Elli Bananenflanke meint …

… und nun?

Nun ist die deutsche Nationalmannschaft wieder zurück und einige Spieler wohl schon wieder beim Koffer packen um in fernen Urlaubszielen den Frust der WM wenigstens für einige Tage zu vergessen.

Mit dem Ausscheiden in der Vorrunde gab es den Super-Gau für den DFB und dessen Funktionäre. Für die Ursachen dafür bedarf es einer eingehenden Analyse. Bei einer Vereinsmannschaft würde man nach den drei Spielen wohl zur Ansicht gelangen, dass eine Mannschaft die so pomadig auftritt wie die deutsche Mannschaft, gegen den Trainer spielt. Da ich mir das bei einer WM nur schwerlich vorstellen kann, denn die Spieler möchten sich auf solch einer internationalen Bühne zeigen und auch ihren Marktwert erhöhen, muss man die Gründe also wo anders suchen.

Die Qualifikation hat die Mannschaft locker gemeistert. Doch schon bei der Zusammenstellung des Kaders konnte man beim Bundestrainer ungewohnte Unsicherheiten feststellen. Einige vielen verletzungsbedingt aus und bei der Nominierung von Stürmern tat er sich besonders schwer. Petersen und Wagner? Wagner oder Petersen? Petersen lieber als Wagner? Es war merkwürdig. Dazu kam die tägliche ärztliche Meldung über Manuel Neuer, was der Vorbereitung wohl auch nicht dienlich war. Und dann natürlich die Fotoaffäre. Doch sind das tatsächlich Gründe, die eine Mannschaft so verunsichern können? Vielleicht mehr jedoch dürften die Medien das Denken der Spieler beeinflusst haben. Denn viele Medienvertreter suggerierten der Mannschaft, trotz schlechter Vorbereitungsleistungen, ein, sie sei der Favorit für den Titel überhaupt. So lange bis die Mannschaft vielleicht selbst glaubte, sie könne das im Vorübergehen schaffen.

Für mich sind Warnsignale, wenn ein Trainer bei fast jedem Interview betont wie gut die Mannschaft trainiert und wie fokussiert sie auf das Spiel sei. Solche Aussagen machen mich stutzig. Denn, dass die Mannschaft bei einer WM im Training mitzieht und sich auf das Spiel gezielt vorbereitet, dürfte wohl selbstverständlich sein. Wo denn sonst, wenn nicht bei einer WM? Und Jogi Löw betonte es immer wieder und für meinen Geschmack zu oft.

Hier zeigte sich für mich, es stimmt was nicht in der Truppe und auf dem Platz zeigte sich das ganz deutlich.

Die deutsche Nationalmannschaft ist letztendlich nicht an Südkorea gescheitert. Nein sie scheiterte an sich selbst. Sie fand nie zu einer weltmeisterlichen Einstellung. Und damit meine ich nicht, die Einstellung Weltmeister zu werden. Sondern, dass es ein WM-Turnier war, wo sie spielte.

Und, dass das nicht gelungen ist, stimmt nachdenklich.

 

10 Kommentare zu “Elli Bananenflanke meint …

  1. ballblog sagt:

    Das war wochenlanges Pfeifen im Walde vom Jogi. Vielleicht kam da sein Unterbewußtsein durch?

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  2. rabohle sagt:

    Vielleicht sind sie einfach auch nur schlecht.

    Die aus der Liga eingesetzen Spieler haben allesamt versagt, was auch kein Wunder ist, da sie dort ja schon international versagt haben. Der gesamte Bayern-Stamm ist international untergegangen, das sollte man nicht vergessen.

    Dazu die Legionäre, die in den jeweiligen Ligen schlecht (wenn überhaupt) gespielt haben. Warum sollte sie dann bei der WM plötzlich besser werden?

    Das Ausscheiden (ich habe bis zum zweiten Korea-Tor nicht wirklich daran geglaubt) hat daher irgendwie auch die Richtigen getroffen (spielerisch) und nun sollte man daraus kein nationales Drama machen. In der Tierwelt darf getötet werden, um die Quälerei zu beenden – genau das ist bei der WM auch geschehen.

    Und egal wie es weitergeht, es wird immer „Wisst ihr noch, 2014? kommen, damit müssen und werden sie leben. Denn der Filz wird im Verband – egal mit welcher Entscheidung über wessen Zukunft auch immer – weiterhin Bestand haben und alle Besserwisser behalten ihren Posten auf Kosten der zahlenden Mitglieder aus „Dingenskirchen“ oder „Pusemuckl“.

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    • sigurd6 sagt:

      Na ja versagt? Weshalb hat den der Bayern-Stamm versagt? Die Spiele gegen Real waren beide enge Spiele, die durch individuelle Fehler verloren wurden. Real war in beiden Spielen keinesfalls die bessere Mannschaft.

      Ich möchte mir nicht vorstellen wenn die Mannschaft tatsächlich ins Achtelfinale und da auf Brasilien gekommen wäre. Die Mannschaft in der Verfassung gegen einen hoch motivierten Gegner, der noch eine Rechnung mit der deutschen Elf offen hat. Das wäre wohl sehr, sehr bitter geworden.

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  3. nana sagt:

    Nun ja, ist ja nicht der erste Weltmeister, den es so trifft. Ich finde das Ausscheiden gar nicht schlimm. Viel schlimmer ist das, was medial und politisch (!) daraus gemacht wird.

    Ich werde keine Beispiele posten, weil das alles so dermaßen widerlich ist, aber diese unsägliche AfD entblödet sich nicht, die ganze Sache für ihren Alltagsrassismus zu nutzen.

    Übrigens sollten sich die Deutschen mal ein Beispiel an Schweden nehmen – die haben, auch als Mannschaft, ein klares Zeichen gegen Rasissmus gesetzt.

    So, vielleicht am Thema vorbei, aber musste raus.

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