Das fängt ja gut an

Der Präsident der Europäischen Kommission Jean-Cloud Juncker träumt von einer EU, die sich weiterhin vergrößern wird und alle Staaten sollten, wenn es nach ihm ginge, alsbald den EURO als Zahlungsmittel bekommen. Seiner Meinung nach würde das die Einheit der EU stärken. Lebt der gute Herr Junker eigentlich in der EU, in der ich lebe?

Eine EU, deren Zusammenhalt unerschütterlich ist, dürfte wohl ein Wunschtraum bleiben. Jedenfalls so lange nationale Interessen für einige Mitgliedsstaaten wichtiger sind, als Solidarität in der EU. Solidarität erwarten besonders einige der östlichen EU-Staaten besonders in finanzieller Hinsicht, jedoch wenn es darum geht Solidarität mit Italien und Griechenland in der Flüchtlingsfrage zu zeigen, werden sie bockig. So kann eine Solidargemeinschaft nicht funktionieren. Staaten wie Ungarn und Polen hätten heute keine Chance in die EU aufgenommen zu werden. Deshalb muss es endlich vertragliche Regelungen geben, dass Staaten die gegen die Richtlinien der EU verstoßen aus der Gemeinschaft ausgeschlossen werden.

Im Moment darf es nicht das Ziel sein die EU weiterhin zu erweitern. Im Moment muss es das Ziel sein, die EU-Staaten auf einen Kurs zu bringen. 27 Staaten unter einem Dach zu vereinen ist eine schwierige Aufgabe, die man bisher nur sehr unvollkommen gelöst hat. Um das zu verschleiern sollte man nicht, wie Jean-Cloud Juncker auf eine Erweiterung setzen, sondern darauf hinarbeiten alle Staaten der EU zu solidarischem Handeln zu bewegen. Nur so wird ein Auseinanderbrechen der EU zu verhindern sein.

 

Und auch in der vergangenen Woche gab es einen Hurrikan, der in der Karibik und in den USA für große Verwüstungen sorgte. Da kam uns der erste Herbststurm schon fast wie ein laues Lüftchen dagegen vor.

 

Zu all den Tragödien die sich auf unserem Planeten zutragen gesellte sich eine, die man hier kaum beachtet. Wer bisher glaubte Buddhisten seien friedliche Menschen, ich gehörte auch dazu, hat sich wohl getäuscht. In Myanmar werden die Rohingya, eine islamische Minderheit, gnadenlos von ihnen gejagt und zumindest, wenn ihnen nicht schlimmeres geschieht, vertrieben. Rund 400.000 Rohingya sind bisher nach Bangladesch geflohen. Wahrscheinlich ohne große Hoffnung darauf, jemals nach Myanmar zurückkehren zu können. Fraglich nur ob ein Land wie Bangladesch rund 400.000 Flüchtlinge ohne Probleme aufnehmen kann. Das Land wird momentan stark von Monsunregen heimgesucht.

 

Ach und zum Schluss noch ein Spitzenreiter. Der Berliner Flughafen Tegel ist der unpünktlichste Flughafen Deutschlands. Na bitte Berlin kann auch mal Spitzenreiter sein.

Na dann, eine schöne Woche wünsche ich.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

20 Kommentare zu “Das fängt ja gut an

  1. rabohle sagt:

    Die EU sollte sich derzeit zunächst auf das Problem mit dem GröTaZ besinnen.

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  2. ballblog sagt:

    Und wenn man sich am Grötaz abgearbeitet hat, sollte man sich an die Demokratisierung mancher EU- Mitgliedsländer im Osten machen.

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  3. christahartwig sagt:

    „Hoffentlich wird es nicht so schlimm wie es schon ist!“ hat Karl Valentin mal gesagt. Wir werden es ja sehen am nächsten Sonntag.

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    • sigurd6 sagt:

      Davor graut mir heute schon, ganz ehrlich. Ich hatte gestern ein langes Telefonat und natürlich kamen wir auch auf die Wahl zu sprechen. Mein Telefonpartner sagte zu mir, „als du vor vielen Jahren davor gewarnt hast, dass es in Deutschland eine gefährliche rechte Strömung gibt, wollte ich das damals nicht glauben. Leider hattest du mal wieder recht. Nie hätte ich für möglich gehalten, dass in den Deutschen Bundestag wieder Nazis einziehen werden“.

      Manchmal mag ich aber gar nicht recht behalten. Nein, nein, nein. 😦

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    • nana sagt:

      War ein kluger Mann, der Herr Valentin. Mir graut jedenfalls vor dem Wahlsonntag.

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  4. Helen sagt:

    Bitte, ich brauche etwas Nachhilfe – was heißt Grötaz im Klartext?

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