Moment mal: Ich mache mir Sorgen!

Nachdem der amerikanische Präsident mit gezielten Provokationen und Pöbeleien durch Europa gezogen ist, hat er nun noch einen draufgesetzt.

In einem Interview mit dem US-Fernsehsender CBS, das am Sonntag ausgestrahlt wurde, bezeichnete er die EU als Feind, genauer geschrieben sagte er, „Ich denke, die EU ist unser Feind“. Und weiter, auch Russland sei in gewisser Hinsicht ein Feind und China sei ein wirtschaftlicher Feind.

Die britische Premierministerin May sagte inzwischen, Trump habe ihr geraten, die EU zu verklagen. Er würde keinen Vertrag aushandeln, er würde klagen.

Mir scheint immer mehr, dass er glaubt, sein Präsidentenamt so führen zu können, wie er sein Unternehmen führt. Alle hören auf mich und wer nicht auf mich hört, ist gefeuert. Auf das politische übertragen, ist mein Feind. Er sät Zwietracht, wo er nur kann, um seine Position dadurch zu stärken, dass andere sich in die Haare bekommen.

Wie ich heute hörte, sind nach einer Umfrage eines deutschen Meinungsforschungsinstitutes rund 75 Prozent der Befragten der Meinung, dass von D. Trump eine weitaus größere Kriegsgefahr ausgeht als vom russischen Präsidenten Putin.

Wer in Geschichte aufpasste, dem müssten eigentlich zwei Jahreszahlen einfallen, wo es ähnliche Äußerung, gerade gegen Deutschland gab. Denn wenn Trump EU sagt, meint er in letzter Konsequenz Deutschland.

Und dummerweise scheint er zunehmend Geschmack an seinem pöbelhaften Eskapaden zu haben. Denn er möchte auch der Kandidat der Republikaner für die Präsidentenwahlen 2020 sein. Eine Horrorvorstellung.

Dieser Eintrag wurde veröffentlicht in Meinung.

10 Kommentare zu “Moment mal: Ich mache mir Sorgen!

  1. WernerBln sagt:

    „Wer in Geschichte aufpasste, dem müssten eigentlich zwei Jahreszahlen einfallen, wo es ähnliche Äußerung, gerade gegen Deutschland gab. Denn wenn Trump EU sagt, meint er in letzter Konsequenz Deutschland.“

    Na da haben Sie mir jetzt ein Rätsel aufgegeben. Eigentlich bin ich in Geschichte ja ganz gut. Daher kenne ich auch viel mehr als zwei Äußerungen dieser Art. Welches Jahrhundert oder von welcher Seite meinen Sie denn?

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    • sigurd6 sagt:

      Überspitzt geschrieben dachte ich dabei an 1914 und 1939. Auch damals war die Wirtschaftskraft Deutschlands einigen ein Dorn im Auge. Unser Geschichtslehrer hatte damals ein Buch, das komischerweise sehr schnell vom Markt verschwunden war, aus dem er uns einiges vorgelesen hatte.

      Das Buch hatte den Titel, „Der aufgezwungene Weltkrieg“, und war von einem amerikanischen Autor geschrieben. Gut den Titel fanden wir damals etwas abenteuerlich, jedoch standen einige interessante Informationen darin.

      Daran erinnerte ich mich z. B., als ich über die Äußerungen der letzten Wochen von D. Trump gerade gegen Deutschland nachdachte.

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      • rabohle sagt:

        „aufgezwungene Weltkriege“ ?

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        • sigurd6 sagt:

          Äh wie meinen?

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          • rabohle sagt:

            Ich meine den von Dir genannten titel und habe mich gewundert, dass ein Lehrer offenbar etwas von „aufgezwungenen Weltkriegen“ gelehrt hat.

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            • sigurd6 sagt:

              Er hat es ja nicht gelehrt, sondern aus diesem Buch rezitiert. An die Einzelheiten kann ich mich nach solch langer Zeit nicht mehr erinnern. Es wurde in diesem Buch tatsächlich davon ausgegangen, dass man Deutschland zumindest den 2. Weltkrieg aufgezwungen hat.
              Wie schon geschrieben fanden wir das auch abenteuerlich und um es gleich zu schreiben glaube ich nicht, dass D. Trump so etwas vorhat. Nicht, dass das hier in eine völlig falsche Richtung läuft.

              Aber der Tenor, er kommt ja nicht nur von Trump, das muss man auch klar schreiben, ist ja, dass man Deutschland in eine Ecke drängt. Und die Wirtschaftsmacht brechen möchte. Was bei den europäischen Partnern etwas verwundert, zahlt Deutschland doch eine Menge ein in den europäischen Topf. Andererseits ist aber auch klar, dass gerade Deutschland am meisten von der EU profitiert. Auch wenn das einige noch immer nicht wahrhaben möchten.

              Die Finanzkrise Griechenlands hat Deutschland ein Zinsplus von 2,9 Milliarden Euro beschert. Das wird natürlich nicht so laut propagiert. Sorgt jedoch für schlechte Stimmung in Griechenland.

              https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/milliardengewinne-durch-griechenland-hilfen-100.html

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      • WernerBln sagt:

        d’accord !

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  2. rabohle sagt:

    Solange man ihn machen lässt, wird er sich nicht ändern. Und weder „offizielle Empörung“ noch Strafzölle auf Erdnussbutter (!) werden ihn wirklich bremsen.

    Aber heute treffen sich ja Putin und Trump. Mit etwas Glück an der richtigen Stelle 🙂 🙂

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