Elli Bananenflanke meint …

… Krise, welche Krise?

Ich muss vorausschicken, dass ich Pal Dardai sehr schätze. Keiner ist wahrscheinlich mehr ein Herthaner als er. Vor 20 Jahren kam er als junger Spieler von gerade mal 22 Jahren in die Stadt um bei Hertha BSC sein Glück zu finden und ist dem Verein bis heute treu geblieben. Seit 2 Jahren in der verantwortlichen Position als Trainer der Bundesligatruppe. Er sagte einst, wenn es nicht funktioniert, dann gehe er auch wieder zurück in die Jugendarbeit bei Hertha und wer will ihm, dem ehrlichen Sportsmann das nicht glauben? Er der damals auch ein Angebot der großen Bayern ablehnte und der Hertha treu blieb.

Doch in den letzten Wochen hat er wohl mit seiner Einschätzung ziemlich weit danebengelegen. Als die Mannschaft nur ein Spiel von 10 Spielen gewinnen konnte, meinte er, das ist keine Krise und wenn es eine wäre, was ja nach seiner Einschätzung keine war, so sei es eine Krise der Medien und der Zuschauer. Wow Pal das ist ja eine völlig neue Variante. Die Mannschaft hat also keine Krise, die Zuschauer und die Medien tragen eine Krise an die Mannschaft heran? Da würde ich aber ganz schnell meinen Spielern die Lektüre der Morgenzeitungen verbieten und die Zuschauer, bis diese ihre Krise überwunden haben, aus dem Stadion verbannen.

Überhaupt nach dem Sieg über den HSV sieht man bei Hertha schon wieder alles rosarot. Und natürlich hat sich die Mannschaft damit aus der Krise, die es ja nicht gab, geschossen. Was aber nun wenn die Mannschaft das Auswärtsspiel in Wolfsburg und das Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach vergeigt? Na ist doch klar, dann haben Zuschauer und Medien wieder eine Krise.

Ich glaub, ich krieg ne Krise.

Fernsehen von Vorgestern

Vorabendserien sind jetzt nicht so mein Ding. Bei einer Serie allerdings konnte ich herzhaft lachen und ich glaube, sie wurde im Vorabendprogramm der ARD ausgestrahlt. Die Sendung hieß Büro, Büro und überzeichnete den täglichen Bürowahnsinn dermaßen, dass es schon wieder gut war. Ob ich die Sendung heute noch so gut finden würde, kann ich nicht sagen, damals jedenfalls schaute ich sie, wann immer ich konnte. Übrigens hatte die Reihe auch eine prima Besetzung, wenn Ihr mal in Wikipedia schauen möchtet so klickt hier einfach auf Büro, Büro.

Moment mal: Der Reformator

Nun geht es langsam zu Ende das Lutherjahr. 500 Jahre ist es her, dass er seine 95 Thesen, am 31. Oktober 1517, an die Schlosskirche von Wittenberg hämmerte. Obwohl das auch immer wieder von Lutherforschern bezweifelt wurde.

Und nun 500 Jahre später wurde er dafür 1 Jahr lang gefeiert. Von mir aus kann man Luther noch 1 Jahr feiern. Ich würde mir jedoch wünschen, dass er dann auch so dargestellt wird, wie er war. Er hat nicht nur die Bibel famos übersetzt. Das war wahrscheinlich eines seiner größten und wichtigsten Werke überhaupt, sondern auch den Juden hat er Vertreibung und Verbrennung gewünscht. Seine demokratische Einstellung war, freundlich geschrieben, nicht sehr ausgeprägt. Gegen die Bauernaufstände soll er fürchterlich geschimpft haben. Darüber hörte man leider in dem Jubeljahr recht wenig. Doch auch das gehört zu seiner Biografie ob das den Kirchenoberen nun passt oder nicht.

Heute in Schmöckwitz

Nachdem uns gestern der Wind mächtig um die Nase geblasen hatte, war es heute eigentlich ein schöner Herbsttag. Heute Morgen im Radio wurde zum Wetter zwar gesagt, „später kann es auch kurz Regen geben“, das konnte uns jedoch nicht davon abhalten etwas rauszufahren.

Aber wie hatten meine Frau und ich noch geunkt? Später ist bei uns bestimmt wieder etwas früher und so kam es dann auch. Zum Glück standen wir nur einigen Meter von unserem Auto entfernt als ein kurzer, jedoch heftiger, Schauer einsetzte. Danach war der Himmel wieder blau, als wäre nichts gewesen. Nur der Wind, der erinnerte uns daran, dass die kalte Jahreszeit vor der Tür steht.

Ein paar Fotos habe ich auch noch gemacht. Wenn ihr genau aufs Wasser schaut, könnt ihr erkennen, wie der Wind es trieb.

Schmoeckwitz.jpg

Schmoeckwitz1.jpg

Schmoeckwitz2.jpg

Na dann gute Nacht

Mit einem der schönsten Chorgesänge aus der Oper Nabucco von Verdi, der Gefangenenchor, aufgenommen in der Arena de Verona, wünsche ich Euch eine gute Nacht und eine schöne Woche.

Elli Bananenflanke meint …

… so einen Tag so wunderschön wie heute …

… den sollte man ganz schnell abhaken. Gegen wen kann Hertha eigentlich noch gewinnen? Natürlich gegen den HSV. Fast immer wenn es zu diesem Duell im Olympiastadion kam, ging Hertha in den letzten Jahren als Sieger vom Platz. Auch heute wieder. Aber es war ein Zittersieg und man fragt sich tatsächlich wen möchte Hertha in dieser Saison eigentlich noch bezwingen?

Eine total verunsicherte Mannschaft stolpert mehr oder minder über den Rasen und mit einem geordneten Spielaufbau hat das alles herzlich wenig zu tun. Was ist los in dieser Mannschaft? Scheitert sie letztendlich an dem Glauben, ein etabliertes Mitglied der 1. Bundesliga zu sein? Mich erinnert das Auftreten der Mannschaft fatal an das der Abstiegsmannschaften vor einiger Zeit. Es ist noch nicht lange her und Hertha war zweitklassig. In der Hinrunde sind es noch 7 Spieltage und aus diesen sollte die Mannschaft mindestens 9 Punkte holen. Mit 22 Punkten auf der Habenseite könnte man einigermaßen beruhigt in die Rückrunde gehen. Punkte jedoch muten momentan illusorisch an.

 

Was ist denn mit dem BVB los? Spielen sie neuerdings ohne Abwehrreihe? Das ist ja schrecklich, wie sie in Hannover ausgekontert wurden. Mit dieser Einstellung wird es wohl nichts mit einem Weiterkommen in der CL. Die Tabellenführung ist man jedenfalls erst einmal los. Und am Sonnabend kommen die Bayern.

 

Und Nagelsmann der pfeffert vor lauter Wut schon mal einem Zuschauer eine Wasserflasche an die Birne. Er hat sich zwar entschuldigt, aber ich frage mich, was kann eine Wasserflasche für das Spiel seiner Mannschaft? Wenn Hazard nicht gefühlte 25 Chancen benötigen Würde um ein Tor zu erzielen wäre das Ganze wohl noch peinlicher für seine Mannschaft geworden.

 

Groß aufspielen wollte Leipzig bei den Bayern und schon nach 16 Minuten flog wieder ein Leipziger vom Platz, diesmal berechtigt, und all das was man sich vorgenommen hatte, war Makulatur. Gegen 10 Leipziger hatten die Bayern leichtes Spiel und schalteten in der 2. Halbzeit demnach auch 3 Gänge zurück. Kann man anhand der schweren Aufgaben, die noch vor ihnen liegen verstehen. Für die Zuschauer jedoch ist es ätzend und sie haben auch eine Menge Eintritt bezahlt.

Fast vergessene Schlager

In dieser Rubrik stelle ich meist Schlager vor, die mich in meiner Kindes- und Jugendzeit eigentlich nur nervten.

Heute jedoch weiche ich davon mal ab und stelle hier einen Schlager rein, den ich sehr bemerkenswert finde. Behandelt er doch ein Thema, das in Deutschland auch heute noch fast ein Tabuthema ist. Menschen mit Behinderung. In dem von Herbert Grönemeyer gesungenen Lied geht es um eine gehörlose junge Frau, die gerne laut Musik hört. Nach meinem Kenntnisstand ist das das einzige deutsche Lied überhaupt, das sich mit Behinderungen beschäftigt. Oder fällt Euch noch eines ein?

Abschied von den Wolken

Der Abschiedsflug von Air Berlin AB 6210

Der letzte Flug von Air Berlin ging von München nach Berlin. Nachdem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter monatelang um ihre Arbeitsplätze gebangt hatten, und viele von ihnen wahrscheinlich keine neue Arbeitsstelle bei den Fluggesellschaften die Teile von Air Berlin übernahmen bekommen werden, landete gestern Abend gegen 23:00 Uhr die letzte Maschine der Air Berlin in Tegel.

Eine Fluggesellschaft, deren Aufstieg vor fast 40 Jahren begann flog schon seit vielen Jahren, bestimmt nicht wegen des Personals, mit roten Zahlen umher. Wieder ist es dem Management gelungen, mit Fehlleistungen Arbeitsplätze zu vernichten. Leider wurde das in den Medien viel zu wenig „gewürdigt“.

Glyphosat oder was?

„Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde“.

So lautet der Amtseid der Bundeskanzlerin, des Bundeskanzlers, der Bundesrepublik Deutschland.

Nun werde ich natürlich nicht so vermessen sein und behaupten, die Bundeskanzlerin würde ihren Amtseid brechen. Nein sie lotet einfach aus, wie belastbar ein Amtseid ist. Hier wurden ihr bereits zwei Mal, ich habe es schon des Öfteren thematisiert, vom Bundesverfassungsgericht die Schranken aufgezeigt. Im Umgang mit der „Dieselaffäre“ war sie jetzt auch nicht die Garantin für eine zielführende Lösung und nun bremst sie eine europäische Lösung für Glyphosat aus. Die Genehmigung für die Verwendung von Glyphosat läuft im Dezember aus. Das Mittel ist verdächtig Krebs zu erzeugen und man sollte meinen, schon der Verdacht sollte ausreichen um es zumindest bis zu einer endgültigen Klärung vom Markt zu nehmen. Aber nicht bei unserer Bundeskanzlerin.

Ich frage mich, wie die GRÜNEN überhaupt ernsthaft einen Gedanken darauf verschwenden können, in eine Regierung mit der CDU einzutreten.