Der dumme ist immer der Kunde?

Wie geht es eigentlich, dass in der Bundesrepublik tausende von Kunden betrogen werden und die Politik, in diesem Fall mein „spezieller Freund“ Alexander Dobrindt, nichts, aber auch gar nichts unternimmt? Bei diversen Autoherstellern wurde bewusst betrogen und der Kunde zahlt nun die Zeche? Dabei kann es, wie im Bericht unten zu sehen, durchaus zu sehr gefährlichen Situationen im Straßenverkehr kommen, ohne die Schuld der Fahrerin oder des Fahrers.

Es ist mir unbegreiflich, dass hier nicht entschieden von der Politik eingegriffen wird oder wurde. Wie war das gleich noch mal mit dem Amtseid nach Art. 56 (und Art. 64) GG: „Ich schwöre, dass ich meine Kraft dem Wohle des deutschen Volkes widmen, seinen Nutzen mehren, Schaden von ihm wenden, das Grundgesetz und die Gesetze des Bundes wahren und verteidigen, meine Pflichten gewissenhaft erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann üben werde. (So wahr mir Gott helfe.“ Na dann …

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Fernsehen.

18 Kommentare zu “Der dumme ist immer der Kunde?

  1. christahartwig sagt:

    Seit wann werden heilige Kühe geschlachtet? Da muss der Verbraucherschutz schon mal hintan stehen. Ich bin froh, dass ich schon lange kein Auto mehr habe, denn ich würde mich schwarz ärgern. Oder rot ärgern? Oder grün ärgern?

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  2. lesenbiene sagt:

    Am Ende soll der Kunde froh sein und den Mund halten. Schlimm. Sitzen immer noch auf dem hohen Roß.

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  3. rabohle sagt:

    Doofrind war ja nun nicht der Einzige, der zugeschaut hat; da waren eher Andere letztlich verantwortlich.

    Heute wurde nun die Gesetzesgrundlage geschaffen – warten wir also ab, welche Stadt welche Maßnahmen macht.

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    • sigurd6 sagt:

      Nein er war nicht der Einzige aber der dafür Verantwortliche. Er ist ja, wenn in den letzten Wochen auch lieber in dieser Funktion untergetaucht, der Bundesverkehrsminister.

      Aber ihm schwebt wahrscheinlich eine Karriere wie die von Matthias Wissmann vor.

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      • rabohle sagt:

        Glaubst Du wirklich, Doofrind hätte etwas ohne Zustimmung von Merkel oder Seehofer machen dürfen?

        Verantwortlich sind (natürlich neben die Erbauern) die Richter, die die entsprechenden Klagen von Käufer abgewiesen haben. Wäre es – und rechtlich möglich – wie in den USA gehandhabt worden, wäre ganz sicher ganz schnell ein Zugeständnis der Autobauer gegenüber den betrogenen Käufern erfolgt.

        Wie schnell VW & Co eingeknickt sind und alle Kosten übernommen haben, haben die amerikanischen Richter der Welt gezeigt .. aber die Welt und deutsche Richter?

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        • sigurd6 sagt:

          Nein das glaube ich nicht, bin jedoch der Meinung, dass jeder das Recht hat mit seinem Namen genannt zu werden. Egal ob man den Menschen nun sympathisch findet oder nicht.

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  4. WernerBln sagt:

    Was sich jetzt abzeichnet ist wohl Chaos pur. Egal ob man an den angeblich tödlichen Diesel glaubt oder das für das nächste durchs Dorf getriebene Ökoschweinchen hält. Wettrennen, der „Öko-Bewegten“, wer nun als erste Stadt endlich ein Fahrverbot verhängt (HH heute Nase vorn). Keine Planung wie das ganze nun überhaupt noch regelbar sein sollte, von Umsetz-/ Durchsetzbarkeit mal ganz abgesehen. Das alles ausgelöst natürlich durch undurchschaubare Normen der EU.

    Übrigens habe ich mal in den 80er einen Diesel gefahren, weil es wegen dessen besonderer Umweltfreundlichkeit 3 Jahre Steuerbefreiung gab und wegen eben der besonderen Umweltfreundlichkeit Diesel deutlich niedriger besteuert war! Soviel zur wissenschaftlich fundierten Zuverlässigkeit der Politik!

    Aber egal, wer nun richtig liegt: Es ist die absolute Sauerei, dass die Folgen nun dem einzelnen Fahrzeugbesitzer (natürlich vornehmlich dem privaten Nutzer) aufgebürdet werden soll (niedriger Wiederverkaufswert, gegen Null tendierende Nutzbarkeit ziemlich neuer Fahrzeuge).

    Aufgrund der ja offensichtlich betrügerischen Software ist ja wohl erstmal die Automobilindustrie der Verantwortliche und damit auch zur Nachbesserung verpflichtet. Wäre allerdings bezeichnend, wenn dabei letztlich wieder die Politik (also der Steuerzahler) haften müsste, weil nachgewiesen würde, dass die Politik in Kenntnis der unsinnigen Vorschriften die Tricksereien der Hersteller wissentlich in Kauf genommen hat.

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    • WernerBln sagt:

      Nachtrag: Wen der die Masse der Bevölkerung (275) vertretende Kläger in dem Verfahren interessiert:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/deutsche-umwelthilfe-kaempft-fuer-fahrverbote-15117944-p4.html

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      • sigurd6 sagt:

        Anmerkung zum Link, als Betreiber des Blogs bin ich verpflichtet, den Inhalt des Links zu überprüfen. Das ist mir nicht möglich, da ich eine Meldung bekomme, indem ich aufgefordert werde, meinen Add-Blocker auszuschalten. Ich habe keinen Add-Blocker installiert und das der FAZ auch mitgeteilt. Die Antwort steht noch aus.

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        • WernerBln sagt:

          Manche Browser bringen das auch von Hause aus mit.
          Vielleicht hilft

          https://praxistipps.chip.de/adblock-deaktivieren-so-gehts_20184

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          • sigurd6 sagt:

            Nein hilft nicht, aber danke. Ich habe den Ad-Blocker schon lange gelöscht. Also völlig gelöscht, es wird mir trotzdem angezeigt. Und zwar bei Spiegel-Online, Süddeutsche Zeitung und FAZ. Also bitte nach Möglichkeit keine Links von diesen drei Medien verwenden.

            Mittlerweile habe ich auch eine merkwürdige Antwort der FAZ erhalten. Auf den Blocker gingen die gar nicht ein, sondern empfahlen mir ein Monatsonlineabo. Auch eine Methode, wenn auch keine sehr seriöse finde ich.

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            • WernerBln sagt:

              Wunder der Technik. Bei mir, mit IE 11 unter Win 8.1 passiert das nicht.

              Ich gebe mir aber wg. der Links Mühe, versprochen!

              Na ja und seriös bei Medien?

              😉

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    • rabohle sagt:

      In den 80er hat man auch unsichere Atomkraftwerke erbaut und Sachen in Rhein, Weser und Elbe gekippt, in der Nordsee verklappt etc. Ich denke also nicht, dass Erkenntnisse aus den 80er in die heutige Zeit übertragen werden sollten.
      Sicherlich mach man es damals anders gesehen haben, aber die Belastung in den Städten ist nun einmal da und es muss etwas gemacht werden. Das sind wir Kindern, Enkel und den Nachfolgegenerationen einfach schuldig.

      Volle Zustimmung (!) bei den Autobauern als Verursacher und Träger aller Kosten.

      Aber solange sie dazu von dt. Gerichten nicht verurteilt werden, weisen sie eben alle Ansprüche zurück, loben ihre Megagewinne und verteilen diese in den oberen Etagen. Wer von uns würde es nicht ähnlich machen? Also fehlt eben die entsprechende Rechtsprechung. Die Instrumente sind da, die entsprechenden Richter leider nicht immer. Ist wie im Konzert – die Instrumente machen die Fehltöne nicht. 😉 Daher halte ich es für zu einfach, auf „die Politik“ abzustellen.

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    • sigurd6 sagt:

      Was ich tatsächlich sehr befremdlich finde ist, die Autobauer betrügen alle und gehen als einzige relativ unbeschadet aus der ganzen Sache hervor. Entschuldigung aber das widerspricht in sehr eklatanter Weise meiner Rechtsauffassung. Nun behaupte ich ja nicht, dass meine Rechtsauffassung die einzig richtige ist, bin jedoch der Meinung, dass derjenige der den Schaden, oder in diesem Fall Betrug, begangen hat, auch zur Verantwortung zu ziehen ist. Und das sind nun mal die Autohersteller.

      Weiterhin finde ich es völlig abwegig, wenn das Gericht entscheidet, dass man einzelne Straßenzüge bei schlechter Luft sperren kann. Dann wird eben auf Nebenstraßen ausgewichen um dort dann für genau so schlechte Luftverhältnisse zu sorgen. Wie auch immer, die dummen sind die Kunden und die Autobosse lachen sich ins Fäustchen. Die Kunden haben ja nicht irgendwelche Billigautos aus dem Ausland gekauft, sondern „deutsche Qualitätsprodukte“, teilweise ja sogar der Premiumklasse. Sie haben dafür eine Menge Geld bezahlt und wurden von den Herstellern offen betrogen.

      Sorry aber hier wurden die Falschen bestraft. So wird man das Problem nicht lösen, sondern Betrüger eher ermuntern. Betrug scheint sich ja zu lohnen.

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