Elli Bananenflanke meint …

… aber, aber Herr Bierhoff!

Nachdem es nun neuen Wirbel um Ilkay Gündogan gab, er hat nur die deutsche Staatsbürgerschaft und nicht, wie angenommen auch die türkische, hat sich nun der DFB-Teammanager eingeschaltet.

Gündogan hatte zusammen mit Mesut Özil dem türkischen Diktator Erdogan jeweils ein Trikot ihres Vereines mit all den Unterschriften den Spieler überreicht. Wobei Gündogan noch einen draufsetzte und auch noch auf das Trikot, „Für meinen Präsidenten-hochachtungsvoll“ geschrieben hatte. Und das mitten im türkischen Wahlkampf. Soweit man es überhaupt als Wahlkampf bezeichnen möchte.

Natürlich sind Gündogan und Özil junge Menschen. Jedoch finde ich es mehr als bedenklich wenn ich als deutscher Staatsbürger und das sind beide, einen Diktator hofiere, der Journalisten ohne jede Anklage, teilweise über 1 Jahr, in den Kerker werfen lässt. Der Krieg in einem anderen Land führt, der Kurden die der Kurdenpartei angehören wegen Terrorverdachts im Kerker wegsperren lässt. Ja der die Opposition weitestgehend ausschalten ließ.

Und wenn ein junger Mensch, wie Bierhoff beide verteidigt, Fehler macht, so mag man nachsichtig sein. Nur war das ein Fehler gerade von Gündogan? Oder stimmt hier prinzipiell etwas nicht mit seiner Einstellung seinem Heimatland gegenüber? Der Spruch von Gündogan auf dem Trikot ist eindeutig und zeigt, zu wem sich Gündogan zugehörig fühlt. Er selbst lieferte das Bekenntnis ab und hier helfen auch keine Erklärungsversuche im Nachhinein.

Ich bleibe dabei, für die deutsche Nationalmannschaft sollten beide nicht mehr auflaufen.

17 Kommentare zu “Elli Bananenflanke meint …

  1. ballblog sagt:

    Die Jungs sind alt genug, um ausgehandelte Wahnsinnsverträge zu unterschreiben. Alt genug, um Vereine an der Nase herumzuführen, abgezockt genug um sich wegzustreiken und durch den Fußball können sie ein Leben genießen, von dem andere in ihren Alter nicht einmal träumen.
    Aber wenn es darum geht, Verantwortung zu übernehmen für solch eine Aktion, dann wird von Leuten wie Bierhoff und Co. auf „jugendliche Unwissenheit“ plädiert.
    Genau diese Dummschwätzerei vom Olli und den Anderen macht sie für den denkenden Menschen unsympathisch.

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  2. lesenbiene sagt:

    Ich finde es schon bedenklich, dass Özil und Gündogan so wenig Gespür dafür haben, wie ihr Verhalten bei der Öffentlichkeit in Deutschland ankommt. Sie fühlen sich nicht als Teil der deutschen Gesellschaft, sonst würden sie wohl Erdogan nicht als „meinen Präsidenten“ bezeichnen. Tja und wenn Erdogan der Präsident dieser Spieler ist, haben beide nichts mehr in der deutschen Nationalmannschaft verloren. Ich habe es schon mal geschrieben, ich erinnere mich daran, das Özil bei der letzten WM die deutsche Nationalhymne nicht mitgesungen hat. Wenn jemand für Deutschland spielt und kein Herz für Deutschland hat, macht mich das nachdenklich, denn er spielt in der Nationalmannschaft. Unsere Nationlhymne handelt unter anderem für Einigkeit und Recht und Freiheit und damit hat Erdogan ja nun wirklich ein großes Problem.
    Hier handelt es sich nicht um jugendliche, unerfahrene Spieler, sondern um erwachsene und gewachsene 29- bzw. 27-jährige Millionäre, die die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen. Nationalspieler heißt für mich, dass man für dieses Land spielen darf und auch, dass man in gewisser Form eben dieses Land repräsentiert.

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    • sigurd6 sagt:

      Es war nur Gündogan der auf sein Trikot die „Widmung“ für seinen Präsidenten geschrieben hatte. Özil hat das nicht gemacht. Das Mitsingen der Nationalhymne finde ich nicht so tragisch. Kommt wahrscheinlich daher, dass sie mir auch relativ egal ist. Und andere Spieler singen sie ja auch nicht immer mit.

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      • lesenbiene sagt:

        Ja Gündogan hat nur das Trikot mit der Widmung überreicht, doch alle stehen sie da in freundschaftlicher Umarmung und grinsen wie Honigkuchenpferde. Bessere Wahlkampfwerbung kann Erdogan doch nicht bekommen.

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    • ballblog sagt:

      Gespür kommt im Alphabet aber erst nach Geldzählen und Gehalt. 🙂

      Mit dem Nicht- Mitsingen, das war ja auch schon bei Klose und Podolski ähnlich, kann ich eigentlich ganz gut leben. Die Spieler sind so mit Input voll, da stört eigentlich alles zwischen Kabine verlassen und Anstoß.
      Aber wie Du schon sagst: den Beiden fehlt das Gespür für die Außenwirkung- gleichwohl nicht das für die Maximierung des eigenen Marktwertes. Und der erhöht sich nun einmal mit einem WM- Titel und danach suchten sie sich wohl ihre Nationalmannschaft aus. Unromantisch, aber so ist’s halt. 😦

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      • lesenbiene sagt:

        Das ist dann wohl so, das was zählt ist Geld. Doch gerade solche Sportler haben eine große Vorbildfunktion und es zeigt sich, wie weit es mit der Integration klappt.

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        • ballblog sagt:

          Stimmt beides. – Ich wundere mich auch, warum da deren Berater nicht dazwischen grätschen. – Vorbildfunktion, daran denken die vor allem dann, wenn man ihnen einen Werbeauftritt zu dem Thema organisiert. Özil hat, glaube ich, ja auch einen Integrationspreis entgegen genommen.

          Und wenn ich das anfügen darf: ich find’s schön, daß Du Deinen Blick auf diese Dinge hier mit uns teilst.

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          • lesenbiene sagt:

            Danke. Natürlich ist das auch ein Stück Heimat für sie, verstehe ich ja auch, die Eltern sind dort geboren, die Großeltern leben vielleicht noch in der Heimat, doch man kann doch nicht so die Augen vor der Realität verlieren, sie sehen und erleben doch auch was in den Heimatländern passiert. Umso mehr sind diese Auftritte unverständlich.. Diese Berater beraten vielleicht nur wie man das Geld am besten anlegt.

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            • ballblog sagt:

              Ich habe ja so ein wenig beruflich damit zu tun, ganz ehrlich: Geldanlage, vor allem für die Zeit nach der Karriere, ist da ein Schwachpunkt. Für Topverdiener wie diese beiden ist das kein Problem, aber für viele andere.

              Ich bin da völlig Deiner Meinung: gerade wenn die Jungs noch Verwandtschaft in diesen Ländern haben, sollten sie ein wenig im Blick haben, was dort abgeht. – Und wenn man ein noch so banales Interview nicht ohne „Aufpasser“ bekommt, so müssen zumindest diese Leute auf die beiden Sportfreunde einwirken. Völlig unverständlich und ich finde es lächerlich, wenn das noch von den Oberen der Nationalmannschaft herumeiernd zurechtgebogen wird.

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            • lesenbiene sagt:

              Damit wird alles noch schlimmer finde ich, dieses herausreden, abwiegeln, verharmlosen. Warum stellen sie sich nicht und geben zu, dass das unüberlegt war? Wenn der Özil dann als nächstes ein Tor geschossen hat, ist er doch sowieso wieder best friends. Einfach mal zu dem stehen, wenn man Fehler gemacht hat, das versucht man schon kleinen Kindern beizubringen.
              Nun mal ein anderes Beispiel, ich habe eine neue Kollegin, eine Polin, lebt schon 29 Jahre in Deutschland. Als ich sie kürzlich fragte, ob sie eine bestimmte Sendung im Fernsehen geschaut hat, sagte sie zu mir, wir schauen kein deutsches Fernsehen, nur polnisches Fernsehen. Da hab ich nichts weiter gesagt, mir nur Gedanken gemacht, nimmt man nur das Gute mit, was einem Deutschland zu bieten hat und bleibt im Herzen immer nur ein Gast in unserem Land. Ich weiß es nicht…

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            • ballblog sagt:

              Bei kleinen Kindern klappt das in der Regel auch besser 🙂 Bis sie merken, es geht auch bequemer. Sehe ich aber genauso wie Du.
              Auch das andere Beispiel, das erlebt man hier in der Gegend zu Hauf. Da sind viele Antennen noch weiter östlich ausgerichtet, wird ein Stück weit im Januar Neujahr gefeiert und bei jeder Gelegenheit läuft Russen-Techno. Das wirkt auch eher wie Parallelwelt als nach Integration und umfaßt auch die hier geborenen erwachsenen Kinder. Seltsam, das alles…

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