Magazin Rolling Stone

Der 9. November ist ein geschichtsträchtiger Tag in der Bundesrepublik. Doch darum soll es jedoch heute mal nicht gehen.

RollingStone.svg

Quelle: Wikipedia

Am 9. November 1967 erschien in San Francisco die erste gedruckte Ausgabe des Musikmagazins „Rolling Stone“. Gegründet wurde das Magazin von Jann S. Wenner und Ralph J. Gleason. Seinen Namen verdankte das Magazin dem Song „Like a Rolling Stone“ von Bob Dylan. Bis heute gibt es dieses Magazin und es wird noch immer mit einer Auflage von ca. 1,5 Millionen Exemplaren gedruckt.

 

33.293 Schicksale

AsylAls ich heute Morgen meinen Tagesspiegel aus dem Briefkasten nahm, dachte ich, der ist heute aber besonders dick. Man wird also wieder mit Werbung überschwemmt werden, kam mir natürlich als erstes in den Sinn. Klar Werbung durfte nicht fehlen zwei große Elektromärkte deren Namen ich natürlich nicht nenne aber Geiz ist geil, wenn man nicht blöd ist, das kam mir dabei in den Sinn.

Aber dadurch war der Tagesspiegel natürlich nicht deutlich dicker, als man es gewohnt ist. Dem heutigen Tagesspiegel ist eine Beilage der Künstlerin Banu Cennetoglu beigelegt. Sie möchte mit dieser Liste den Menschen eine Identität geben, die auf der Flucht nach Europa ums Leben kamen. Hinter 33.293 Menschen stecken 33.293 Schicksale. Doch nicht nur hinter denen die ihre Flucht mit dem Leben bezahlen mussten stecken Schicksale, sondern auch hinter denen die die Flucht schafften.

Ob die Künstlerin mit dieser Beilage aber die erreicht, die sie erreichen möchte, wage ich zu bezweifeln. Hier gilt wohl leider auch das was ich auch immer Kabarettisten sage, wer es eigentlich hören sollte, geht eh nicht hin. Und dieser Beilage wird es, so glaube ich, ebenso ergehen.

Moment mal: Armes Deutschland

Die Wirtschaft brummt und die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist, jedenfalls offiziell, auf einen sehr niedrigen Stand. Und immer wieder hören wir, es geht uns gut. Stimmt das tatsächlich?

Wie man heute hören konnte, sind rund 20 Prozent in Deutschland von Armut bedroht. Wie bitte in einem Land, das einen Wirtschaftsaufschwung ohnegleichen erlebt und dessen Arbeitsmarkt so gut aussieht, ist praktisch jeder Fünfte von Armut bedroht? Wie geht das eigentlich zusammen?

Ganz einfach die Löhne und Gehälter wurden lange Zeit gedeckelt und der Niedriglohnsektor immer weiter ausgebaut. So kommt es, dass manche Menschen mittlerweile 3 Jobs brauchen um irgendwie über die Runden zu kommen. Ja sie müssen oftmals dann auch noch staatliche Hilfe in Anspruch nehmen und dürfen sich noch dumm anreden lassen. So wurde es mir von etlichen Betroffenen unabhängig voneinander glaubhaft versichert.

Und was sagen die Wirtschaftsweisen konjunkturell voraus? Für dieses Jahr eine Steigerung des Wirtschaftswachstums um 2,0 Prozent und für nächstes Jahr eine Steigerung um 2,2 Prozent. Nun lagen sie in der Vergangenheit mit ihren Prognosen schon manchmal sehr daneben. Man wird sehen wie die Wirtschaft sich entwickelt. Aber eines haben sie dann auch sogleich noch gefordert, der Niedriglohn müsse bleiben.

Na bravo wenn ein Land solch einen Wirtschaftsaufschwung hat und solch günstige Prognosen und dennoch 20 Prozent der Bevölkerung von Armut bedroht sind, kann etwas nicht stimmen. Hier hängt etwas gewaltig schief. Aber aufzuregen scheint dies ohnehin niemanden. Uns geht es doch gut.