Moment mal: Voll daneben!

Nun mischt sich auch noch die geschäftsführende Bundeskanzlerin in die Diskussion um die Essener Tafel ein. Sie kritisiert den vorübergehenden Aufnahmestopp der Essener Tafel für bedürftige Ausländer.

Da muss man erst einmal die Luft anhalten um nicht der Kanzlerin gleich über den Mund zu fahren. „Sie findet es nicht gut“, sagte sie, „da sollte man keine Kategorisierung vornehmen“, so ähnlich waren ihre Worte. Es gibt bestimmt viele Gründe, weshalb die Essener Tafel sich zu diesem Schritt entschlossen hat. Und man kann das kritisieren, doch sollte gerade eine Bundeskanzlerin die Arbeit solcher Organisationen unterstützen, statt sie zu tadeln.

Denn gerade diese Organisationen sind es, die versuchen eine verfehlte Sozialpolitik, die viele Menschen abhängt, etwas erträglicher zu gestalten. Und für diese Politik sind sie verantwortlich Frau Bundeskanzlerin. Vielleicht informiert sie sich lieber einmal über die Zustände in den Ausgabestellen der Tafel, bevor sie solche Bemerkungen loslässt.

Doch dann müsste sie ihr Paralleluniversum verlassen und der Wahrheit ins Gesicht schauen. Und das kann man ihr natürlich nicht zumuten. Denn eigentlich wäre das was die Tafeln leisten die Aufgabe des Staates.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

8 Kommentare zu “Moment mal: Voll daneben!

  1. lesenbiene sagt:

    Kritik kommt von der Seite die uns das alles eingebrockt hat. Die Tatsache allein ist schon traurig, dass in einem reichen Land, Menschen auf Spenden an Lebensmittel angewiesen sind. Und diese Arbeit machen Ehenamtliche, sie helfen die Lage der Menschen zu verbessern und müssen als Dank noch Kritik einstecken. Na Danke, da muß man ein dickes Fell haben, andere hätten hingeschmissen. Doch diese Menschen haben Mitleid mit ihren Menschen, die auf die Spenden warten.

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  2. ballblog sagt:

    Die Geschäftsführende führt ja selbst die Diäten- Versorgungstafel, da wird sie für die Wirklichkeit nicht mehr viel (Ziet) übrig haben. – Und es ist ja in der Tat phänomenal, daß sie zu allem was zu sagen hat. Du könntest sie auch zum Wurstanteil in der Erbsensuppe befragen.
    Als gelernte Wissenschaftlerin sollte sie von Natur aus nach Ursachen forschen. So aber demotiviert sie die Ehrenamtlichen in Essen und den Shitstorm besorgt sie ihnen gleich noch mit. Unglaublich.

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  3. WernerBln sagt:

    Wer als Kanzlerin dafür verantwortlich ist, dass es in diesem Land überhaupt Tafeln geben muss, sollte sich schämen und die Klappe halten!

    Das Thema Flüchtlinge, deren Benehmen und Tafeln ist nicht neu (einfach mal Google bemühen).

    Im übrigen teile ich diesen Kommentar aus dem heutigen Sat1:

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    • sigurd6 sagt:

      Dass es in Deutschland Tafeln gibt, hat nicht A. Merkel allein zu vertreten. Da hat die Politik von Helmut Kohl und besonders Gerhard Schröder viel dazu beigetragen.

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