Moment mal: Hurra sie wählen uns!

Der Bundesinnenheimatminister Seehofer tat alles, aber auch tatsächlich alles um rechter als die AfD zu sein. Wochenlang suchte er das C der CSU, das offensichtlich völlig verloren ging, als er den Atem der AfD in seinem Nacken spürte. Und hat es was genützt, dass er praktisch alle vor den Kopf gestoßen hat?

Wenn man den Bericht aus der Sendung Quer, der am Donnerstag gesendet wurde, sieht, kann man die Frage wohl mit einem NEIN beantworten. Selbst an der CSU-Basis kann man ein gar nicht mehr so leises knurren vernehmen.

Mir jedoch graut schon vor dem Gedanken, wer der Nachfolger von H. Seehofer werden könnte. Ein CSU-Politiker der stets mit verschränkten Armen, diese Körpersprache sagt eigentlich schon alles über ihn, seine Ergüsse unters Volk sprudelt. Als Verkehrsminister hat er 4 Jahre nun gar nichts auf die Reihe gebracht, und seit er nicht mehr Minister sein darf, muss er zu allem seinen bayerischen Senf dazugeben der Herr Dobrindt.

Die AfD jedoch kann eigentlich keinen besseren Wahlkämpfer für sich bekommen als den Bundesinnenminister. Nur merkt der das nicht. Und schon deshalb können sich die AfD-Mitglieder sicher sein, dass sie wohl erhebliche Stimmengewinne bei den Landtagswahlen in Bayern erzielen werden.

Und dann stehen die CSU-Oberen wieder mit ratlosen Gesichtern rum und fragen sich, wie das geschehen konnte. Wenn eine Partei solch eine Wahlhilfe vom politischen Gegner, falls man überhaupt Gegner ist, bekommt, muss sich niemand in der CSU wundern.