In der Schweiz sagt man Nein zur Abschaffung der Rundfunkgebühr

Rund 72 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer die an der Volksabstimmung zur Abschaffung der Rundfunkgebühren teilnahmen haben sich gegen deren Abschaffung entschieden.

Auch in Deutschland dürften ARD und ZDF diese Abstimmung mit Spannung verfolgt haben. Auch wenn eine jüngste Umfrage in Deutschland ergeben hatte, dass auch hier über 66 Prozent für eine Beibehaltung der Rundfunk- und Fernsehgebühren sind. Unumstritten ist sie dennoch nicht. Und nicht wenige sehen in den Fernsehanstalten Moloche, die viel Geld für unnötige Posten ausgeben.

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21 Kommentare zu “In der Schweiz sagt man Nein zur Abschaffung der Rundfunkgebühr

  1. rabohle sagt:

    Ich möchte einmal die 66% kennenlernen, die angeblich dafür sein sollen.

    Aber angeblich sollen auch 66% für die GroKo gewesen sein.

    Wahrscheinlich war der Erfinder dieser Zahlen nur vom letzten USA-Aufenthalt noch geblendet.

    In der Schweiz wurde aber zumindest die Reform der Rundfunkgeführen und deren SENKUNG (!) durchgesetzt. Hier muss man für Plaßberg & Co. hingegen bald wieder tiefer in die Taschen greifen, ohne dann etwas auf Werbung verzichtet wird (war früher tatsächlich einmal so).
    Wie wurden noch die Privaten angegriffen, als Pausen gemacht und Werbung eingeblendet worden sind. Gut, dass es bei der Sportschau nicht der Fall ist, da wird Werbung allenfalls durch ein bisschen Fußball unterbrochen.

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    • sigurd6 sagt:

      Also hier kennst Du einen. ARD und ZDF müssen bleiben. Jedenfalls bin ich sehr dafür. Vielleicht etwas abgespeckt und endlich nicht mehr den Privaten nacheifern.

      Auch die Rundfunkanstalten der ARD möchte ich nicht missen. Da ich private Sender weder gucke noch höre, würde es mir nicht gefallen, wenn ARD und ZDF verschwinden würden.

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      • rabohle sagt:

        Es geht ja nicht um die Abschaffung der Sender, sondern deren aufgezwungenen Finanzierung.

        Ich zahle für die Wohnung, das Büro und das Auto. Und wie oft höre ich dort überall gleichzeitig?
        Zudem steigen die Gebühren, ohne dass nach meiner Auffassung die Qualität oder Quantität der Öffentlich-rechtlichen steigt – im Gegenteil; denke einmal an die Kritik zur Olympiaberichterstattung.
        Aber die Gebühren werden eben mit dem Auftrag der Sender begründet, den die Sender gar nicht mehr ausüben.
        Werbung, wohin Du siehst. Und falls ausnahmsweise einmal keine Werbung, laden sich die Moderatoren gegenseitig zu Spielshows selbst ein, kassieren dafür auch nochmals.

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        • sigurd6 sagt:

          Es gibt sicher vieles, was man bei ARD und ZDF kritisieren kann. Beide haben in den letzten Jahren eine Menge an Qualität verloren, das ist unbestritten. Über die Berichterstattung zu Olympia kann ich nichts schreiben. Ich habe eigentlich kaum etwas gesehen.

          Allerdings bin ich wie Du der Meinung, wenn man schon eine Menge Gebühren bezahlt, so sollte zumindest die Werbung wegfallen.

          Mit den Spielshows kenne ich mich ebenfalls nicht aus, da ich mir nur gezielt anschaue, was mich interessiert.

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          • rabohle sagt:

            Es sind ja nicht nur Shows. Talkrunden mit nahezu den gleiche Gesichern und dem gegenseitigen Einladungen etc.; zufällig wird das neuste Buch in die Kamera gezeigt oder aber nach einem Film auf die Kauf-DVD hingewiesen (aber über die Privaten lästern).

            Richtig; Olympia konnte man kaum sehen; es gab noich nicht einmal am Abend eine vernünftige Zusammenfassung, was für mich eine unglaubliche Schlamperei ist.

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            • sigurd6 sagt:

              Das ärgerte mich auch. Früher gab es nach 20:15 Uhr eine 45-minütige Zusammenfassung des Tages. Auch das gibt es schon seit den letzten Spielen nicht mehr.

              Talkshows? Wie schon geschrieben, ich gucke eigentlich nur, wovon ich glaube, es könnte für mich interessant sein. Die Talkshows in der Woche gehören nicht dazu. Auch nicht Anne Will am Sonntag. Nachdem ich am Freitagabend mit den Hunden unten war, schaue ich manchmal in eine der Freitagsrunden. Aber das auch nur noch selten und wenn eher kurz.

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            • rabohle sagt:

              IIInach9 hatte ich gerne gesehen, bevor es zur OneWomenShow verkommen ist.

              Hast Du gestern CL gesehen? Welke und Oller Kahn als Experten-Duo, finanziert mit meinen Zwangsbeiträgen – na Dankeschön. 🙂 🙂

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            • sigurd6 sagt:

              III nach 9 damals mit der Erstbesetzung Wolfgang Menge, Marianne Koch und Gert von Paczensky war eine ganz andere Talkshow als diese Pillepalleshows heute. Soweit ich mich erinnere, hatte sie damals auch noch keinen festen Sendeschluss. Es gab in den 70ern aber noch eine ganz gute Talkshow aus Berlin. Kann mich jedoch nicht mehr erinnern, wie die hieß und wer der oder die Moderatoren waren.

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            • sigurd6 sagt:

              Ach so, ganz vergessen. Nein CL habe ich nicht gesehen.

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  2. christahartwig sagt:

    Eigennützig, wie ich nun mal bin, wäre mir die Abschaffung der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten völlig schnuppe. Anders sehe ich es beim Radio. Man kann ein im Zweifelsfall so wichtiges (bis lebenswichtiges) Kommunikationsmittel nicht vollends in private Hände geben. Überhaupt ist schon zu viel privatisiert worden, ohne dass in jedem Fall ein Nutzen erkennbar wäre.

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    • sigurd6 sagt:

      Das gilt bei mir sowohl für Fernsehen als auch für Rundfunk. Ich möchte ARD und ZDF nicht vermissen.

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      • christahartwig sagt:

        Da Du Fernsehzuschauer bist, ist das verständlich.

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      • rabohle sagt:

        Beispiel Werder:HSV und die Radioübertragungen beim NDR oder RB. Von einer Stunde ganze 15 min Übertragungen aus dem Stadion(ich hatte es aufgenommen). Und das bei „der Bundesligaschau“ und ohne weitere Spiele.

        Klar will die Niemand vermissen. Aber überzahlen muss ja auch nicht sein, oder?

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  3. Helen sagt:

    Ich bin immer happy, wenn ich bei ARD und ihren anliegern am Vorabend diese „Ratesendungen A B C D“ serviert bekomme. Soviel Blödsinn schreckt ab und die Summen, die da rausgeschmissen werden.

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  4. WernerBln sagt:

    „Es geht ja nicht um die Abschaffung der Sender, sondern deren aufgezwungenen Finanzierung.“

    Genau, ich bin ja zunehmend verblüfft über Übereinstimmungen (rabohle)!

    😉

    Das ist eindeutig keine Gebühr, sondern eine Rundfunksteuer (Gebühr = Benutzer / Steuer = jeder, egal ob Nutzer)!

    Na und wofür wird die Kohle dann verwendet?

    https://www.bild.de/geld/mein-geld/intendant/so-viel-verdient-man-als-ard-boss-53202150.bild.html

    (Sorry für den Link aber gibt es auch seriöser, wollte bloß @Sigurd hinsichtlich Aufrufs entlasten).

    Nach meiner Meinung würde für den ö.r. Bildungsauftrag ein überregionaler und pro Bundesland ein regionaler Sender (TV und Radio) reichen. Das ist dann genug an Staatspropaganda. Es ist überhaupt nicht nachvollziehbar, weshalb die Ö.R. inzwischen Dutzende von Sendern betreiben.

    Übrigens: Bei Abschaltung des terrestrischen analogen TV (auch schon Privatsender) wurde versichert, dass die „Vielfalt“ bei DVBT erhalten bleibt. Jetzt allerdings (DVBT 2) gibt es für die Zwangssteuer nur noch die Öffentlichen. Wer denn noch weiter die Privaten sehen will, zahlt Zusatzgebühren und zwar für jedes Gerät! Das nennt man dann Grundversorgung!

    Ich gebe ja zu, dass wir denn noch täglich die Berliner AS und die ARD Tagesschau sehen. Hinsichtlich der AS aber nur noch die ersten Minuten (aktuelle Ereignisse), den Rest an Propaganda, Volksaufklärung und (Sorry) aus meiner Sicht Perversität, sparen wir uns. Damit ist dann auch Ö.R.-Ende. Zwecks Unterhaltung Private und natürlich das unendliche (ausreichend kostenlose) Angebot an Filmen via Smart-TV.

    Fazit: Ö.R. auf eine wirkliche Grundversorgung eindampfen, die Überzahlung, insbesondere verdienter PG in Führungspositionen, abschaffen und entsprechend die „Gebühr“ senken!

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