Moment mal: Wieder mal wenig neues

Am Wochenende war der AfD Parteitag in Hannover und es gab viele Proteste. Drinnen wie draußen wurde viel gestritten. Nachdem Frauke Petry feststellte, dass die AfD nicht mehr ihre Partei ist, musste man neu wählen und damit war man dann auch das gesamte Wochenende beschäftigt. Das macht natürlich Sinn solch ein Prozedere hinauszuziehen. Dann braucht man sich nicht um ein Parteiprogramm zu kümmern. Und so stritten sich die rechten mit den gemäßigten und Bernd Höcke wurde wieder freundlichst in die Arme geschlossen.

Klar wozu braucht die AfD auch ein Programm? Denn den Wählern der AfD sind Parteiprogramme eh egal. Meist wählen sie aus Protest gegen die sogenannten etablierten Parteien die AfD. Oder aus noch ganz anderen Gründen.

Wie auch immer dieser Parteitag zeigte für mich erneut, wie wenig Substanz in dieser Partei steckt.

 

Wochenlang zerlegte die CSU den ehemaligen bayrischen König und nun hat er schweren Herzens das Zepter aus der Hand gelegt und es seinem charakterlosen Nachfolger vor die Füße geworfen. Charakterlos ist nicht von mir, das möchte ich betonen. Solch eine Formulierung würde ich nie gebrauchen. Nein so hat sich Horst Seehofer noch vor nicht allzu langer Zeit über seinen mutmaßlichen Nachfolger Markus Söder geäußert. Charakterliche Schwächen hat er ihm nachgesagt und er soll nun der neue bayerische Ministerpräsident werden. Nun ja bei Edmund Stoiber hat es immerhin 13 Jahre gedauert bis man ihn von Bayern nach Brüssel jagte. Von Horst Seehofer hat man nach 9 Jahren die Nase voll und jagt ihn, ja wohin eigentlich? Die Bayern sind halt ein widerspenstiges Bergvolk am Rande der Alpen. Und nun kommt mal wieder ein Franke, um den Laden aufzuräumen. Aber bei Markus Söder werde ich ab sofort vehement abstreiten auch ein Franke zu sein. Ist mir dann einfach peinlich.

 

Ach SPD wie übel wird dir mitgespielt. Nach der Bundestagswahl war klar, es gibt keine erneute Große Koalition und die CDU/CSU sollte nun auf die Fresse bekommen. Da hat man wohl selbigen etwas zu voll genommen. Klar konnte man nicht damit rechnen, dass die anderen Parteien nicht zueinander kommen, jedoch etwas mehr Zurückhaltung wäre im nach hinein wohl besser gewesen.

Aber was soll M. Schulz auch machen. Der Bundespräsident, der französische Präsident, ja auch der griechische Präsident rufen ihn laufend an, um die SPD in eine neue Große Koalition zu drängen. Das ist schon eine schwere Bürde und eigentlich kann die eigentliche Verliererin der Sondierungsgespräche, die geschäftsführende Kanzlerin, sich wieder einmal genüsslich zurücklehnen und abwarten was nun auf dem Parteitag der SPD heraus kommt. Wieder einmal ist sie erst einmal fein raus. Bleibt nur zu hoffen, dass die SPD sollte sie sich tatsächlich für Sondierungsgespräche entscheiden, der CDU/CSU eine Menge abverlangt.

Es läuft also alles wie gewohnt und das ist ja auch schon etwas, oder?