Peace

Es war die Zeit nach der Hippie-Bewegung, nach dem Sommer der Liebe als eine Hoffnung aufkeimte. In Vietnam tobte ein grauenvoller Krieg und erstmals wurde ein Krieg mit machtvollen Bildern in den westlichen Medien gezeigt. Die Jugend war angewidert, und verabscheute das, was sich im Fernen Osten abspielte.

Dazu kamen die Studentenunruhen im Jahr 1968, und da begann der „Siegeszug“ eines Zeichens, das 1968 allerdings schon 10 Jahre alt war. Trotzdem wurde es ein „68er“. Das Zeichen des Friedens war im Jahr 1968 und in den Jahren danach allgegenwärtig. Es war damals eine Atmosphäre der Freundschaft und des Zusammengehörens unter der Jugend wie es sie davor und danach wohl nie wieder gab und geben wird.

Der Glaube an Frieden in der Menschheit war allgegenwärtig und man glaubte, das Establishment aus den Angeln heben zu können. Welch ein Irrglaube wie wir heute wissen. Und der Frieden? Der ist so weit entfernt wie schon lange nicht mehr.

Aber eine kurze Zeit der Hoffnung war schön. Und ich denke gerne daran zurück. Und was war falsch an den Frieden zu glauben? Nichts, Peace!

 

Abbildung dreamies.de
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15 Kommentare zu “Peace

  1. christahartwig sagt:

    Ich bin damals auch mit so einem Peace-Zeichen herumgelaufen – an einem dünnen Lederband – an der Jacke einen „Enteignet Springer“-Button und in der Küche ein Karl-Marx-Poster (das kommunistische Manifest). Und – du hast recht – es gab ein großes Gefühl von Solidarität unter jungen Leuten.

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  2. JanJan sagt:

    Ich glaube so ein Peace hatte ich auch in den siebzigern noch auf meine Jeans genäht.

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  3. WernerBln sagt:

    An etwas zu glauben, ist grundsätzlich nie falsch! Frage ist nur ob der Glaube langfristig der Realität entspricht und ob man diese irgendwann akzeptiert. Allerdings war auch schon damals, aus meiner sicherlich subjektiven Sicht, der „allgegenwärtige Glaube an Frieden in der Menschheit“ nicht sehr entwickelt, wenn ich die täglichen Erlebnisse meiner Mutter (Polizei) und deren Kollegenkreis vernommen habe.

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  4. rabohle sagt:

    „Und was war falsch an den Frieden zu glauben? Nichts,“

    Gar nichts – peace

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  5. Berta sagt:

    Ich war zu der Zeit ein fünfjähriges Kind des Ostens und habe natürlich nicht viel Ahnung. Mir fallen Blumenkinder und freier Sex ein. Und natürlich kenne ich das Peace-Zeichen.
    Diese intensive Zeit bewußt miterlebt und mitgelebt zu haben, stelle ich mir als eine sehr positive Erfahrung vor, die man sicher zeitlebens nicht vergißt.
    Es ist traurig, dass aus den meisten 68ern später doch etwas anderes geworden ist, als sie es selbst damals geglaubt und geplant hatten. Und noch viel trauriger ist natürlich, dass der Friedenswille sich nicht durchgesetzt und nach und nach den Globus infiziert hat, wie ein gutartiger Virus.
    Peace! 🙂

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    • sigurd6 sagt:

      Wenn man sich z. B. einen Joschka Fischer anschaut, dann ging die 68er-Bewegung voll den Bach runter. 😀

      Ja es war eine aufregende Zeit und ich bin wirklich dankbar, dass ich sie sehr bewusst miterleben durfte.

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