Unglaublich!

Also das ist doch wohl die Höhe. Jahrelang verkauft Deutschland Kriegsgerät an den NATO-Partner Türkei. Das Friedenszeichen, der Leopard, wird nun vom Despoten aus Ankara gegen die Kurdenmilizen, die von deutschen und amerikanischen Soldaten ausgebildet wurden, in den Krieg geschickt. Und nun ist die Empörung groß. So hat man sich das nicht vorgestellt.

Ist ja auch völlig ungewöhnlich, dass man Kriegsgerät im Krieg einsetzt. Und dann auch noch ein NATO-Partner der mal eben schnell bei einem Nachbarn einmarschiert, weil die dort operierenten kurdischen Milizen große Erfolge gegen die ISIS hatten. Nun hat der Diktator vom Bosporus größte Ängste, dass sich ein Kurdenstaat vor seiner Haustür entwickeln könnte und reagiert, wie ein unberechenbarer Despot eben reagiert.

Und der amtierende deutsche Außenminister sieht keinen Grund, weshalb man türkische Panzer nicht nachrüsten sollte, damit sie gegen Minen und Raketenbeschuss besser geschützt sind. Ach ja den Kurden hat man natürlich Raketen verkauft.

Aber das ist eben das dreckige Geschäft mit Kriegen. Alle heucheln sie müssten beendet werden und verdienen prächtig daran. Dass nun wieder tausende auf der Flucht sein werden ist dabei doch völlig nebensächlich. Die Schleuser möchten ja schließlich auch mitverdienen.

Manchmal könnte ich nur noch KOTZEN. Entschuldigung aber anders kann man es nicht mehr schreiben.

5 Kommentare zu “Unglaublich!

  1. christahartwig sagt:

    Für mein Empfinden ist jeglicher Waffenhandel etwa so schmutzig wie Drogenhandlung – wenn nicht schlimmer, und der vorliegende Fall beweist einmal mehr, dass Gewissen und Moral hier keine Rolle spielen. Du sagst es. Zum k….!

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  2. WernerBln sagt:

    Der Friedensfreund und Verbündete Padischah fällt in das Nachbarland ein, um die Kurden zu bekämpfen, die vorher die ISIS klein gemacht haben. Immerhin wird ja nunmehr evtl. die Wirksamkeit amerikanischer Abwehrraketen gegen deutsche Panzer unter realen Bedingungen getestet.

    Na, wär hätte das denn voraussehen können? Dafür können doch unsere Politiker nun wirklich gar nicht, wie sie uns demnächst wohl erklären werden.

    Statt sich über die Aufrüstung der Leos Gedanken zu machen, sollte man erstmal alle Ersatzteillieferungen einstellen. Ich bin zwar kein Experte, gehe aber davon aus, dass dies bei einem so hochtechnisierten Waffensystem sehr schnell zur Unbrauchbarkeit führen würde.

    Trotzdem sollte man doch mit unseren erfahrenen Volksvertretern nicht so hart ins Gericht gehen. Schließlich sind die durch 4 Monate Machtpoker schon total erschöpft und wären angesichts der nächsten Monate weiterer wesentlicher interner Rangeleien nun wirklich überfordert, sich auch noch um derartige Belanglosigkeiten zu kümmern
    😦

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    • sigurd6 sagt:

      Es scheint ja auch niemanden groß zu interessieren, dass der Diktator mal so nebenbei Truppen in ein souveränes Land einmarschieren lässt.

      Aber Sie haben schon recht, „unsere“ Politiker*innen sind natürlich viel zu sehr mit der Verteilung der Futternäpfe beschäftigt.

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