedersächsischen Landtages auch wieder daran erinnern vor einem Jahr von solch einem Vorgang gehört zu haben.

Da frage ich mich, weshalb hat er denn nicht schon vor einem Jahr seinen Mund aufgemacht? Klar damals war kein Bundestagswahlkampf und ein Minister der Partei mit der man nach den Bundestagswahlen gerne koalieren würde nicht in den Schlagzeilen. Dummerweise kam nun aber heraus, dass die vormalige schwarz/gelbe Landesregierung in Niedersachsen ebenfalls mit dem VW-Vorstand eng zusammen arbeitete. Das war jedoch nun nur eine kleine Meldung, weil sie verschiedenen Medien nicht in die Berichterstattung passt. Wichtig scheint dehnen nur, dass die SPD offenbar mit dem VW-Vorstand kungelt. Die CDU/CSU …, ein wenig vielleicht auch.

Wer glaubt, dass in diesem Land Politiker bestimmen, wo es langgeht, der sollte sich medikamentös neu einstellen lassen. Wo es lang geht und was zu geschehen hat, bestimmen die Großkonzerne. Darüber sollten sich einige Wählerinnen und Wähler im Klaren sein. Politiker/innen die es sich mit diesen Großkonzern verscherzen haben keine große politische Zukunft.

Und schon deshalb war dieser „Skandal“ ein Treppenwitz.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

8 Kommentare zu “Wahlkampf mit allen Mitteln?

  1. rabohle sagt:

    Gleichwohl halte ich es für eine Frechheit, dass Weil (s)eine Erklärung zum Skandal von Denen „modifizieren“ lässt, die die Autokäufer arglistig getäuscht haben.

    Ob es das unter Wehner auch gegeben hätte? Ich bin mir da nicht sicher.

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    • sigurd6 sagt:

      Sicher bin ich mir da auch nicht. Jedoch war zu Wehners Zeiten die Medienpräsenz nicht so stark.

      Und es ist doch gängige Praxis, ob einem das nun gefällt oder nicht, dass die Großkonzerne bestimmen. Und das war in den frühen Jahren der Bundesrepublik bestimmt auch so. Es ist damals nur nicht so öffentlich geworden. Weil wahrscheinlich auch wenig Handlungsbedarf bestand. Heute ist alles viel öffentlicher und wird dadurch auch transparenter. Meist jedenfalls.

      Nachdem nun bekannt wurde, dass auch die schwarz/gelbe niedersächsische Landesregierung nicht anders verfahren ist, hat sich das Ganze ja eh als Rohrkrepierer erwiesen.

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      • rabohle sagt:

        Wenn einer Unsinn macht, sollte man dann aber nicht vermeiden, es genauso zu machen?

        Denn „Der hat aber auch ..“ macht es für mich nicht besser.

        Aber vielleicht sind wir schon der Bundesrepublik Volkswagen. 😦

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        • sigurd6 sagt:

          Da hast Du völlig recht. Aber es ist in der Politik nichts ungewöhnliches, so scheint es.

          Es ist ja nicht nur VW, die sind im Moment im Fokus. Da kann man die Deutsche Bank, Bayer Leverkusen, BASF und, und, und nennen.

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  2. ballblog sagt:

    Und wenn man kraft Amtes in Niedersachsen auch noch im Aufsichtsrat von VW sitzt… Mehr Nähe geht ja nicht.

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  3. WernerBln sagt:

    Meine Meinung: Alle Skandale vor Wahlen sind nicht nur ein Witz sondern Vera….!

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