Das fängt ja gut an

Wir stehen in direkten Verhandlungen mit Nordkorea, so sagte es der amerikanische Außenminister bei einem Besuch in China. Und bevor die Welt nun allzu erstaunt darüber ist, twitterte der Präsident mal wieder auf seinen Außenminister ein. Mit 140 Zeichen erklärte er, dass Gespräche mit Pjöngjang reine Zeitverschwendung seien. So etwas nennt sich dann wohl eine klare Linie der Außenpolitik, passt jedoch zum Twitterpräsidenten.

 

In Bayern werden nicht nur dem Trainer von Bayern München die Lederhosen ausgezogen, sondern auch dem amtierenden Ministerpräsidenten der Regenschirm weggezogen, dass er voll im Regen stehen möge. Es ist so als ob einige der „CSU-Freunde“ nur auf solch einen Erdrutsch warteten um ihm eins reinzuwürgen. Natürlich pfeifen alle ein lustig Liedchen vor sich hin, wenn sie nach einem Nachfolger für Seehofer gefragt werden, doch die Kronprinzen bringen sich in Stellung um ihn den Gnadenstoß zu geben. Am liebsten würde man ihn zu den Saupreißen nach Berlin abschieben.

 

Die Unabhängigkeitsbemühungen der katalanischen Regierung wurden von Madrids Polizeitruppen ziemlich rüde gestoppt. Fraglich ob diese Risse jemals wieder gekittet werden können. Ich kann zu dem was in Spanien geschieht wenig sagen, wenn jedoch Katalonien in die Unabhängigkeit geht, dann dürfte es im Baskenland auch wieder mächtig rumoren. Die Freiheitskämpfe der ETA dürften uns noch in böser Erinnerung sein.

 

Und Frauke Petry möchte eine neue Partei gründen. Die Blauen sollen es sein. Meine Güte wenn jeder der schmollend in der Ecke sitzt, weil ihm die eigene Partei den Stuhl vor die Tür setzt eine neue Partei gründet dann gute Nacht. Dann haben wir bald Wahlzettel so lang wie eine Rolle Toilettenpapier. Wie wäre es, wenn man die eigene Eitelkeit und das Geltungsbedürfnis ein wenig zurücksteckt? So kann es nicht weitergehen, finde ich jedenfalls. Gut die Rechten machen sich damit selbst das Leben schwer und immer unglaubwürdiger, jedoch ist die laufende Gründung neuer Parteien gewiss keine Lösung.

 

Und nun ein Trrrraaaaaaarrrrraaaaaaaaaaaaaa! In Berlin ist etwas fertig geworden und das nur mit einer 4-jährigen Verspätung. Die Staatsoper wird am 3. Oktober wieder eröffnet. Na bitte geht doch. Eine schöne Woche und allen die einen Brückentag genommen haben einen schönen Kurzurlaub.

Bildquelle: dreamies.de

7 Kommentare zu “Das fängt ja gut an

  1. Dieter sagt:

    Wünsche auch dir einen guten Wochenstart
    VG Dieter

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  2. WernerBln sagt:

    Zu Spanien:
    Da gibt es so einige Unstimmigkeiten, in dem, was hier in den Medien ankommt.

    Man zeige mir ein Land auf dieser Welt, in dem die Abspaltung einer Provinz, nachdem dies vom obersten Verfassungsgericht als rechtswidrig befunden wurde, nicht verhindert werden würde.

    Nebenbei bemerkt, auch aus der Bundesrepublik kann man nicht austreten, nicht mal Bayern!

    http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/bverfg-urteil-bayern-darf-deutschland-nicht-verlassen-14603200.html

    Bezeichnend die Äußerung der katalanischen Separatisten: „Der Wunsch nach Unabhängigkeit steht über der Verfassung“! Na toll, darf ich mir künftig auch aussuchen, welche meiner Wünsche über der Verfassung stehen? Die wollen jetzt auch noch aufgrund des „überzeugenden“ Ergebnisses des Referendums die Unabhängigkeit erklären? Mal abgesehen von den gesamten Begleitumständen dieser Farce sind 90% von 40% wie viel?

    M.E. sind die Verantwortlichen in Barcelona unverantwortliche Hasardeure. Die spanische Regierung hat möglicherweise einen Fehler gemacht, gegen die aufgehetzte Bevölkerung vorzugehen, anstatt die Verantwortlichen festzusetzen und vor ein ordentliches Gericht zu stellen!

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    • sigurd6 sagt:

      Katalonien hatte ja schon viele Freiheiten bekommen. Toll jedoch finde ich den Vorschlag des katalanischen Ministers, die EU solle schlichten. Soll die EU etwa aktiv an der Spaltung der EU, denn das wäre es ja auch ein wenig, wenn die Katalanen sich selbstständig machen würden, mitarbeiten? Irgendwie ist das schon ein Treppenwitz.

      Katalonien ist, soweit ich geschichtlich noch etwas bewandert bin, durch eine Heirat an Spanien gefallen. Oder war es umgekehrt? Man darf gespannt sein, wie es weiter geht. Ich hoffe friedlich. Alles andere sollte sich doch regeln lassen.

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      • WernerBln sagt:

        Was da an wen gefallen ist, kann man nicht so genau sagen. Durch die Heirat von Ferdinand von Aragonien (dazu gehört auch Katalonien) und Isabella von Kastilien im 15. Jahrhundert kam es zu einer Doppelmonarchie die später von den jeweiligen spanischen Herrschern in Personalunion geführt wurde. Dieser Zusammenschluss war jedenfalls Voraussetzung für den Aufstieg Spaniens zur Großmacht.

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        • sigurd6 sagt:

          So genau weiß ich das jetzt auch nicht mehr. Aber ich könnte, wenn ich Zeit habe, mal nachschlagen. Wir haben unendlich viele Bücher über Geschichte hier rumstehen. Meine Frau hatte ja mal Geschichte studiert. Mir ist nur noch geläufig, dass es durch Heirat zum Zusammenschluss kam. Daher könnte Ihre Version schon eine ganz heiße Spur sein.

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  3. WernerBln sagt:

    Zur Staatsoper:

    Habe ich in den letzten Tagen wg. wichtigerer Ereignisse nicht wirklich verfolgt. Allerdings, habe ich bei der heutigen AS richtig vernommen, dass die Eröffnung eigentlich ein Fake war, weil anschließend gleich wieder geschlossen, weil nicht fertig?

    Potemkin lässt grüßen?

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