Ist die Fähre über die Spree …

… tatsächlich gerettet?

Seit 1896 gibt es die Fähre am Baumschulenweg und nun sollte sie zum Jahresende eingestellt werden. Es ist nicht nur die älteste Fährverbindung der Stadt, sondern auch eine sehr beliebte.

Doch nun entsteht nur etwa 100 Meter spreeaufwärts die Minna-Todenhagen-Brücke über die Spree und damit, so meinte die BVG, sei die Fähre überflüssig geworden und dem Betreiber, der die Fähre in Lizenz für die BVG betreibt, wurde zum Jahresende 2017 gekündigt. Natürlich sind ca. 1.100 Fahrgäste pro Woche jetzt nicht übermäßig viel. Doch es geht auch um das Lebensgefühl der Einheimischen. Sie fahren mit der Fähre gerne in ihre Gärten auf der anderen Spreeseite. Die Fähre ist Solargetrieben, mehr Umweltfreundlichkeit geht also kaum.

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Deshalb wurden Unterschriften gesammelt und es gab auch einige Protestveranstaltungen. Es wurden Vorschläge gemacht wie man den Fährbetrieb sogar ausweiten und damit noch attraktiver machen könnte. Im nächsten Jahr soll die Restaurierung des Eierhäuschens im Plänterwald fertig sein. Das könnte man in die Streckenführung einbinden. Ja man könne sogar den Treptower Hafen ansteuern.

Die Unterschriftensammlung und die Proteste erzielten tatsächlich einen Teilerfolg. Die Fähre soll nun zumindest probeweiße bis zum Jahresende 2018 in Betrieb bleiben. Dann möchte man sehen wie sich das Fahrgastaufkommen nach der Inbetriebnahme der Brücke verändert hat. Die Brücke soll Ende des Jahres fertiggestellt sein. Und dann soll eine Buslinie über sie führen, die angeblich die Fähre ersetzen kann. Man wird sehen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Berlin.