Moment mal: Wie verarsche ich einen Koalitionspartner?

Die geschäftsführende Bundeskanzlerin brachte keine Koalition zusammen und buhlt nun um den noch Koalitionspartner SPD für erneute 4 Jahre Regentschaft von ihres Gnaden.

Wie sehr sie sich darum schert was eine SPD-Ministerin denkt oder politisch nicht mittragen möchte, hat sie heute wieder in eindrucksvoller Lobbyistenmanier gezeigt. Seit Monaten wird in Brüssel um eine Verlängerung oder auch Nichtverlängerung von Glyphosat gerungen und stets musste sich die Bundesregierung, eben wegen der Bedenken der Umweltministerin Hendricks (SPD), der Stimme enthalten und tat dies auch. Am heutigen Montag nun kam es zur Endabstimmung über eine weitere Verlängerung der Genehmigung von Glyphosat für 5 Jahre und die Bundesrepublik enthielt sich diesmal, obwohl die Umweltministerin Hendricks (SPD) dem Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) nochmals mitteilte, dass sie auch weiterhin große Bedenken hat, nicht der Stimme, sondern stimmte der Verlängerung zu, obwohl sie sich hätte, wegen der Uneinigkeit in der Regierung hätte enthalten müssen. Offensichtlich war dem Landwirtschaftsminister Schmidt (CSU) völlig egal, wie der Koalitionspartner darüber denkt oder, was noch unglaublicher wäre, er handelte auf höhere Anordnung.

Wie auch immer. Es ist ein Affront gegen das Umweltministerium und deren Ministerin. Und zeigt wie verlässlich der mutmaßliche Koalitionspartner CDU/CSU ist und wie wenig er sich um die Meinung seines Koalitionspartners schert, wenn Lobbyisteninteressen wahrzunehmen sind.

Für die SPD sollte es ein weiterer Punkt sein diese Koalition nicht fortzusetzen und dieser Kanzlerin nicht weiter den Steigbügel zu halten.

So sieht uns die Welt?

Also ein Fragezeichen musste ich dann doch setzen. Denn die Sicht die hier aus den Ländern gezeigt wird, ist immer sehr subjektiv zu bewerten. Doch wer ein paar Minuten Zeit hat, kann sich die interessante Seite, finde ich jedenfalls, des Tagesspiegels mal durchlesen. Die Überschrift lautet in der Printausgabe „Im Fokus der Welt“ und hier ist der LINK dazu.

Elli Bananenflanke meint …

… danke Borussia Mönchengladbach.

Nun haben die Bayern also auch mit Jupp an dessen früherer Wirkungsstätte verloren. Man muss BMG dankbar sein, dass sie der Liga wenigstens so etwas wie Spannung erhalten haben und die Bayern besiegten. Auch wenn der Gladbacher Trainer am Schluss fast einen Herzkasper bekam, weil der Schiedsrichter einfach nicht abpfeifen wollte. Und man kennt den Dusel der Bayern ja. Doch es ging für BMG alles gut. Und nach dem Spiel gab Jupp Heynckes seinem Freund Ulli Hoeneß relativ unverblümt eine Absage auf dessen Äußerung, dass er sich vorstellen könne, dass Jupp Heynckes auch in der nächsten Saison noch auf der Trainerbank des FC Bayern sitzen könne.

Weniger gut dagegen ging es für Borussia Dortmund. Das Revierderby wurde seit Tagen mit Spannung erwartet und sollte, so die Medien, das Schicksalsspiel für den Trainer des BVB werden. Und es ging gut los. Der BVB fertigte Schalke in der ersten Halbzeit ab und führte völlig verdient mit 4:0. 4:0 zur Pause was soll da noch schiefgehen? Selbst der Schalker Anhang gab wahrscheinlich keinen Pfifferling mehr auf die Mannschaft und hoffte wohl nur noch, es möge kein Debakel geben. Es gab ein Debakel, jedoch anders als gedacht. In der zweiten Halbzeit war der BVB völlig von der Rolle und so holte Schalke Tor um Tor auf um in der Nachspielzeit noch den Ausgleich zum 4:4 zu erzielen. Was für ein Fußballspektakel, jedenfalls für den neutralen Zuschauer. Für die Trainer war es wahrscheinlich nur schwer zu ertragen.

RB Leipzig konnte durch einen letztendlich verdienten Sieg gegen die sich tapfer wehrende Mannschaft des SV Werder Bremen bis auf 3 Punkte an die Bayern heranrücken und auch Freiburg gewann sein Heimspiel gegen Mainz 05.

Die Hintermannschaft von Eintracht Frankfurt hatte Kevin Volland nur mal kurz aus den Augen verloren. Doch das darf man sich bei einem Volland der momentanen Form nicht erlauben. So verlor die Eintracht mit 0:1. Und Augsburg hat es geschafft, nach unzähligen Unentschieden und einem Sieg gab es für den VfL Wolfsburg in Augsburg unter dem nicht mehr ganz neuem Trainer Martin Schmidt nun die erste Niederlage für die Gäste.

Etwas überraschend kam da der klare Erfolg des Hamburger Sportvereines über Hoffenheim. In dieser Höhe hätte wohl kaum jemand damit gerechnet und alles begann mit einem Hoffenheimer Eigentor. Eigentore scheinen überhaupt wieder groß in „Mode“ zu kommen. Es scheint, als nehme sich Hoffenheim momentan auch eine kleine Krise.

Und am frühen Abend landete Hertha BSC noch einen 2:0 Auswärtserfolg beim abgeschlagenen Tabellenletzten FC Köln und spielte damit erstmals seit dem ersten Spieltag wieder zu null. Klar bei einer Mannschaft, die in den bisherigen Begegnungen gerade einmal 4 Tore geschossen hatte, konnte man das erwarten. Aber auch Hertha BSC ist momentan weit von seiner Form entfernt und schon deshalb war dieser Sieg wertvoll. Bei einer Niederlage wäre man den Abstiegsrängen arg nahe gekommen.

Am Freitag trennten sich die beiden Aufsteiger Hannover 96 und der VfB Stuttgart 1:1. Hannovers Weg in die unteren Tabellenregionen scheint also weiter zu gehen.

 

Und eine Meldung, die rein gar nichts mit Fußball zu tun hat, fand ich sehr traurig. Traurig für den sympathischen Skirennläufer Christian Neureuther. Er war schon zum Auftakt der Saison in einer guten Form und wollte seine Karriere mit den Olympischen Spielen und nach Möglichkeit mit einer Medaille krönen. Er der seit Jahren zu den besten Skiläufern der Welt zählt, muss nun alle Hoffnungen begraben. Beim Training in den USA ist ein Kreuzband gerissen und jeder der sich mit Sport auskennt, der weiß, was das bedeutet. Es ist aus mit Olympia und das wahrscheinlich für immer. Denn bei den nächsten Olympischen Spielen in Peking wäre er bereits 38 Jahre alt.

Da kann man ihm nur gute Besserung wünschen, es wird ihm jedoch nur ein schwacher Trost sein.