Berlin ein Trauerfall?

Berlin ist unheimlich attraktiv, Berlin ist arm aber sexy, Berlin ist die Hauptstadt mit Herz, Berlin ist tolerant. So wird Berlin gerne angepriesen. Doch nun kommt die kalte Tusche für die, die glauben, besser als in Berlin kann man kaum leben.

Die Berliner Zeitung gab bei Forsa eine Umfrage in Auftrag, die herausfinden sollte wie wohl sich die Berliner Bürger in ihrer Stadt fühlen. Und diese Umfrage sollte dem Berliner Senat zu denken geben. Denn sie offenbart, dass zumindest 30 Prozent, also fast ein Drittel der Befragten, lieber heute als morgen aus Berlin wegziehen würden. Dafür gibt es verschiedenste Gründe. Genannt wurden die marode Infrastruktur, Verschmutzung, Wohnungsnot und der rasante Bevölkerungszuwachs.

Immerhin 57 Prozent finden es nicht gut, dass so viele Menschen hierher ziehen. Dadurch, so befürchtet man, wohl zu Recht, wird der Verdrängungsprozess in den Kiezen verschärft. In Kreuzberg z. B., einst ein Problembezirk, kann man schon heute kaum noch die Mieten bezahlen.

Am zufriedensten sind nach dieser Umfrage die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt, die über 60 Jahre alt sind.

Und eine persönliche Anmerkung von mir, ob der Berliner Senat, die Probleme der Stadt in den Griff bekommt, bezweifele ich ganz, ganz ernsthaft. Momentan scheint hier eher Stillstand zu herrschen, als die Bereitschaft endlich Probleme anzugehen.

Wen die Ergebnisse der Umfrage interessieren der kann sie HIER nachlesen.

Was gefällt euch besser …

… die Original- oder Coverversion?

Heute geht es um einen Song, der in die Urlaubszeit passt. Denn viele Menschen sind durchaus bereit, im Urlaub nicht auf jeden Euro zu achten, und gönnen sich mehr als sonst. Also geht es um den Song Money, Money, Money. Im Original gesungen von ABBA und in der Coverversion von Swedish Hitz Goes Metal.

Ich bin auf eure Entscheidung sehr gespannt.

Original:

Cover:

Endlich rollt der Ball!

Aber die Topmeldung kommt heute aus Bremen. Claudio Pizzaro kehrt mit 39 Jahren noch einmal zu seiner alten Liebe Werder Bremen zurück. Wenn ich mich nicht verzählte, so ist es die fünfte Verpflichtung des Stürmers bei den Bremern. Und ich glaube, auch in diesem fortgeschrittenen Fußballeralter kann er Werder noch helfen. Ob er noch groß zum Einsatz kommt, wird sich zeigen, jedoch kann ein Spieler wie er auch so sehr hilfreich sein.

 

Doch nun zur 3. Liga, denn sie nahm an diesem Wochenende den Spielbetrieb wieder auf. Ich muss gestehen, seit Jahren bin ich ein Fan dieser Liga und sehe die Spielausschnitte in der ARD-Sportschau oftmals mit größerem Interesse als die der 1. Bundesliga. Und in diesem Jahr ist sie so prominent bestückt wie selten. Schon das Auftaktspiel Braunschweig gegen Karlsruhe ließ aufhorchen. Der deutsche Fußballmeister von 1967 Eintracht Braunschweig gegen den Karlsruher SC aus dessen Reihen Spieler wie Kahn, Sternkopf, Scholl und wer kennt ihn noch G. Herrmann entsprangen. Auch Horst Szymaniak spielte einst dort.

Aber das war nur eine Partie. Mit Kaiserslautern gegen 1860 München trafen am 1. Spieltag ebenfalls zwei ehemalige deutsche Meister auf einander. Bei den Löwen ist es zwar noch länger her als bei Braunschweig, sie waren 1966 Meister und standen im Landespokal der Pokalsieger in der Saison1965/66 gegen West Ham United im Londoner Wembley-Stadion im Endspiel, das sie jedoch 2:0 verloren. Der FC Kaiserslautern schaffte in der Saison 1997/98 etwas, was davor und danach nie wieder eine Mannschaft schaffte. Sie waren aus der 2. Liga aufgestiegen und machten einen Durchmarsch zur deutschen Meisterschaft.

Doch es gibt noch mehr Mannschaften, die schon in der Beletage der Bundesliga spielten. Hansa Rostock und Energie Cottbus werden ebenfalls versuchen irgendwie mal wieder nach oben zu kommen. Und ein altbekannter Verein der KFC Uerdingen, damals besser bekannt unter seinem Vereinsnamen Bayer 05 Uerdingen, spielt nun auch in der 3. Liga. Wer erinnert sich nicht, jedenfalls die etwas älteren hier, an die legendären Spiele 1986 im Europapokal der Pokalsieger gegen Dynamo Dresden? Als Bayer 05 Uerdingen in Dresden 0:2 verloren hatte und im Rückspiel ebenfalls zurücklag, das Spiel jedoch in einer grandiosen Aufholjagd noch drehte und letztendlich mit 7:3 gewinnen konnte. Und nun hat sich der Verein, der sich seit einigen Jahren KFC Uerdingen nennt, nachdem der Sponsor Bayer sich zurückgezogen hatte einen Weltmeister verpflichtet. Kevin Großkreutz versucht bei dem Verein wohl sein drittes, viertes oder fünftes Comeback.

Die 3. Liga ist also prominent besetzt wie selten. Jedoch ist sie auch eine Problemliga. Das sollte man nicht vergessen. Oftmals geraden gerade in dieser Liga Vereine an den Rand ihrer finanziellen Möglichkeiten. Der DFB spricht zwar sehr gerne von einem guten Unterbau, jedoch fließt nur wenig Geld in diese Liga. In der vergangenen Saison mussten das zwei Vereine bitter spüren. Rot-Weiß Erfurt und der Chemnitzer FC mussten Insolvenz anmelden.

Doch vorher traf es auch schon andere, durchaus prominente Klubs. Wie Kickers Offenbach und die Stuttgarter Kickers um nur zwei zu nennen.

Ich jedenfalls bin gespannt wie diese Saison in der 3 Liga sich entwickeln wird.

 

Jahr der Jubiläen Teil V

Die Zeit im Allgäu habe ich jedenfalls in bester Erinnerung. Das hatte sich viel besser entwickelt, als ich vorher gedacht hatte. Aber eine kleine Geschichte muss ich dann doch noch erzählen. In einer der vorhergehenden Fortsetzungen hatte ich geschrieben, dass mir ein fehlender Wecker fast einmal zum Verhängnis wurde.

Da ich ja nun 18 Jahre alt war, konnte ich die Zeit im Allgäu natürlich auch dazu nutzen meinen Führerschein zu machen. Also meldete ich mich bei einer Fahrschule an und losging es. Ich weiß es nicht mehr genau, jedoch nach 10-12 Fahrstunden wurde ich zur Prüfung angemeldet. Wenn man die Stundenzahl heute liest die ich für meinen Führerschein benötigte, so wird es ungläubiges Staunen hervorrufen. Es war aber so. Also kam der Tag der Fahrprüfung. Ich nahm mir einen Tag Urlaub und ging es ganz ruhig an. Zu ruhig! Denn gerade an diesem Tag habe ich verschlafen. Zu meinem Glück habe ich die Prüfung mit einem Kollegen aus dem Betrieb gemacht und der pfiff morgens um mir zu signalisieren, dass er da wäre um mich abzuholen. Nur dummerweise wurde ich durch den Pfiff erst wach. Nie hatte ich verschlafen in all den Monaten. Und an diesem Tag war es dann soweit. In Rekordzeit habe ich mich gewaschen und angezogen. An Frühstück, ich gehe sonst ohne Frühstück nie aus dem Haus, war nicht zu denken. Der Zug wartete nicht auf uns. Dazu muss ich schreiben, dass wir die Prüfung nicht am Ort, sondern in Kaufbeuren ablegen mussten.

So hechelten wir zum Zug und erwischten ihn tatsächlich noch kurz vor der Abfahrt. Und dann ging es erst einmal zur schriftlichen Prüfung. Mit knurrendem Magen, das kann ja gut werden, dachte ich. Füllte die Bogen aus und gab sie ab. Der Fahrprüfer war laut unserem Fahrlehrer ein „harter Hund“. Diese Beurteilung kann ich nur bestätigen. Es fehlte nur noch, dass man vor ihm salutieren muss. War wohl einer dieser „übrig gebliebenen“. Egal ich habe die schriftliche Prüfung ohne Fehler abgegeben und da hatte man schon ganz gute Karten bei ihm. Dazu muss ich schreiben, die Fragen damals waren mehr als banal. Nicht zu vergleichen mit einer heutigen Führerscheinprüfung.

Nun ging es also an die praktische Prüfung und ich war hungrig und nervös. Wenn ich über einen längeren Zeitraum hungrig bin, werde ich muffig. Also sagte ich mir, bleib ruhig und wenn dir der Prüfer auch noch so dumm kommt. Und das kam er, der war nur am knurren und ich dachte schon, machst du denn überhaupt nichts richtig. Jedoch signalisierte mir der Fahrschullehrer, alles in Ordnung. Also war der Prüfer wohl immer so.

Keine Ahnung wie lange ich mit dem rum kurvte, aber irgendwann sagte er dann, fahren sie jetzt bitte rechts ran und stellen sie den Wagen ab. Also parkte ich den PKW ein und drehte mich um, damit ich auch keinen Radfahrer übersah, und bin ausgestiegen. Der Prüfer unterschrieb in dieser Zeit meinen Führerschein und übergab ihn mir mit den Worten, „hier ist die Pappe aber passen sie auf, dass sie sie nicht schneller wieder los sind, wie sie sie bekommen haben“. Und ich war hungrig und eigentlich muffig jedoch in diesem Moment viel einiges an Spannung ab. Das war am 25.07.1968 also genau vor 50 Jahren.

Nachdem die anderen Prüflinge ihre Pappe auch bekamen, fuhren wir mit dem Fahrlehrer zurück und gingen erst einmal richtig Frühstücken. Nun hatte ich also heute vor 50 Jahren auch den Führerschein erworben.

So das war es aus dem Allgäu. Weiter geht es dann mit dem großen Highlight für mich im September 1968.

Fortsetzung folgt im September.

 

Was gefällt euch besser …

… die Original- oder Coverversion?

Auch an diesem Montag gilt es, sich wieder für einen Song zu entscheiden. Mag einem das bei den aktuellen Temperaturen auch ein wenig schwerfallen. Schon deshalb habe ich heute einen etwas gemäßigteren Song herausgesucht. Also nicht gleich ins Schwitzen kommen. Doch nun müsst ihr euch entscheiden. Welche Version des Songs Ruby Tuesday euch besser gefällt. Die Originalversion der Rolling Stones oder die Coverversion von Melanie.

Also dann, ich bin gespannt.

Original:

Cover: