Elli Bananenflanke meint …

… wie billig ist das denn?

Als M. Özil und I. Gündogan mit dem türkischen Diktator auf einem Foto posierten, und das einige Tage vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft, da kam nicht nur von mir die Forderung, sie aus der deutschen Nationalmannschaft zu nehmen.

Doch weder der Bundestrainer noch der Managerdarsteller Bierhoff oder der DFB-Vorsitzende Grindel mochten sich zu diesem Schritt durchringen. Den damals viele für den einzig richtigen hielten.

Gut das war ihre Entscheidung, sie sind die Verantwortlichen und müssen somit auch mit den Konsequenzen, die diese Entscheidung nach sich zieht, leben. Doch nein, da überschätzt man die Verantwortlichen des DFB-Trosses. Der Bundestrainer ist abgetaucht und sagt bis Mitte August gar nichts und der Managerdarsteller Bierhoff erzählt seit Tagen eigentlich nur wirres Zeug. Er machte Özil mitverantwortlich für das Ausscheiden in der Vorrunde. Klar war er, wie der Rest der Mannschaft, mitverantwortlich. Aber nicht wie der Managerdarsteller es meinte und einen Tag später meinte er auch, dass er am Vortage falsch verstanden wurde. Nein Herr Bierhoff, sie wurden nicht falsch verstanden, sondern man versteht sie überhaupt nicht mehr. Falls man sie überhaupt je verstanden haben sollte.

Natürlich wollte der Herr Grindel da auch was dazu sagen und verlangte eine öffentliche Erklärung von M. Özil. Und so langsam, ja ganz langsam frage ich mich, wer hat jetzt eigentlich beschlossen, dass M. Özil mit nach Russland fliegt? Weshalb soll er sich denn nun öffentlich erklären? Das müsste mir der Herr Grindel mal erklären. Oder lieber doch nicht, auf inhaltsloses Gelaber habe ich eigentlich keine Lust.

Es wäre einfach toll, wenn man sich beim Trainerstab darüber Gedanken macht, wie man die Mannschaft auf die nächsten Aufgaben, die alsbald anstehen, vorbereitet. Dazu gehört eine gründliche Aufarbeitung dessen, was bei der WM schief lief. Und dazu gehört mit Sicherheit nicht, einen Spieler an dem man trotz großer und berechtigter Kritik festhielt, im Nachhinein in die Pfanne zu hauen.

 

21 Kommentare zu “Elli Bananenflanke meint …

  1. lesenbiene sagt:

    Sehe ich auch so, die Gräben innerhalb der Mannschaft werden dadurch noch größer. Özil beschränkt sich auf Bilder aus seinem Griechenland Urlaub und schweigt weiter. Ich denke nicht , dass die Mannschaft voll hinter ihm steht.
    Löw wird nun reagieren müssen, mal sehen was er tut.
    Sich einen einzigen raussuchen und ihn zum Sündenbock zu machen halte ich für falsch. Gleich nach der Erdogan Affäre hätten Konsequenzen fallen müssen, ich habe immer betont, es kann nicht sein, dass Spieler der Nationalmannschaft Wahlpropaganda für Erdogan machen.
    Ich verurteile es nicht, wenn sich jemand zu den Wurzeln und Werten seiner Heimat bekennt, dann aber mit allen Rechten und Pflichten die damit einhergehen, aber nicht im Trikot der Nationalmannschaft. Damals schon hätte reagiert werden müssen, das wurde nicht getan und jetzt ist es hinterher treten.

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    • rabohle sagt:

      @Lesenbiene
      Wurzel okay, aber „Werte“ und „Egowahn“ passt irgendwie nun gar nicht, denn die Spieler haben ja nicht der Türkei, sondern dem Diktator gehuldigt, der die Menschenrechte aushebelt.

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      • lesenbiene sagt:

        Stimmt, da habe mich wohl verkehrt ausgedrückt. Ich kann ja verstehen, die Großeltern werden dort noch leben, dass man sich seinem Heimatland verbunden fühlt, doch dazu muß man sich nicht von Erdogan vor den Karren spannen lassen.

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    • ballblog sagt:

      Ich habe ja sogar noch Verständnis dafür, daß Özil sich nicht im Nachhinein von der Aktion distanziert, falls er noch Familie in der Türkei hat, die dann in Schwierigkeiten geraten würde. –
      Es ist übrigens nicht das erste Trikot, das er Erdogan überreicht hat. Deshalb sieht er darin wahrscheinlich gar nichts Verwerfliches.

      Aber der Umgang mit der ganzen Sache seitens der DFB- Verantowrtlichen wird immer schlimmer.
      Schau, wenn Du magst, bitte mal nach dem Berater von Löw. Das ist eine Agentur in Hannover, da stehen einige Kicker drauf und der Jogi spricht dem sogar ’nen Text ein. – Na, und letztlich konkurrieren Deutschland und die Türkei um die Vergabe der EM 2024….

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      • lesenbiene sagt:

        Sehe ich auch so, das was jetzt abläuft ist verkehrt, es hätten sofort Konsequenzen geben müssen. Vor ein paar Wochen ist das Kind in den Brunnen gefallen, doch jetzt soll schnell ein Schuldiger für das Versagen bei der WM gefunden werden. Das ganze rumgeeiere von Bierhoff und dem DFB macht es nur noch schlimmer.

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      • lesenbiene sagt:

        Zu dem Berater, da habe ich gelesen , das Löw und einige Fußballer den gleichen Berater haben, unter anderem auch die beiden die Propaganda für Erdogan machen, ein Schelm wer schlimmes dabei denkt…

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        • ballblog sagt:

          Ja, der Berater ist Deutsch-Türke, den kennt Löw seit er Ende der 90er in Istanbul Trainer war. – Und nun kann man das Ganze firmenintern betrachten: stellt Löw Özil in den Senkel, schadet er indirekt auch seinem Berater (der ja 10 bis 15% des Jahresgehaltes eines Spielers als Provision einstreicht, wenn der wechselt). Gündogan scheint da eher die zweite Geige zu spielen. – Somit ist es auch im Sinne Löws, wenn Bierhoff Özil zum Rücktritt treibt, denn dann bleibt der Jogi für den Berater unbeschadet. Anders als wenn Löw den Özil aussortiert. So fährt er in Urlaub und Bierhoff erledigt scheinheilig die Drecksarbeit. – Ist das eine Mischpoke?!

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    • sigurd6 sagt:

      @Lesenbiene:
      Für einen Diktator Propaganda zu machen, ist dann wohl doch etwas zu heftig. Zumal der deutsche Landsleute, Özil fühlt sich ja so deutsch, ohne Anklage monatelang in den Kerker wirft.

      Das ist für mich nicht einmal naiv. Und ich glaube auch nicht, dass Ozil und Gündogan nicht wussten, was sie da tun.

      Aber das ist nun Schnee von gestern. Albern ist das was die Herren vom DFB jetzt, da die WM schief ging daraus machen. Das ist allerunterste Schublade und sagt alles über diese Typen aus.

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      • lesenbiene sagt:

        Für mich kommt diese geforderten Antworten viel zu spät, sofort nach Erscheinen der Bilder mit Erdogan hätte es Aussprachen und Stellungnahmen geben müssen, mit den Konsequenzen die dazu gehören. Kinder bestraft man auch nicht zwei Monate später für Fehler bzw stellt sie dafür zur Rede.

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  2. rabohle sagt:

    Offenbar haben die Spieler das frühe Ausscheiden gar nicht bedauert. Denn derzeit urlauben sie genaus selbstgefällig, wie sie auf dem Platz nachgetrabt sind, ohne dass sie einen betrübten Eindruck machen.

    Damit werde ich das Thema Nationalmannschaft und WM dann einmal für vier Jahre schließen.

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  3. ballblog sagt:

    Weltmeister sind sie ja schon, zweimal Weltmeister bringt auch nicht mehr Geld. Prämie unterhalb eines Monatsgehaltes und der Trainer setzt nicht auf Leistung, sondern auf Erbhöfe und Connection.
    Macht in Freiburg beim „Nachdenken“ das nächste öffentliche Foto- Shooting und jetzt, wo ja die knallharte Analyse folgen soll, geht er in Urlaub. Derweil redet der (Selbst-) Vermarkter Bierhoff täglich neuen Stuß. Welch ein Haufen!!!

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  4. nana sagt:

    Also ich denke ja, dass die Gräben, die auch hier in den Kommentaren beschrieben werden, ebenso durch die Mannschaft verlaufen. Wenn die (medialen) Reaktionen vor und während der WM einen Querschnitt der Gesellschaft abbilden, dann wird es bei den „Jungs“ ähnlich gewesen sein. Ich glaube nicht, dass Özil einen guten Stand hatte. Was ein Licht auf ihn, aber auch auf die gesamte Nationamnnschaft wirft.

    Was das Abbilden mit Diktatoren angeht (ich hatte meine Meinung zu Özil etc. schon VOR der WM hier kundgetan) – nunja, inzwischen ist das Nachtreten mehr als nur scheinheilig.
    Außerdem wurde der „Skandal“ um Özil und G. nunmehr gerne auch für offen rassistische Hetze genutzt – und das widert mich an. Solange weder die Mannschaft noch der DFB eindeutig Stellung gegen solche Anfeindungen beziehen, solange wird da auch keine Ruhe reinkommen. Es sei denn, man beruft nur noch Spieler in den Kader, die einen Ariernachweis vorweisen können (Achtung: Sarkasmus!).

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    • sigurd6 sagt:

      Der DFB nimmt durch die Herren Bierhoff und Grindel ja Stellung. Aber eben auf eine Art die einen sprachlos macht.

      Sie waren es, die beide Spieler mitnahmen und nun machen sie Özil praktisch alleine für das ausscheiden der Mannschaft verantwortlich. Das ist nicht nur billig, das ist in hohem Maße unanständig.

      Solches „Führungspersonal“ inklusive des abgetauchten Bundestrainers sollte man schnellstens entfernen.

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  5. WernerBln sagt:

    Das „Nachkarten“ finde ich auch völlig daneben. Richtig wäre gewesen, die Frage, ob die beiden „Padischah-Fans“ noch in die Nationalmannschaft gehören, vor der WM zu klären. Aber erstmal abwarten, wie es läuft und danach zu „richten“, ist daneben. Ich stelle mir mal vor, wir wären nicht gleich zu Beginn rausgeflogen und einer der Herrn hätte auch noch ein Tor geschossen! Da wäre natürlich von deren Fehlverhalten gar keine Rede mehr gewesen!
    Sowas nenne ich Heuchelei!

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