Bauernbund fordert wolfsfreie Zonen in Brandenburg

Der Verband ist wesentlich kleiner als der Bauernverband und scheint sich dennoch unheimlich wichtig zu nehmen. Nachdem es zwischen dem Brandenburger Agrarminister und dem Bauernverband ein hartes Ringen um den „Problemwolf“ gab, schien endlich alles geklärt.

Der Wolf darf nur in ganz besonderen Ausnahmen getötet werden. Doch denkste, nun verlangt der Bauernbund, dass in Brandenburg wolfsfreie Zonen eingerichtet werden. Soll heißen, dort kann das streng geschützte Tier dann abgeknallt werden.

Wer den Artikel dazu lesen möchte, der kann das HIER tun.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Tiere.

15 Kommentare zu “Bauernbund fordert wolfsfreie Zonen in Brandenburg

  1. christahartwig sagt:

    Lieber Sigurd, dass der Bauer ungemein wichtig ist, das hat unsere Genration doch schon in der Grundschule gelernt – noch dazu in Versform. Ich kriege das jetzt nicht mehr zusammen, bin mir dessen aber sicher. Dass der Wolf grundsätzlich böse ist, haben die meisten von uns schon vor der Schule gelernt (von den Brüdern Grimm, vorgetragen durch einen mehr oder minder Erziehungsberechtigten). Man darf sich also über diesen Bauernkrieg gegen die Wölfe nicht allzu sehr wundern. Falsch finde ich es natürlich trotzdem. Der Wolf hat (im Gegensatz zum Menschen) eine Funktion im Gleichgewicht der Natur, und Schweinefleisch ist eh nicht wirklich gesund. – Dass dir als Hundefreund der Canis lupus besonders am Herzen liegt, verstehe ich auch.

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    • sigurd6 sagt:

      Da muss ich Dir leider widersprechen. Ich ging in Franken zur Schule und, dass der Wolf böse ist, hat man uns nicht gelehrt.

      Und ich bin nicht nur Hundefreund, sondern Tierfreund. Die Natur hat wunderbare Wesen hervorgebracht. Leider passt eines so gar nicht rein. Ohne dieses könnte die Natur gut Leben, es aber nicht ohne Natur. Und nun rate mal wer das sein könnte.

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      • christahartwig sagt:

        Da muss ich nicht raten, das hatte ich in meinem Kommentar ja auch schon zum Ausdruck gemacht. – Euch hat man das Märchen von Rotkäppchen nicht erzählt?

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        • sigurd6 sagt:

          Nein, wir hatten in der Schule keine Märchenstunde. 😀

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          • christahartwig sagt:

            Nö, in der Schule wir auch nicht. Deshalb schrieb ich ja auch, dass die Angst vor dem Wolf bereits vor der Schulzeit eingeimpft wurde. Nicht einmal vorsätzlich – einfach durch Märchen – die quasi zu jedermanns Kindheit gehörten.
            *Ironie ein* Es besteht ja Aussicht auf Besserung, denn es gibt immer mehr Kinder, denen von den Eltern nicht vorgelesen wird. „Ironie aus“

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  2. Dieter sagt:

    Lieber Chemie auf dem Feld als pure Natur in Form von freilebenden Wölfen…. da kommt mir das Abendessen gleich hoch

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    • sigurd6 sagt:

      So sehe ich das auch. Mittlerweile geben Bienen in Großstädten mehr und besseren Honig als auf dem Land. Schuld daran sind Pestizide, diese kommen in den Städten noch nicht in diesem Umfang vor.

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  3. WernerBln sagt:

    Meine Meinung dazu:

    Es gibt eindeutig zu viel von den Schwarzkitteln, letztlich auch mangels natürlicher Feinde (Raubtiere) deshalb aber gleich 70% abzuschießen dürfte reichlich übertrieben sein. Vielleicht könnten ja da die Wölfe helfen, den Bestand zu reduzieren? Die Forderung nach „wolfsfreien Zonen“ halte ich, angesichts der riesigen durch Brandenburg streifenden Rudel, mindestens derzeit auch für völlig überzogen. In dem verlinkten Artikel entsprechen die Ausführungen unter „Groß Kreutz“ meiner Meinung. Natürlich müssen auch Landwirte, wenn sie erhebliche Schäden in z.B. Schafherden erleiden, entsprechend entschädigt werden.

    Aussagen, wie „Der Wolf hat (im Gegensatz zum Menschen) eine Funktion im Gleichgewicht der Natur, und Schweinefleisch ist eh nicht wirklich gesund.“ Halte ich allerdings für wenig zielführend.

    Um mich richtig unbeliebt zu machen, wir haben grade von einem befreundeten Jäger in der Uckermark ein tolles Stück Wildschweinrücken bekommen!

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  4. nana sagt:

    Ich würde gern einmal Statistiken sehen, wie viele Tiere die „Bauern“ z. B. aufgrund von Krankheiten (falsches Futter, Antibiotika-Resistenzen, Massentierhaltung, unsachgemäße Tierhaltung) verlieren. Oder auf Viehtransporten. Ich vermute mal in Blaue hinein, dass durch die Wölfe weniger Tiere getötet werden.

    Die „Bauern“ sollten nicht immer nur den schnellen Abschuss fordern, sondern sich ernsthaft mit dem Thema Herdenschutz etc. auseinandersetzen. In anderen Ländern funktioniert das nämlich auch.

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    • sigurd6 sagt:

      Dazu braucht man keine Statistik. Der Rückgang von Vögeln, Bienen und Insekten spricht auch so eine deutliche Sprache. Nur ist das dem Bauernverband, dem Bauernbund, den Politikern und leider auch vielen Menschen völlig egal.

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  5. rabohle sagt:

    Ich denke, man kann beide Seiten verstehen. Ich möchte auch keinen frei laufenden Wolf auf meinem Grundstück haben und tatenlos zusehen müssen, wie er Schäden anrichtet – aber wolffreie Zonen wird man letztlich wohl nur mit einem Gehege erzielen können. Man sollte dazu Trump befragen. 😉

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    • sigurd6 sagt:

      Wie oft kommt es denn vor? Das kann man bisher wohl eher vernachlässigen. In Ländern wie Italien und Frankreich funktioniert es ja auch, nur bei uns wird wieder ein Wind gemacht.

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      • rabohle sagt:

        Du kannst nicht andere Länder mit der deutschen Mentalität vergleichen. Auf dem Baugrundstück noch kein einziger Stein .. aber der Maschendrahtzaun steht. 😉

        Leider kommt es hier im Oldenburger Raum nicht selten vor, dass Wölfe in die Siedlungen und Grundstücke gehen. Ich weiß aber nicht, ob man sie nicht auch betäuben und in ein Naturschutzgebiet bringen könnte (gibt es so ein Gebiet?).

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