Ach du dickes Ei

Wer kennt das nicht, man steht vor dem Eierregal im Supermarkt und überlegt, welche man nimmt. Eigentlich muss ich nicht lange überlegen, denn Bodenhaltung fällt schon mal flach. Freilandhaltung, na ja wenn‘s gar nicht anders geht. Also nimmt man BIO-Eier und sieht vor sich fröhlich gackernde Hühner. Sie picken lüstern vor sich hin und legen gut gelaunt ihre Eier. Oder?

Schöne Vorstellung, oder? Doch die Realität sieht leider anders aus. Nach Recherchen des Senders RBB platzt diese Vorstellung leider wie eine Seifenblase. Als ich diesen Bericht sah, fragte ich mich, wo ist hier eigentlich der Unterschied zu der Haltung von Hühnern die keine BIO-Eier legen?

Und vielleicht seht ihr es ähnlich, wenn ihr euch den Bericht angeschaut habt. Ich weiß nicht wie lange er in der Mediathek des RBB zu sehen ist. Doch in den nächsten Tagen bestimmt. Also HIER geht es zum Bericht.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fernsehen.

14 Kommentare zu “Ach du dickes Ei

  1. JanJan sagt:

    Ich kenne die Hühner meiner Eier persönlich und sogar grüne Eier legen sie mir oft ins Nest 😊

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  2. lesenbiene sagt:

    Ich habe das Glück mir die Eier vom Bauernhof zu holen und diese Eier esse ich auch mit Genuß. Ich weiß, nicht jeder wohnt ländlich und ist auf die Supermärkte angewiesen. Ihr kommt doch aber auch ins Umland von Berlin, gibt es da nicht Höfe die ihre Ware selbst vermarkten?
    Wenn ich hier durch die Gegend fahre sehe ich oft Schilder an der Straße die darauf hinweisen, dass sie frische Eier und Kartoffeln und und und verkaufen.

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    • sigurd6 sagt:

      Stimmt, wir kommen viel rum im Brandenburger Land. Aber solche Schilder sehe ich eher selten. Aber wir sind ohnehin keine großen Eierverbraucher. Nur wenn, dann nahmen wir immer BIO-Eier.

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  3. rabohle sagt:

    In vielen Fällen ist „Bio“ eben eine Verbrauchertäuschung, um einen höheren Preis zu erzielen. Und solange Staatsanwaltschaften und Gerichte es „nebenbei laufen“ lassen, wird sich nichts ändern.

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  4. christahartwig sagt:

    Bio hat mit Tierwohl bestenfalls mittelbar zu tun, weil z.B., wo die Eier nicht durch Antibiotika belastet sein dürfen, bestimmte Formen der Hühnerhaltung sich verbieten, denn da ginge es nicht ohne Antibiotika. Einigermaßen entsetzt war ich kürzlich bei einem Bericht von der Grünen Woche, als ich hörte, dass inzwischen der Einsatz von Antibiotika gar nicht mehr als so schlimm empfunden wird. Wirklich verurteilt wird der Einsatz von Ersatzantibiotika. Ersatzantibiotika sind eigentlich die letzte Rettung für Mensch, die z.B. durch den Konsum antibiotikahaltiger Nahrungsmittel auf normale Antibiotika nicht mehr ansprechen.
    Ich hatte ja neulich Bio-Eier aus mobiler Hühnerhaltung gekauft, aber da ich am Ende meines Eintrags gefragt habe, ob jemand ein gutes Rezept für vegane Königsberger Klopse wüsste, wurde das Hühnerhaltungsthema leider gar nicht kommentiert.
    Die „mobilen Eier“ hatten übrigens eine auffallend feste Schale. Ich glaube, das ist ein gutes Zeichen.

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    • sigurd6 sagt:

      Davor hat schon einer meiner Lehrer in den 60er Jahren gewarnt. Er meinte, wenn man weiterhin so inflationär mit Antibiotika umgeht, wird es dem Menschen in absehbarer Zeit nicht mehr helfen. Und dann haben wir ein großes Problem.

      War ein kluger Mensch dieser Lehrer.

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  5. nana sagt:

    Es ist problematisch, dass „BIO“ inzwischen eher eine Art Branding geworden ist, statt eines Gütesiegels. Seitdem die Supermärkte/Lebensmittelhersteller entdeckt haben, dass mit Bio durchaus Geld verdient werden kann, sind Bio-Erzeugnise zu Massenprodukten geworden. Das geht mit Qualitätseinbußen einher, weil Profit winkt und der mit allen legalen (und z. T. illegalen) Mitteln maximiert werden soll. Kapitalismus eben.

    So viel Bio kann nicht auf nachhaltige Weise zur Verfügung gestellt werden, jedenfalls nicht zu den Preisen und in der Größenordnung.

    Wer „echtes“ Bio möchte, muss inzwischen ziemlich tief in die Tasche greifen und z.B. Demeter-Produkte kaufen. Hier sind die Kontrollen und die eigenen Vorgaben strenger.

    Ich werde trotzdem weiter Bio-Eier kaufen – in der Hoffnung, dass wenigstens das Futter den Bio-Richtlinien entspricht.

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    • sigurd6 sagt:

      Da stimmt schon, sobald die Wirtschaft eine Möglichkeit sieht, Kasse zu machen, ist es vorbei mit der Qualität. Klar werden auch wir weiterhin BIO-Eier kaufen, oder wenn es sich gerade anbietet direkt vom Bauern. Nur weiß man beim Bauern eben auch nicht, an wem man da geraten ist.

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  6. Helen sagt:

    Ich war auf Freiland umgestiegen. Leider machte ich die Entdekung – sie ließen sich nicht gut abpellen, eigentlich noch schlimmer, zium Schluß blieb nur noch der Dotter übrig. Ich esse nun mal gerne gekochte Eier aus der Hand. Neulich habe ich wieder eine 10-er Packung im Supermarkt gekauft und hoffe, daß sie sih schälen lassen.

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