Moment mal: Jetzt geht’s los?

Ja nur wann und wo und weshalb fragt man sich, wenn man den Zickzackkurs des Donald Trump in der Frage eines Treffens mit dem Nordkoreaner Kim sieht. Erst findet das Treffen statt, dann grollt der große Präsident im Weißen Haus und sagt das Gespräch ab. Um einige Tage später doch mit blumigen Worten die Möglichkeit eines Treffens zu verkünden. Und alles mit Begründungen, die kaum noch nachvollziehbar sind.

Da stellt sich natürlich die Frage, was wird mit all dem bezweckt. Kim trifft völlig überraschend den südkoreanischen Präsidenten Moon und beide herzen sich zum Abschied so sehr, dass man fast glaubt, sie haben soeben beschlossen, sich nie wieder zu streiten. Moon tritt vor die Medien und bringt damit den amerikanischen Präsidenten in Zugzwang. Aber ist die Gefahr nicht groß, dass Moon auf eine geschickt eingefädelte Falle des Nordkoreanischen Diktators hereinfällt? Ist es eventuell die Strategie von Kim Südkorea von den USA zu entfremden? Hat Kim Milliarden in sein Atomprogramm gesteckt um es jetzt aufzugeben? Eine Atombombe zwar nicht wie die Großen, aber es ist für ihn eine Art Lebensversicherung.

Oder wie ist die Strategie des amerikanischen Präsidenten? Sein Kurs zu dieser Frage lässt eigentlich nur einen Schluss zu, er hat keine. Doch auch das könnte eine fatale Fehlinterpretation sein. Vielleicht sieht er momentan tatsächlich wenig Möglichkeiten für ein sinnvolles Gespräch mit Kim. Vielleicht erkennt er oder wohl eher seine Berater die Strategie von Kim und lassen sich nicht darauf ein. Egal wie auch immer, ein Gespräch ist immer sinnvoll und das sollte auch der amerikanische Präsident erkennen.

Kann sein, dass es völlig nutzlos ist, dann hat man es wenigstens versucht. Oder möchte man sich den Vorwurf machen lassen, eine große Chance für einen Frieden auf der koreanischen Halbinsel leichtfertig verspielt zu haben?

 

In Berlin war vorgestern Wandertag. Rund 5000 wanderwillige Anhänger der AfD zogen schlecht gelaunt, jedenfalls auf die Bundeskanzlerin und die anderen Parteien des Deutschen Bundestages, zum Brandenburger Tor. Andererseits trafen sich ca. 25.000 meist bestens gelaunte Wanderer, Schiffer, Discobetreiber und Radfahrer um den übel gelaunten AfD-Wanderern zu zeigen, dass Hass ja nun auch keine Probleme lösen kann. Klar wird das die AfD in keiner Weise stören, doch es ging ein Zeichen von Berlin aus. Die AfD hat es trotz großer Bemühungen nicht geschafft, bundesweit mehr, als die ca. 5.000 Anhänger zu mobilisieren. Während die, die mit den Parolen dieser Partei nichts anfangen können locker ca. 25.000 Menschen mobilisieren konnten. Und das war doch schon mal ein gutes Zeichen für Deutschland.

 

Erdogan der Diktator von eigenen Gnaden, er glaubt ja immer noch, er sei demokratisch gewählt, ist mal wieder sauer auf Deutschland. Die bösen Deutschen möchten ihn und seine AKP aus der Regierung jagen behauptet er allen Ernstes. Auch wenn er damit wahrscheinlich nicht ganz falsch liegt, so steht das dann doch nicht in der Macht der Politikerinnen und Politiker der Bundesregierung. Auch für den Verfall seiner Währung ist das Ausland nur bedingt verantwortlich. Er soll sich doch mal die Zahlen anschauen als er noch vernünftig regierte und die, als er einen diktatorischen Weg eingeschlagen hat. Dann müsste ihm eigentlich etwas auffallen.

 

Und langsam wird es merkwürdig in diesem Land. Darf man seine Meinung nicht mehr äußern ohne mit seiner Meinung wenn sie Parteifreunden und –feinden nicht passt gleich in eine rechte Ecke gestellt zu werden? So geschehen Sahra Wagenknecht (LINKE) und Andrea Nahles (SPD) die beide, zwar mit verschiedenen Worten aber im Grunde gleiches sagten. Sie sind beide der Auffassung, dass wir nicht alle Menschen aufnehmen können, die in dieses Land kommen. Was ist falsch an solch einer Ansicht und was hat das mit rechter Gesinnung zu tun? Wenn der Juso-Chef Kühnert meint, mit solchen Äußerungen macht man das Spiel der AfD mit, so frage ich mich, wie soll es denn anders gehen? Hat er eine Lösung? Wer einigermaßen denken kann, dem wird klar sein, dass Deutschland nur einen gewissen Teil dieser Menschen aufnehmen kann ohne selbst irgendwann an seine Grenzen zu stoßen.

 

Gibt es noch etwas Erfreuliches? Na klar das Wetter. Das verwöhnt uns momentan aber schon sehr. Die Eisheiligen hatten in diesem Jahr keine Chancen und hätte es am Sonntag in Berlin nicht mal kurz geregnet, könnte ich mich nicht erinnern, wann hier der letzte Regen gefallen war. Der Nachteil ist natürlich die extreme Trockenheit, es ist alles knochentrocken. Aber ich bin mir sicher, der nächste Regen kommt bestimmt.

So dann hätten wir es mal wieder. In diesem Sinne eine schöne Woche.