Moment mal: Mal schnell Abschießen??

Der Bauernverband hat mal wieder eine „tolle“ Idee. Damit sich die „Afrikanische Schweinepest“ in Deutschland nicht verbreiten kann, solle man vorsorglich massenhaft Wildschweine abknallen. Natürlich ist das Virus in Deutschland bisher nicht nachgewiesen, aber es könnte ja sein, dass es kommen könnte.

Und deshalb sollen rund 70 Prozent der Wildschweine abgeknallt werden. Und wenn nun eines der restlichen 30 Prozent infiziert sein sollte? Merken die vom Bauernverband eigentlich nicht, wie dämlich diese Argumentation des Abknallens ist?

Ach ja, die Bauern fürchten einen Milliardenschaden. Das rechtfertigt natürlich Lebewesen mal vorsorglich zu töten. Dem Gewinn dürfen Wildschweine natürlich nicht im Wege stehen. Und der Mensch kennt eben für Tiere die ihm lästig werden könnten nur eine Lösung, abknallen. Der Agrarminister Christian Schmidt ist natürlich auch für das abknallen. So ist er halt der Schmidt. Vielleicht war doch etwas zu viel Glyphosat auf den Feldern.

Moment mal: Aufbruch ins …

… wie es immer war

Was haben sie gerungen und nach einer 24 Stunden-Marathonsitzung ein Sondierungspapier hingelegt, dass einem die Spucke wegbleibt. Alles wird „neu“ in dem Versuch eine Koalition derer hinzubekommen die bei der letzten Wahl ja „nur“ 14 Prozent verloren haben.

Die SPD wollte sich in der Opposition erneuern und steht nun vor einer Zerreißprobe. Wohl einer der größten ihrer Geschichte. Denn mit Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht bringen zwei eine neue linke Sammelpartei ins Gespräch. Und der Zeitpunkt scheint gut gewählt, denn viele SPD-Mitglieder sind mit dem Kurs ihres Vorsitzenden und der übrigen Führungsriege der SPD nicht einverstanden. Zwar wird das was die SPD bei den Sondierungsgesprächen erreicht oder nicht erreicht hat von Martin Schulz als großer Erfolg gefeiert, jedoch ist schon jetzt klar, wer die eigentliche Siegerin ist. Die alte und wahrscheinlich neue Bundeskanzlerin Angela Merkel. Und somit ist auch klar, es wird weiter gewurschtelt wie bisher.

Die SPD versäumte es, aus Angst als Erpresser dazustehen, in den Sondierungsgesprächen ihre Position konsequenter zu vertreten. Sie vergab erneut eine große Chance zu zeigen, dass sie die Partei sei, die für eine Veränderung der Aussitzpolitik der Kanzlerin bereit ist. Ob die SPD daran zerbrechen kann, wird die Zukunft zeigen. Jetzt beginnt die Bearbeitung der Mitglieder um sie auf die Linie der Parteiführung einzuschwören. Ob das gelingt, wird auch davon abhängen inwieweit die Mitglieder einem Martin Schulz überhaupt noch folgen möchten. Er, der vor knapp einem Jahr der große Hoffnungsträger der Partei war, hat sie in eine sehr missliche Lage gebracht. Man darf gespannt sein, inwieweit die Parteimitglieder bereit sind ihm zu folgen.