Jahresrückblick???

In der Zeit zwischen Weihnachten und dem 31.12. ist es, üblich einen Jahresrückblick zu machen. Oftmals wird diese Zeit auch als zwischen den Jahren bezeichnet. Eine Bezeichnung, deren Sinn sich mir bisher noch nicht erschlossen hat. Was ist zwischen den Jahren? Ist man zwischen die Jahre gekommen? Oder schiebt sich etwas zwischen die Jahre? Aber egal man hört es öfter.

Aber zurück zu einem Jahresrückblick. Weshalb sollte ich nun einen Blick auf das zurückliegende Jahr machen? Nein mache ich nicht. Das Jahr 2017 geht und 2018 kommt. Und nichts ändert sich. Eine Jahreszahl ändert nichts an dem Mist, der in der Welt geschieht. Oder sollte ich nochmals auf all die Kriege schauen, die sich im Jahr 2017 weiter entwickelten? Wozu? Daran wird sich im Jahr 2018 nichts Grundsätzliches ändern.

Sollte ich nochmals auf die Bundestagswahl eingehen? Wozu? Von Jamaika über GroKO zur KOKO ist doch alles möglich und irgendwann im Jahr 2018 wird es schon ein paar Hansel geben die sich zu einer Regierung zusammenfinden.

Oder auf den Fußball? Sollte ich darauf zurückblicken? Auf eine korrupte FIFA, auf die Auferstehung eines Trainerdenkmales, oder die kürzeste Arbeitslosigkeit eines Trainers? Nein es lohnt nicht.

Oder auf einen Flughafenbau der unendlichen Geschichte? Nein darauf sollte ich keine Zeile verschwenden.

Oder auf die Obergrenze für Flüchtlinge? Auf die bajuwarischen Streithähne Söder und Seehofer? Auf die mutmaßlich mächtigste Frau der Welt, die einem im Moment eher ohnmächtig vorkommt?

Was hätte z. B. eine Meldung wie, Hubschrauberpiloten der Bundeswehr trainieren auf ADAC-Hubschraubern weil die Bundeswehr nicht genug einsatzfähige hat, in einem Jahresrückblick zu suchen? Gar nichts, interessiert doch niemanden.

Also wozu ein Jahresrückblick ist doch eh alles Schnee von gestern. Man müsste ja bescheuert sein um das alles nochmals aufzuwärmen. Deshalb tschau 2017.

7 Kommentare zu “Jahresrückblick???

  1. ittagebuch sagt:

    Ist denn 2017 auch was positives passiert ? Daran kann man sich mal erinnern, daraus wächst Optimismus für 2018. Ich hatte 2017 ein gutes Jahr. Habe zb angefangen zu bloggen … 😉

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  2. rabohle sagt:

    Immer das Positive sehen:

    Hertha ist nicht abgestiegen
    Wir haben Trump überlebt
    Prinz Harry ist verlobt

    😉

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  3. christahartwig sagt:

    Siehst du, und genau deswegen gefällt mir die Formulierung „zwischen den Jahren“ ganz besonders gut. Es ist eine Art Niemandszeit (entsprechend dem Niemandsland). Einfach mal ein Strich gezogen unter das alte Jahr und das neue noch ganz jungfräulich, unangetastet, … Einfach mal für ein paar Tage vergessen, über wen man sich geärgert hat, und von wem man konsequenterweise auch in der Zukunft nichts Gutes erwartet. Es ist die Zeit, in der einige Menschen Überstunden abbummeln, weil sowieso nichts los ist. und andere Menschen arbeiten, vielleicht sogar Überstunden machen, weil es so schön ruhig ist im Büro. Es ist eine gute Zeit, um zu sich selbst zu kommen, hinzuschauen, was das alte Jahr einem selbst gebracht hat, ein paar persönliche Pläne für das neue zu machen, …

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