Sind Fußgänger eigentlich …

… die Deppen der Nation?

Oh ja das ist eine extra provokant gestellte Frage. Schon durch die milden Winter, die in unseren Breitengraden herrschen ist es fast ganzjährig möglich mit dem Fahrrad zu fahren. Doch jetzt als der Vorsommer über uns kam kommen sie vermehrt auf die Straßen.

Auf die Straßen? Ja wenn es mal so wäre. Ich weiß nicht, wie es anderswo ist, aber mich nerven Radfahrer von Jahr zu Jahr mehr. Wenn man zu Fuß unterwegs ist, sollte man auf dem Gehweg eigentlich relativ sicher sein, doch das war einmal. Mittlerweile muss man sich einen Rundumblick wie ein Vogel angewöhnen, um nicht von einem dieser Verkehrsrowdys umgefahren zu werden. Bei uns in der Gegend haben alle Straßen beiderseitig Radfahrwege. Doch auf dem Gehweg rasen scheint einfach mehr Spaß zu machen. Der ROT-ROT-GRÜNE Senat hat sich zum Ziel gesetzt, Berlin zu einer der fahrradfreundlichsten Städte auszubauen. Millionen werden ausgegeben, um Radwege zu bauen. Doch weshalb? Für viele Radfahrer existieren diese Radwege einfach nicht.

Und spricht man sie an, bekommt man noch freche Antworten. Sie können sich ja sicher sein, dass man sie nicht belangen kann. Denn sie sind im Straßenverkehr anonym unterwegs. Ich finde, das sollte schnellstens geändert werden. Eine Kennzeichenpflicht für Räder wäre ein guter Ansatzpunkt.

Damit man sich auf Gehwegen endlich wieder normal fortbewegen kann.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Berlin.

26 Kommentare zu “Sind Fußgänger eigentlich …

  1. lesenbiene sagt:

    Das Problem ist auch, sie kommen fast lautlos, klingeln dann stürmisch, wenn sie schon ziemlich nah sind, man ist erst mal erschrocken und kann nicht gleich reagieren und muß dann wirklich beiseite springen. Das Problem kenne ich auch, leider.

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  2. nana sagt:

    Also ich kann das so nicht bestätigen – und ich bin nun wirklich viel zu Fuß oder mit dem Rad in der Stadt unterwegs. Radfahrer*innen auf dem Bürgersteig begegnen mir nur selten und meist dann, wenn ein Radweg oder eine Radspur mal wieder von „ich-muss-hier-mal-kurz-ausladen“-Falschparkern zugestellt ist.

    Eine Kennzeichnungspflicht für Radfahrer*innen empfinde ich als unnötig. Es sind in der Regel ja die aufm Rad, die zu Opfern bei Verkehrsunfällen werden.

    Ein Problem sind die beidseitig zugeparkten, eingeengten Straßen, da hast du es auf dem Rad wirklich schwer. Entweder eine Autotür wird plötzlich geöffnet oder fetter SUV-Gegenverkehr drängt dich beiseite. Dass unter diesen Umständen auf den Fußweg ausgewichen wird, kann ich durchaus nachvollziehen. Allerdings gilt auch hier natürlich Rücksichtnahme.

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    • sigurd6 sagt:

      Dass Autofahrer rücksichtslos auf Radwegen parken ist natürlich richtig, rechtfertigt jedoch nicht, dass Radfahrer auf dem Gehweg fahren.

      Und eine Kennzeichnungspflicht erachte ich als unablässig. Nur so kann man Radfahrer haftbar machen.

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  3. WernerBln sagt:

    @Sigurd

    Volle Zustimmung! Übrigens, auch wenn sich die Herrschaften mal ausnahmsweise auf der Fahrbahn bewegen, könnte man meinen, das Kürzel StVO halten die für ne Anleitung für Kamikaze-Piloten!

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    • sigurd6 sagt:

      Rote Ampeln sind für Radfahrer z. B. auch oftmals ein rotes Tuch.

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      • WernerBln sagt:

        Richtig! Allerdings versuchen nur die Waagemutigsten (Dümmsten) eine rote Ampel direkt zu überfahren. Sowas verkürzt ja grade auf Fahrrädern die Lebenserwartung potentiell ungemein. Viel beliebter ist nach meiner Beobachtung der „Hakenschlage-Trick“: Rote Ampel in Fahrtrichtung, Wende 90 Grad auf den Bürgersteig, über die grüne Fußgängerampel und zurück auf Fahrbahn. Das alles natürlich in voller Geschwindigkeit mitten durch die Fußgänger hindurch
        😉

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  4. nana sagt:

    Ich merke schon, Radfahrer*innen sind hier ein klares Feindbild. Also ich sag mal so: Wenn ich an einer Fußgängerampeln stehe, dann sind es die Autofahrer*innen, die gerne und oft noch bei Rot über die Kreuzung rauschen.

    Und ich bin sicher, Unfälle zwischen Menschen die zu Fuß bzw. auf dem Rad unterwegs sind, nehmen eine Promille teil in der Unfallstatistik ein.

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    • nana sagt:

      Sorry für die Tipp- bzw. Schreibfehler, ich sitze am Mobilphone und das macht was es will. 😉

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    • sigurd6 sagt:

      Nein @nana Radfahrer an sich sind für mich kein Feindbild. Aber ich habe wenig Lust mich auf dem Gehweg laufend umdrehen zu müssen ob wieder ein Radfahrer oder eine Radfahrerin angerast kommt. Sie kommen ja meist nicht langsam und machen sich bemerkbar, das würde ja auch noch gehen.

      Und es geht nicht nur mir so. Eigentlich ist jeder mit dem ich über dieses Thema spreche von Radfahrern auf dem Gehweg mächtig genervt.

      Vielleicht wohnst Du in einer relativ „Fahrradberuhigten“ Ecke.

      Ich bin auch nicht für dieses gegenseitige Aufwiegen von Verkehrsvergehen. Das liest man in der Onlineausgabe des Tagesspiegels zur Genüge. Denn ein Verkehrsvergehen rechtfertigt nicht als Alibi für ein anderes.

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    • nana sagt:

      Naja, jeder Zweite will vielleicht auch die Todesstrafe wieder einführen. Solche Umfragen sind Quark.

      Nur mal von heute – und vielleicht ein Grund, weshalb mit dem Fahrrad öfter auf den Fußweg ausgewichen wird:

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      • rabohle sagt:

        @ nana
        Gibt denn das Unrecht der Autofahren den Radfahren die Lizenz dazu, ihrerseits Recht zu brechen?
        Sorry, aber das wird dann ein Schwanz ohne Ende.

        In Oldenburg wird sogar noch mehr Blödsinn betrieben; dort werden Hauptverkehrsstraßen für Radfahrer freigegeben, OBWOHL es Radwege gibt!
        Behindert mich also ein Radfahrer, darf ich dann mit dem Wagen auf den – freien – Radweg ausweichen?
        Es geht immer nur ein miteinander.

        Und warum keine Hapftpflicht für Radfahrer? Jedes Mofa ist langsamer als ein Radrennfahrer, der dann noch bei Dunkelheit ohne Beleuchtung – dafür aber mit Sponsortrikot über den Bierbauch – fährt und ggfs. einen Unfall schuldhaft (mit)verursacht. Und dann keine Versicherung?
        Beispiel: Ein Radfahrer ist bei Rot über die Ampel gekachtelt, hat dabei einen anderen (ordnungsgemäß fahrenden) Radfahrer gerammt, der nun für Monate im Krankenhaus liegt. Ansprüche? Sicher. Durchsetzbar? Nein, denn der Rennradfahrer ist unpfändbar; mit einer Versicherung wäre es kein Problem gewesen.

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        • sigurd6 sagt:

          @rabohle eine Haftpflichtversicherung für Radfahrer wird auch kommen müssen. Davon gehe ich ohnehin aus.

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        • nana sagt:

          Ich habe lediglich geschrieben, dass solche Vorfälle oder Behinderungen der Grund sein können, weshalb mit dem Rad auf dem Fußweg gefahren wird. Ob Recht oder Unrecht, das möchte ich gar nicht bewerten.

          Der Gehweg vor meiner Haustür wird auch regelmäßig von Radfahrern genutzt, weil er direkt in bzw. aus dem Park führt. Das ärgert mich auch, zwar wird meist Rücksicht genommen, trotzdem ist es nicht schön.

          Was ich bemerke ist, dass sich vor allem Menschen über Radfahrende aufregen, die selber kaum mit dem Rad in der Stadt unterwegs sind. Wer das regelmäßig macht, bringt vielleicht mehr Verständnis für manche Situationen auf.

          „Es geht immer nur ein miteinander.“ Eben.

          „Behindert mich also ein Radfahrer, darf ich dann mit dem Wagen auf den – freien – Radweg ausweichen?“ Das ist doch hoffentlich nicht ernst gemeint.

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          • rabohle sagt:

            @Nana, wir sind gefühlt jeweils 1/3 unterwegs, kennen als alle Situationen. Gleichwohl übertreiben es sehr viele Radfahrer mit Ihrer Fahrweise,

            Und doch; so manchmal ist die Frage ernst gemeint, insbesondere wenn mehrere Radrennfahrer nebeneinander die Straße blockieren (toll bei Dunkelheit, Regen und ohne Beleuchtung), weil sie Tour de France nachspielen müssen, obwohl der gut ausgebaute, breite Radweg frei ist. Aber keine Bange, ich mache es natürlich trotzdem nicht.

            Aber die Diskussion zeigt das deutsche Problem: Schuld haben immer die anderen und Nachgeben müssen sie auch.

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      • sigurd6 sagt:

        Sorry @nana es gibt keinen Grund für Radfahrer auf Fußwege auszuweichen. Radfahrer gehören auf Radwege oder die Straße. Der Gehweg ist für Radfahrer tabu.

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