Elli Bananenflanke meint …

… bleibt lieber auf häuslicher Bühne?

6 Spiele der deutschen Eliteclubs sind in der Gruppenphase der CL gespielt und die Bilanz ist eher ernüchternd. Einem Sieg und einem Unentschieden stehen 4 Niederlagen entgegen.

Was sich seit 2-3 Jahren abzeichnet wird immer deutlicher, die Bundesliga ist, wenn es um die vorderen Plätze im europäischen Fußball geht, nur noch bedingt konkurrenzfähig. Das meine ich nicht einmal abwertend, sondern das muss man realistisch eingestehen. Die enormen Summen die andere Vereine für Spieler ausgeben, kann man hierzulande nicht bezahlen und ich finde das gut so. Wie die fast totale Abhängigkeit von einem Gönner enden kann, sah man bei 1860 München sehr deutlich.

Bei Leipzig merkte man sehr deutlich, dass sie internationale Greenhorns sind. Das war aber auch nicht anders zu erwarten. Vielleicht schaffen sie es wenigstens in die Euroliga und können dort weiterhin internationale Erfahrung sammeln. Auf den dritten Platz in seiner Gruppe muss sich wohl auch der BVB fixieren und auch bei den Bayern sehe ich noch nicht, dass sie Gruppenzweiter oder gar Gruppenerster werden.

Heute greifen Köln, Hoffenheim und Hertha BSC in das internationale Geschehen ein und es bleibt abzuwarten, ob dabei mehr herauskommt, als bei den drei Vertretern in der CL.

Wollte man ein Fazit aus den bisherigen Spielen in den internationalen Wettbewerben ziehen, so kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass die Bundesliga viel zu lange, wohl auch durch die Nationalmannschaft geblendet, glaubte, international in der ersten Reihe zu spielen und nicht bemerkte, dass sie Jahr für Jahr an Boden verloren hat. Mit utopischen Summen für Spieler ist das nicht auszugleichen und wäre wahrscheinlich auch der falsche Weg. Man sollte vielleicht weniger auf Legionäre als vielmehr den eigenen Nachwuchs setzen. Dieser ist durchaus vorhanden, verkümmert jedoch allzu oft im Schatten teuer gekaufter Stars. Wobei ich diesen natürlich nicht die Schuld an der derzeitigen Situation geben möchte. Doch leider wird man genau den Weg gehen, der seit Jahren immer gegangen wurde, schon in der Winterpause werden einige der deutschen Vereine auf Einkaufstour gehen. Das hatte eine Zeit lang ja auch gut funktioniert, ist jedoch durch die inflationäre Einkaufwut der Scheichs völlig aus dem Ruder gelaufen. Hier können deutsche Vereine nicht mehr mithalten.

Moment mal: Hauen und stechen

Der Urnenpöbel, bis Sonntag von den Parteien mündige Bürger genannt, hat gewählt. Und die Parteien haben an dem, was dabei herauskam, zu knabbern. Alle? Offiziell jedenfalls kann man sich des Eindruckes nicht erwehren, dass das Ergebnis an der Kanzlerin abperlt.

Im Gegenteil nun wird ein weiterer Konkurrent offenbar weggelobt. Noch-Finanzminister Schäuble soll neuer Bundestagspräsident werden. Somit darf er an den bevorstehenden Koalitionsverhandlungen der CDU nicht teilnehmen und die Kanzlerin ist einen Bremser los. Noch mehr Gezeter ist in der CSU. Da erdreisten sich einige Mitglieder doch tatsächlich, gegen den bayerischen König zu meutern, und fordern ihn zum Rücktritt auf. Das geht ja nun gar nicht, denn nach der überwiegenden Meinung, also seiner, ist er der fähigste Ministerpräsident der Alpenrepublik seit Franz-Josef Strauß. Er, der die Kanzlerin am CSU-Parteitag öffentlich ab watschte wie ein dummes Schulmädchen, er der stets bemüht ist seine Meinung flexibel zu halten, er ist und bleibt, nach seiner Meinung, der fähigste Politiker.

Aber auch die LINKE kommt nicht ungeschoren davon. Der ehemalige Vorsitzende Lafontaine geht mit ihnen hart ins Gericht. Aber was ist das alles gegen die AfD? Frauke Petry hat sich mal schnell für die AfD in den Bundestag wählen lassen. Und schon einen Tag nach der Wahl merkt sie, welch wüster Haufen diese Partei mittlerweile geworden ist. Sie merkte es natürlich schon vor dem Wahlsonntag, jedoch möchte sie die rund 10.000 EURO als Abgeordnete schon gerne einstreichen. Und kurz vor den Wahlen, wie hätte sie da eine neue Partei finden können? Nein da knurrt man leise vor sich hin, nur so viel, dass man auch gewählt wird um dann sofort abzuspringen. Das haben vor Frau Petry auch schon andere gemacht, ich finde es in jedem Fall ein schmutziges Spiel.

Bei den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU, FDP und GRÜNEN würde ich gerne Mäuschen sein um zu lauschen, wie gerade die CSU bocken wird. Sie haben die Wahl des bayerischen Landtages vor der Brust und würden mit ihren lausigen bundesweiten 6,1 Prozent gerne die Muskeln spielen lassen.

Spannend dürfte es jedenfalls werden und wenn die Jamaika-Koalition tatsächlich zustande kommen sollte, ich zweifle daran eigentlich nicht, ist fraglich, ob sie auch hält.

Noch ein Gedanke zum Schluss. Der Bundestag möchte die Legislaturperiode auf 5 Jahre erhöhen. Das finde ich vernünftig. Vernünftig würde ich es allerdings auch finden, wenn die Kanzlerschaft einer Person auf zwei Legislaturperioden begrenzt werden würde.