Moment mal: Gerecht?

Nun hat man Russland also abgestraft und dafür brauchte man 17 Monate. Es wird keine russische Olympiamannschaft in Süd-Korea geben. Der IOC-Präsident hat sich lange, fast zu lange geziert und um eine Entscheidung gedrückt. Denn, dass es russisches Staatsdoping gibt, war schon zur Sommerolympiade in Rio de Janeiro bekannt. Doch da hat sich das IOC und ihr Präsident nochmals herausgewunden und behauptet man brauche noch eindeutige Beweise. Und das obwohl der McLaren-Report schon damals eindeutig war.

Zu einem totalen Rausschmiss kam es jetzt dennoch nicht für die Olympischen Winterspiele in Süd-Korea. Russische Sportler*innen dürfen unter der neutralen Olympiaflagge starten. Sollten sie gewinnen, ertönt jedoch nicht die russische Nationalhymne. Ist das nun wieder ein Einknicken des IOC gegenüber Russland? Ich finde nein, das ist es nicht. Denn keine Sportler die an der Winterolympiade teilnehmen, sind im letzten Jahr so häufig getestet worden wie russische. Und wenn sie frei von Doping sind, dann sollte man ihnen den Weg zu Olympia nicht verbauen.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

12 Kommentare zu “Moment mal: Gerecht?

  1. nana sagt:

    Das ist doch eh alles politisch motiviert. Ich komme mir vor wie in den frühen Achtzigern des letzten Jahrhunderts.

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    • sigurd6 sagt:

      Von welcher Seite meinst Du denn, ist es politisch motiviert?

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      • nana sagt:

        Von beiden Seiten. Russland will bei solchen Großereignissen natürlich zeigen, dass es DIE Sportnation ist. Und der Westen (und hier wird natürlich nirgendwo und überhaupt mal gar nicht gedopt) kämpft gegen Doping (naja) und gegen Russland. Oder so.

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        • sigurd6 sagt:

          Na ja so richtig kämpft der Westen nicht gegen Russland. Nicht umsonst hat man sich sehr lange Zeit gelassen und ist dann zu einem salomonischen Urteil gelangt. Thomas Bach hätte das seinem Freund Putin wohl gerne erspart. Aber die Geheimtüren in den Labors und das damit verbundene austauschen der Urinproben während der Spiele durch den russischen Geheimdienst ist schon sehr krass. Da konnte selbst das IOC nicht mehr wegsehen.

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  2. rabohle sagt:

    Aber gibt es wirklich Spitzensportler ohne Doping?

    Wer fährt wochenlang mit dem Rad durch Frankreich ohne entsprechende Mittel?
    Wer bekommt Biathleten-Oberschenkel nur durch Training?

    Das lässt sich beliebig fortsetzen.
    Sicher – nicht immer ist es staatlich vorgegeben – aber an der Sachlage ändert das nichts; Spitzensport ist ohne Mittel nicht nachvollziehbar.

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    • sigurd6 sagt:

      Das glaubt ohnehin niemand, dass Spitzenleistungen ohne Hilfe der Pharmaindustrie möglich sind.

      Deshalb sage ich schon seit Jahrzehnten, natürlich etwas flapsig, seit ehrlich und sagt bei den Wettkämpfen an, für welchen Pharmakonzern der Athlet, die Athletin startet. Dann kann sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie gut die Präparate sind. Und der Sport wäre etwas ehrlicher geworden.

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  3. JanJan sagt:

    Na wie gut, dass in anderen Ländern überhaupt gar nicht gedopt wird 😊

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  4. Helen sagt:

    Es geht um Rodschenko, ich habe es gestern im FS gesehen und gehört. Wenn ich es richtig behalten habe, war er Chef in einem -Dooping-Labor und ist abgehauen.
    Aber das kann man vieleicht in einem Sport-Teil (Berliner Zeitung) nachlesen.

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