Die Zeitumstellung

Bereits im Jahr 1978 verabschiedete der Bundestag das Zeitgesetz zur Einführung der Sommerzeit. Vorher hatte man sich mit der damaligen Regierung der DDR geeinigt, damit es in Deutschland nicht zu unterschiedlichen Zeitzonen kommt. Ich kann mich gut daran erinnern, dass wir schon damals all unsere Hoffnung darauf setzten, dass aus Ost-Berlin ein nein kommt. Denn unterschiedliche Zeitzonen in Ost- bzw. Westberlin hätte man bestimmt kaum durchdrücken können. Aber wenn man einmal auf Honecker hoffte, so hoffte man vergebens. So wurden die Uhren erstmals am letzten Märzwochenende 1980 auf die Sommerzeit umgestellt. Es war nicht das erste Mal, dass in Deutschland die Sommerzeit eingeführt wurde. Die erste Zeitumstellung war im Jahr 1916 während des Ersten Weltkrieges. Sie wurde allerdings in der Weimarer Republik wieder abgeschafft um dann von den Nazis von 1940 bis 1945 wieder eingeführt zu werden.

Ziel der Einführung der Sommerzeit 1980 war es nach der Ölkrise 1973 das Tageslicht besser zu nutzen und Energie zu sparen. Wobei ich mich von Anfang an fragte, wo hier eine Energieeinsparung sein soll. Das Energiesparziel wurde natürlich auch nie erreicht. Mittlerweile wird die Sommerzeit von der Mehrheit der Deutschen abgelehnt.

Ich finde die Zeitumstellung blödsinnig und habe es schon immer so gesehen. Aber „unsere Politiker“ sind nicht in der Lage einen, von den meisten Deutschen abgelehnten, Fehler rückgängig zu machen. Wieso eigentlich nicht? Nachweislich bringt die Zeitumstellung keinen Nutzen und besonders die Umstellung im März wird von vielen Menschen nicht gut verkraftet. Was auch durch erhöhte Unfallzahlen in den Tagen nach der Zeitumstellung zu belegen ist. Was spricht dann noch für eine Zeitumstellung? Für mich eigentlich gar nichts. Mir ist es mittlerweile auch völlig egal, ob nun die Sommer- oder Winterzeit die gültige MEZ ist. Nur die Zeitumstellung sollte endlich wegfallen. Der Meinung bin ich jedenfalls. Und wie seht Ihr das?

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15 Kommentare zu “Die Zeitumstellung

  1. brathahn sagt:

    Das wäre ja die total passende Frage der Woche, fällt mir gerade auf! Würde passen, wie die Faust aufs Auge… 😉

    Also ich habe nichts dagegen, wenn die Umstellerei abgeschafft wird, aber nur dann, wenn dauerhaft die „Sommerzeit“ gilt. Ich brauche das extrem frühe DUnkelwerden im Winter absolut nicht, auch muss es im Hochsommer nicht noch früher hell werden. Insofern würde mir die dauerhafte Sommerzeit absolut zusagen.

    Ich finde aber, dass das europaweit dann soweit einheitlich gemacht werden sollte, nicht dass dann jedes Land noch macht, was es will,das wäre auch ziemlicher Quatsch.

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    • sigurd6 sagt:

      Die Frage der Woche ist eine andere. Ist schon seit Tagen auf Sonnabend 10:00 Uhr terminiert. So kann ich es wenigstens nicht vergessen. 😀

      Natürlich müsste es einheitlich geändert werden. Ein Alleingang eines Landes bringt nichts.

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      • brathahn sagt:

        Ah okay, dann bin ich mal gespannt. 😉

        Richtig, aber bevor sich da mal alle einig werden, vergehen auch Jahre – wenn es überhaupt mal ernsthaft thematisiert würde…

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  2. ballblog sagt:

    Mir bringt diese Umstellung nichts – außer, daß ich an den Umstellungswochenenden aufpassen muß, nicht unpassend zu Terminen zu kommen.
    Mir wird auch dann noch mehr bewußt, das Zeit eine Frage der Vereinbarung ist, wie man sie nennt. Das klingt überspitzt, aber theoretisch könnte man sich ja auch auf zwei Stunden verständigen oder so.
    Im Sommer ist es früher hell und im Winter früher dunkel – that’s it. Wozu also die Zeitumstellungen?

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  3. nana sagt:

    Mich nervt das jedes Jahr. Zumal die Umstellung auf „jetztwirdsfrüherdunkel“ damit so plötzlich kommt. Ich bin dann wochenlang abends immer zeitig müde.

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  4. rabohle sagt:

    Nachdem sich hier fast alle Uhren automatisch umstellen, ist es mir egal.

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    • sigurd6 sagt:

      Bei uns stellen auch fast alle Uhren automatisch um. Trotzdem finde ich es Blödsinn. Und das Umstellen der Uhren ist ja auch das Geringste, finde ich.

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      • WernerBln sagt:

        Natürlich haben wir auch diverse Technik, die die Zeitumstellung alleine schafft. Allerdings haben wir bei Uhren auch einige Erbstücke von 1930 bis 1950, die manuell gestellt werden müssen und besonders ein „Zurückdrehen“ gar nicht mögen. Hinzu kommen z.B. das Heizungsthermostat und diverse Haushaltsgeräte die unsinnigerweise aber zwangsweise die Uhrzeit anzeigen (Mikrowelle / Backofen etc.). Also ich bin mit dem Umstellen von ca. einem Dutzend Teilen mindestens 30 Minuten beschäftigt.

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  5. JanJan sagt:

    Völlig überflüssig… Wenn schon möchte ich eine ganz eigene Zeitzone, nur für mich alleine 😁

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