Moment mal: Das fängt ja gut an!

In München war gestern Wandertag. Tausende Bürgerinnen und Bürger gingen auf die Straße um gegen den Rechtsruck in Deutschland und der CSU zu demonstrieren. Verschiedene Organisationen hatten zu dieser Demonstration aufgerufen und laut Polizeiangaben kamen ca. 20.000 zur Demo.

Sie nahmen ihr demokratisch verbrieftes Recht war, und gingen für ihre Überzeugung auf die Straße. Doch das ist für den CSU-Generalsekretär M. Blume wohl nicht so selbstverständlich wenn Bürger ihre Bürgerrechte in Anspruch nehmen. Er kritisierte die Demo mit scharfen Worten. Gut das muss man einsehen. Demokratie im Vorhof zum Paradies kann es nicht geben. Entweder Paradies oder Bürgerrechte, beides geht eben nicht.

 

Er hat geschwiegen und geschwiegen und nachdem der Teammanager der deutschen Nationalmannschaft O. Bierhoff und der DFB-Präsident R. Grindel in ihm den Sündenbock für das schnelle Ausscheiden der DFB-Truppe in Russland sahen, schwieg er abermals. Doch nun holte er, der geschmähte zum Rundumschlag aus. Alle sind böse, die Medien, der DFB und überhaupt alle die sich kritisch über die Fotos mit dem türkischen Diktator äußerten. Nur er machte in seinen Augen alles richtig und würde es immer wieder so machen. Na kann er ja. Nur hat er dann in der deutschen Nationalmannschaft nichts verloren. Und so trat er dann auch endlich zurück und wird nie wieder für Deutschland spiele. Und ich sage nur, GUT SO!

Wenn er der Meinung ist einem Diktatoren seine Aufwartung machen zu müssen und das nicht nur einmal, so ist das seine Sache. Doch muss er dann auch damit leben, dass die Menschen in seiner mutmaßlich neuen Heimat es nicht verstehen können, dass er einem Diktator der seine deutschen Landsleute ohne jede Anklage in den Kerker wirft, noch öffentlich hofiert.

Er hätte sofort nachdem die Fotos öffentlich wurden aus der Mannschaft fliegen müssen. Genau wie Gündogan.

 

„Wir weigern uns, mit der Pistole auf der Brust zu verhandeln“. So die klare Linie der EU gegenüber den US-Vorstellungen. Der amerikanische Finanzminister hatte auf dem G20-Gipfel in Buenos Aires ein Angebot für eine Freihandelszone mit der EU in Aussicht gestellt. Jedoch konterte der französische Finanzminister sofort damit, dass die USA erst einmal die US-Strafzölle zurücknehmen müssen. Da wird der großartigste Präsident aller Zeiten wohl wieder einen Wutanfall bekommen. Und man darf sich auf eine Trotzreaktion von ihm einstellen. Wahrscheinlich twittert er sie bald in die Welt hinaus.

Über eines sollte man sich in der EU und nicht nur dort im Klaren sein, mit diesem Präsidenten wird es keine verbindlichen Abkommen geben können. Da er sie wieder kündigt, wenn es ihm passt. Die USA sind kein verlässlicher Partner mehr. Darüber sollte man sich endlich klar werden. Wenn dieser Präsident es nicht kapieren möchte, dass bei einem Handelskrieg alle verlieren werden, muss er es einfach spüren. Ich glaube zwar nicht, dass er dann zugeben würde, er habe Fehler gemacht, dafür fehlt ihm die Größe, jedoch könnten die Wähler merken, dass von ihm nur heiße Luft und keine Politik zu erwarten ist.

 

Na dann, eine schöne Woche.

6 Kommentare zu “Moment mal: Das fängt ja gut an!

  1. ballblog sagt:

    Söders Wadenbeißer hofft wohl auf ein anderes Pöstchen nach der Landtagswahl? Ich glaube nicht, daß deren Strategie so gut verfängt wie sie es sich erhoffen.

    Özil verduftet auf Werbetour und hinterläßt den Überschallknall, da wird sogar Frankfurt ein wenig in Bewegung geraten.

    Und Trump? Ob sein Wahlvolk registriert, was seine „Deals“ wert sind?

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    • sigurd6 sagt:

      Ich schätze nach der Wahl in Bayern könnten einige um ihre Posten bangen müssen, statt bessere zu bekommen.

      Das hat der DFB nun von seiner Verdrängungspolitik. Nun fällt ihnen die ganze Chose auf die Füße. Ich finde das gut. Hoffentlich fliegen jetzt einige raus. Zeit wird es ja.

      Trump erfreut sich in den USA immer größer wertender Beliebtheit. Obwohl man das im Rest der Welt kaum glauben mag.

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      • WernerBln sagt:

        „Trump erfreut sich in den USA immer größer wertender Beliebtheit. Obwohl man das im Rest der Welt kaum glauben mag.“

        Ich kenne diese Umfragen. Ob sie sich den spätestens zur Wiederwahl behaupten, steht in den Sternen.

        Allerdings mal als Denkanstoß:
        Auch Herr Trump wir sowas wie einen Medienspiegel aus Europa vorgelegt bekommen. Dass die dort (unan)ständigen Anspielungen -insbesondere aus D.-auf seinen Geisteszustand und sonstige Beleidigungen nun wirkungslos bleiben, sollte man nicht unterstellen.
        Man kann ja gerne (müsste) in diesen Umbruchszeiten über veränderte geostrategische Positionen nachdenken, allerdings sollte man dies nicht so tun, dass man anschließend zwischen allen Stühlen sitzt!

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  2. WernerBln sagt:

    Ihre Ausführungen zu dem Thema Özil und Gündogan teile ich voll und ganz! Erlauben Sie mir mal zwei Anmerkungen:

    1. Spieler der Nationalmannschaft, die nicht willens sind, die Nationalhymne mit zu singen gehören schon mal deshalb nicht in die Nationalmannschaft.

    2. Spieler der Nationalmannschaft, die versuchen, ihr eigenes Fehlverhalten (Erdogan) auch noch mit der beliebten Rassismuskeule zu kontern, könnten dies ja mindestens auch in der Sprache der „Nation“ artikulieren, anstelle in Englisch via Twitter Co.?

    Dazu noch Stimmen aus der Politik, dass dieser arme Millionär so vom Rassismus misshandelt wurde?
    Quo vadis?

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    • sigurd6 sagt:

      Also ob Spieler die Nationalhymne singen, ist mir völlig egal. Sehen Sie sich mal Spiele früherer deutscher Nationalmannschaften, z. B. 1974 zur WM an, da singt nicht ein Spieler die Hymne mit. Das wurde erst zu Zeiten Franz Beckenbauers eingeführt. Er fand es toll, als ein anderes Nationalteam die Hymne des Landes mitsang.

      Im Umgang mit Özil und Gündogan wurde seitens des DFB einiges falsch gemacht. Man hätte sie vor der WM unterrichten müssen, dass sie aus dem WM-Kader gestrichen sind und man nach der WM entscheiden wird, ob sie weiterhin für die Nationalmannschaft auflaufen dürfen. Das wäre eine klare Aussage gewesen.

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