Elli Bananenflanke meint …

… früher war mehr Fußball!

Wer den Jubelschrei von Pal Dardai gestern nach dem Schlusspfiff in München hörte und wie er sich mit seinem Co-Trainer herzte, der kann ermessen, welche eine Freude der Punkt für ihn und Hertha bedeutet. Bayern München hatte es nicht vermocht den Hertha-Riegel während des Spiels zu durchbrechen. Und so hatte Hertha nach Leipzig und Leverkusen gestern bei den Bayern zumindest einen Punkt ergaunert. Und den 3 CL-Anwärtern insgesamt 11 Punkte, gegen Leverkusen gewann man Hin- und Rückspiel, ja selbst gegen die großen Bayern blieb man ungeschlagen, abgetrotzt.

Aber nicht ein Spiel ohne Robben-Kommentar. Nein das war ja alles nicht so gemeint, was er am Dienstag und Mittwoch meinte. Und er sage jetzt auch nichts weiter, weil er sonst vielleicht zu viel sagen würde. Gut so halt den Mund und spiele Fußball. Meine Güte was ist das für ein schlechter Stil, jeder der glaubt er sei zu Unrecht auf der Bank fühlt sich neuerdings bemüßigt seine Sprechblasen in das nächste Mikrofon zu flöten. Und natürlich sind auch die Reporter daran nicht schuldlos. Denn schließlich zahlen die Bezahlsender ja eine Menge Geld um die Spiele ins rechte Licht zu rücken.

In Bremen muss ja gestern auch eine „tolle Stimmung“ gewesen sein. Ich muss mir die Ausschnitte erst anschauen, denn ich hatte gestern Abend anderes vor. Aber wenn man das was in den Zeitungen steht und bei @ballblog zu lesen ist sieht, dann frage ich mich bin ich zu sehr Fußballnostalgiker oder waren es nicht wunderbare Zeiten als man ins Station ging, um Fußball zu sehen? Ja sogar die Leistung des Gegners anzuerkennen? Schon deshalb hatte ich oben geschrieben, früher war mehr Fußball. Und vor allem nur Fußball und keine Rhetorikshow vor- und hinterher.

8 Kommentare zu “Elli Bananenflanke meint …

  1. ballblog sagt:

    Den Gedanken habe ich des öfteren, daß man doch einfach nur wegen des Fußballs ins Stadion gehen möchte. (Oder einfach nur seine Arbeit machen möchte.) – Aber beides ist in diesen Sphären nicht mehr möglich. Und diese Rhetorikshows finde ich arg ermüdend. Bayern hat jeden Tag eine PK – und die ist immer gut besucht. Und da muß immer was bei „raus kommen“….

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    • sigurd6 sagt:

      Und alle haben ihre Spezies.

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      • ballblog sagt:

        Das war früher wesentlich schlimmer, es war aber unbemerkter, weil es weniger Übertragungen oder Kanäle gab.
        Heute gibt es mitunter kleine Läden, die schicken ihre Praktis zu ’ner PK und zahlen denen Prämie, wenn das Mikro/Senderlogo dann irgendwo auf Bildern zu sehen ist. Ich würde nicht einmal garantieren, daß diese Mikros alle etwas aufnehmen 😉

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  2. rabohle sagt:

    Beim Derby gab es schon mmer kleinere Gerangel etc.

    Aber derzeit geht es diesen Armleuchtern aber dagr nicht mehr um Fußball oder den HSV. Es geht nur noch um Terror und das auch nur in der Gruppe, da sie einzeln Nichts&Niemand sind.

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    • ballblog sagt:

      Das ist eben wirklich ein Spiel mit dem Feuer. – Diesen Typen geht es nur um Selbstdarstellung. Andererseits liefern sie das, was das neuere Publikum an Choreos vermeintlich sehen will. Was wiederum Bilder ergibt (wenn es friedlich läuft), mit denen die DFL ihr Produkt fein vermarkten kann.
      Ich würde mir ja wünschen, daß die Vereine auf das Publikum und das Brimborium verzichten würden. Daß der Zuschauer im Großen und Ganzen eh wurscht ist, wird ja immer mal weider bewiesen.

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    • sigurd6 sagt:

      Kleinere Gerangel sind ja auch nicht so schlimm. Nur wenn Menschen akut gefährdet werden, dann ist das einfach zu viel. Allerdings dürfte es schwierig sein, diese Dummköpfe aus den Stadien fernzuhalten.

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      • rabohle sagt:

        Kleinere Gerangel war eher eine Verniedlichung. Bereits in den 70er wurde mit Zaunlatten aufeinander eingeschlagen – aber eben immer „Auge-in-Auge“.

        Aber schon 1982 gab es den ersten Toten durch Steinwürfe.

        Heue verstecken sie sich zusätzlich in der Massen, die kleinen Feiglinge, und spielen Heckenschützen. Fußball interessiert die gar nicht, allein die Berichterstattung und das rühmen damit, im Bild gewesen zu sein.

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        • ballblog sagt:

          Das ist ja auch das Problem der Berichterstattung. Ich plädiere immer dafür, lediglich der Chronistenpflicht nachzukommen. Aber allzu gern wird dann für einen langen Kommentar dazu immer ’ne halbe Minute mit Pyro gezeigt.
          Genau wie den Werbekunden im Stadion geht es diesen Chaoten um Sendeminuten.
          Freitag gab es in Bielefeld Pyro made by Dynamo – zu bewundern auf irgendeinem Portal namens „Faszination Fankurve“…

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